250 MBit/s: Super Vectoring der Telekom hat nur 250.000 Kunden
Die Deutsche Telekom hat erstmals Angaben zur Anzahl ihrer verkauften Super-Vectoring-Anschlüsse gemacht. Konzernchef Tim Höttges sagte (PDF)(öffnet im neuen Fenster) bei der Bekanntgabe der Quartalsergebnisse: "Die Zahl der Kunden mit Super Vectoring liegt bei 250.000. Nur eineinhalb Jahre nach dem Start." Am 13. September 2019 hatte der Netzbetreiber fast 24 Millionen Anschlüsse mit Super Vectoring. Damit ist nur gut jeder hundertste Super-Vectoring-Zugang aktiv und von zahlenden Kunden gebucht.
"Im Festnetzgeschäft stiegen die Serviceumsätze um 1,2 Prozent. Hier wirkten sich der wachsende Bestand an Breitbandkunden und die rückläufigen Anschlussverluste positiv aus" , sagte Finanzchef Christian Illek.
Mit Super Vectoring sind Datenraten von bis zu 250 MBit/s im Download und ein Upload von bis zu 40 MBit/s erreichbar. Hier erweitert die Telekom nach früheren Aussagen einfaches Vectoring auf Super Vectoring, wenn das Datenvolumen bei den Kunden zunimmt. Super Vectoring benötigt eine andere Linecard mit größerem Prozessor als Vectoring im Multifunktionsgehäuse des Netzbetreibers, das zuvor mit Glasfaser erschlossen sein muss. Super Vectoring weitet die spektrale Bandbreite von 17 MHz auf 35 MHz aus. Bis Ende 2020 wird die Telekom den FTTC-Ausbau (Fiber to the Curb) weitgehend abschließen.
Gegen Glasfaser (FTTH) wird dagegen oft argumentiert, dass diese Anschlussart zu wenig gebucht werde. Doch mehr als ein Drittel – oder 1,65 Millionen – der im Sommer vorhandenen 4,75 Millionen Glasfaseranschlüsse werden von den Endkunden auch genutzt. Das geht aus der 2. Gigabit-Studie hervor , die Dialog Consult und VATM (Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten) am 29. April 2020 vorgestellt haben.
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