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Region Stuttgart: Telekom baut bis Jahresende Glasfaser für 100.000 Haushalte

Zusammen mit der Region kommt die Telekom im Raum Stuttgart gut voran.
/ Achim Sawall
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Glasfaser: Endlich gibt es mehr davon in Deutschland. (Bild: Gigabit Region Stuttgart GmbH)
Glasfaser: Endlich gibt es mehr davon in Deutschland. Bild: Gigabit Region Stuttgart GmbH

In der Region Stuttgart hat die Deutsche Telekom innerhalb eines Jahres für 25.000 Haushalte und Gewerbetreibende FTTB (Fiber To The Building) oder FTTH (Fiber To The Home) verlegt. Das gab der Netzbetreiber am 28. Mai 2020 bekannt. Zum Jahresende sollen 100.000 Haushalte und Gewerbetreibende einen Glasfaseranschluss nutzen können.

"Für uns als Telekom ist es eine Blaupause, wie wir zusammen mit der öffentlichen Hand flächendeckend ein schnelles Netz ausbauen können" , sagte der scheidende Telekom-Deutschland-Chef Dirk Wössner. Die Zusammenarbeit habe Genehmigungsverfahren bei Ausbauarbeiten wie bei Standortfragen enorm beschleunigt, insbesondere im ländlichen Bereich. Die Region stellt für den Ausbau 500 Millionen Euro zur Verfügung, was auch Sachleistungen wie bereits verlegte Glasfaserkabel oder Leerrohre sein können. Die Telekom will bis zu 1,1 Milliarden Euro investieren.

"Urbane und ländliche Räume, Wohn- und Gewerbegebiete in 70 Kommunen haben bereits im ersten Jahr von dem kooperativen Ansatz profitiert. Das ist in ganz Deutschland und wahrscheinlich Europa einzigartig" , erklärte Hans-Jürgen Bahde, Breitbandbeauftragter der Region Stuttgart und Geschäftsführer der Gigabit Region Stuttgart.

Trotz Erfolgen gibt es Kritik am Projekt Gigabitregion Stuttgart

Schulen und Unternehmen in der Metropolregion Stuttgart sollen bis zum Jahr 2025 mit Glasfaser erschlossen sein. Doch erst in zehn Jahren sollen 90 Prozent der Haushalte davon profitieren.

Momentan umfasst das Ausbaugebiet 174 Kommunen in der Region Stuttgart und in den fünf benachbarten Landkreisen Böblingen, Esslingen, Göppingen, Ludwigsburg und Rems-Murr. In dem Ballungsraum leben rund 2,8 Millionen Menschen. Rund 140.000 Unternehmen sind dort angesiedelt.

Kritisiert wurde vom Regionalverband Nordschwarzwald der kommunale Verzicht zum Auf- und Ausbau eigener Backbone-Netze bei dem Großprojekt der Telekom.


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