Keine Glasfaser für alle in Berlin: Seit der Ifa vor rund zwei Jahren sucht die Telekom nach einem Partner für FTTH in der Hauptstadt. Bisher vergeblich.
Endlich gibt es sichtbare Fortschritte beim Glasfaser-Ausbau. Doch auch "Deutschlands verdammt gutes Kupfernetz" spielt laut der Studie des Breko noch eine Rolle.
Die Zahl der Glasfaseranschlüsse der Telekom wächst langsam, übersteigt aber seit Monaten nicht den Wert von 1,8 Millionen. Große Zuwächse zeigt das Vectoring.
Deutsche Glasfaser hat zusammen mit zwei Partnern ein Konzept entwickelt, um die Inhouseverkabelung in Mehrfamilienhäusern günstig zu erledigen. FTTH soll so auch in große Städte kommen.
Die Telekom wird für rund 4.400 Wohnungen in Berlin-Marzahn Docsis 3.1 bauen. Was aus dem Tochterunternehmen der Wohnungsgenossenschaft wird, das das Netz bisher betreibt, ist unklar.
Für die Zeit des Rollouts von Glasfaser sei "Vectoring als Übergang gut geeignet", sagte Uwe Nickl, Chef der Deutsche Glasfaser. Der FTTH-Rollout brauche noch viele Jahre.
Auch weil es dabei nicht um Glasfaser geht, sind die Netzbetreiber im Breko gegen die Pläne zweier Bundesministerien für einen Universaldienst im neuen Telekommunikationsgesetz.
Die Stadtwerke in Münster hatten zuerst eine Ausbaupartnerschaft mit United Internet. Nun versuchen sie es mit der Telekom, die sich dort zuvor zurückgezogen hatte.
Eine Nachfolge für Dirk Wössner ist gefunden. Gopalan war zuvor bei Bharti Airtel und Vodafone. Er soll eine FTTH-Infrastruktur und 5G in Deutschland ausbauen.