Podcast Besser Wissen : Apps und Mail per BTX

Anfang der 1980er Jahre gab es europaweit im Postwesen einen Trend zu telefonischen Onlinediensten. Post, Telefon und Telegrafie waren in den meisten Ländern nicht privatisiert. Es gab interne Entwicklungsabteilungen für technologische Neuerungen wie die Prestel(öffnet im neuen Fenster) in Großbritannien und Minitel(öffnet im neuen Fenster) in Frankreich.
In Deutschland und Österreich wollte man nicht zurückstehen und implementierte Teile der beiden Systeme für ein eigenes interaktives Videotextangebot namens Bildschirmtext, kurz BTX(öffnet im neuen Fenster).
Eine österreichische Besonderheit war jedoch die Gründung der Mupid Computer Gesellschaft, deren Ursprünge in einem Projekt der Technischen Universität Graz lagen. Dort hatte man ein eigenes Computerterminal für die neuen Dienste entwickelt, den MUPID(öffnet im neuen Fenster).
Die Abkürzung stand für "Mehrzweck Universell Programmierbarer Intelligenter Decoder", scherzhaft auch "Mei Unhamliches Programmierkastl Is Des" genannt. Das Gerät war mehr als nur ein Terminal mit Modem für den Empfang der textbasierten BTX-Seiten. Es konnte Grafiken anzeigen, Programme ausführen und hatte einen beachtlichen Speicher von 128 KByte.
Was man mit dem MUPID heute noch machen kann, was das damals alles kostete, und wieso es keine weitere Verbreitung außerhalb Österreichs gab, besprechen wir im Podcast mit dem Entwickler Norbert Kehrer(öffnet im neuen Fenster), der Hard- und Software des Computers analysierte.
Shownotes:
Das VCFE(öffnet im neuen Fenster)
MUPID-Entwickler Hermann Maurer(öffnet im neuen Fenster)
Zeitzeugenbericht von MUPID-Entwickler H. Maurer mit dem Wirtschaftskrimi(öffnet im neuen Fenster)
MUPID / Grundig ptc100 im Computermuseum der Uni Stuttgart(öffnet im neuen Fenster)
Seite von Norbert Kehrer zum BTX-Server(öffnet im neuen Fenster)
Vorträge von Norbert Kehrer auf Youtube(öffnet im neuen Fenster)
Inhaltsverzeichnis der Mupid-Fibel(öffnet im neuen Fenster)
Die Podcast-Folge zu BTX(öffnet im neuen Fenster)
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