Berlin: Telekom findet seit 2 Jahren keinen FTTH-Partner für Berlin

Keine Glasfaser für alle in Berlin: Seit der Ifa vor rund zwei Jahren sucht die Telekom nach einem Partner für FTTH in der Hauptstadt. Bisher vergeblich.

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Telekom-Deutschland-Chef Wössner (mitte) damals in Berlin
Telekom-Deutschland-Chef Wössner (mitte) damals in Berlin (Bild: Achim Sawall/Golem.de)

Vor zwei Jahren hat die Deutsche Telekom einen kompletten Glasfaserausbau für die Berliner Haushalte angekündigt. Doch dafür braucht der Festnetzbetreiber wegen der hohen Kosten einen Partner. Ein solcher ließ sich nicht finden, obwohl die Telekom viele andere Partnerschaften geschlossen hat.

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"Es gibt Gespräche mit unterschiedlichen Firmen zur Zusammenarbeit beim Breitbandausbau in Berlin, allerdings sind zurzeit noch keine Ergebnisse zu kommunizieren", sagte Telekom-Sprecher Georg von Wagner Golem.de auf Anfrage.

Der Chef der Telekom Deutschland, Dirk Wössner, hatte auf der Internationalen Funkausstellung (Ifa) in Berlin im Jahr 2018 erklärt: "Lassen Sie uns mal darüber reden, wo wir investieren. Und wir sind hier ja aktuell in Berlin. Und deswegen machen wir hier das Angebot zu sagen, liebe Wettbewerber, lasst uns gemeinsam Berlin vollständig mit Glasfaser versorgen."

Laut Wössner verfügte die Telekom in Berlin nur über einen Marktanteil von 27 Prozent. Der Konzern bot an, die Hälfte der Ausbaukosten für die komplette Erschließung Berlins mit Glasfaser zu übernehmen. Die Telekom suche Partner, die bereit seien, "den Spaten in die Hand zu nehmen" und zu investieren. Angebote seien willkommen und die Telekom sei "jederzeit gesprächsbereit"/em>, sagte Wössner. "Wir sind offen für Partnerschaften, ob mit einem oder mehreren Partnern", erklärte er.

Telekom: Viele mögliche Partner in Berlin

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Große Festnetzbetreiber sind neben der Telekom in Berlin die Kabelnetzbetreiber Vodafone und Tele Columbus. Dazu kommen 1&1 Versatel, das zu United Internet gehört und der britische Colt-Konzern, der sich ausschließlich an Unternehmenskunden richtet.

Glasfaser bis ins Haus ist in Berlin noch nicht häufig verfügbar. In einem Glasfaserranking vom Juni 2020 ist Berlin nur zu 5 Prozent mit FTTH versorgt. Nicht einmal die Schulen sind vernetzt: Auf Anfrage der BBZ (Berliner Bildungszeitschrift) der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) vom Juli/August 2020 räumte die Senatsverwaltung für Bildung ein, dass aktuell keine der mehr als 600 allgemeinbildenden Schulen in der Stadt an das Glasfasernetz angeschlossen sei.

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