Inexio: Deutsche Glasfaser darf verkauft werden
Die Deutsche Glasfaser darf an die schwedische Investitionsgruppe EQT und den kanadischen Pensionsfonds Omers verkauft werden. Das haben die zuständigen Wettbewerbsbehörden, darunter die EU-Kommission, am 19. Mai 2020 entschieden(öffnet im neuen Fenster) . Nach einem unbestätigten Bericht wurde die Deutsche Glasfaser dabei nur mit 2,5 Milliarden Euro bewertet.
Zuvor hatte EQT bereits den saarländischen Netzbetreiber Inexio für rund 1 Milliarden Euro gekauft. Beide Netzbetreiber sollen zu einer Unternehmensgruppe zusammengeführt werden. EQT Infrastructure wird dabei 51 Prozent und Omers 49 Prozent an der gemeinsamen Gruppe halten.
"Aufgrund der Corona-Krise stehen öffentliche Haushalte unter einem enormen Druck, weil sich die Ausgaben massiv erhöhen und die Einnahmen wegbrechen. Wir werden in den nächsten Monaten bundesweit verstärkt mit vielen Kommunen sprechen, um unsere Hilfe beim Ausbau der digitalen Infrastruktur anzubieten" , sagte Deutsche-Glasfaser-Chef Uwe Nickl. Die neue Unternehmensgruppe werde in den kommenden Jahren vorerst 7 Milliarden Euro in den Glasfaserausbau investieren.
Der Breko (Bundesverband Breitbandkommunikation) begrüßte (PDF)(öffnet im neuen Fenster) den Start der Unternehmensgruppe Deutsche Glasfaser und wertet dies als starkes Zeichen für die Leistungsfähigkeit des eigenwirtschaftlichen Glasfaserausbaus in Deutschland.
VATM-Geschäftsführer Jürgen Grützner erklärte(öffnet im neuen Fenster) : "Der VATM begrüßt die Genehmigung und damit den Start der neuen starken Unternehmensgruppe der beiden VATM-Mitgliedsunternehmen Deutsche Glasfaser und Inexio sehr." Das werde den Infrastrukturwettbewerb weiter beleben.
Telekom will Deutsche Glasfaser übertreffen
Bis Ende 2020 will die Deutsche Telekom den FTTC-Ausbau (Fiber to the Curb) weitgehend abschließen. Danach wird nach Unternehmensangaben FTTH (Fiber to the Home) großflächig ausgebaut. Die Telekom will dann pro Jahr bis zu zwei Millionen Haushalte mit Glasfaser bis ins Haus ausstatten und führend in dem Bereich werden. Die Zahl der Haushalte, die der Betreiber mit reinen Glasfaseranschlüssen angebunden hat, stieg im April um rund 34.000 und beträgt 1,7 Millionen.
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