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Koaxial: Telekom will verstärkt auch Kabelnetz im Haus nutzen

Die Telekom will mit ihrer Kabelnetz -Sparte stärker werden und baut den Service für die Wohnungsbesitzer aus.
/ Achim Sawall
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Kabel eines Herstellers aus Österreich (Bild: E. Hartner)
Kabel eines Herstellers aus Österreich Bild: E. Hartner

Die Deutsche Telekom will mit ihrem Kabelnetzangebot zusammen mit der Wohnungswirtschaft stärker wachsen. Das gab das Unternehmen am 6. Mai 2020 bekannt. Nun nutzt die Telekom auch vorhandene intakte Fernsehkabelnetze.

Bei Bestandsbauten verlegt die Telekom-Sparte die Leitungen in der Regel bis zum Übergabepunkt im Keller, dem Fiber To The Distribution Point (FTTDP). Von dort aus gehen die Daten über herkömmliche Koaxialkabel. Bei Neubauten wird die Glasfaser nicht nur bis in den Keller des jeweiligen Hauses (FTTB – Fiber To The Building), sondern bis in die Wohnung (FTTH – Fiber To The Home) verlegt.

Die Telekom bietet einen Service vom Verlegen der Glasfaser bis hin zu Mieterinformationen und dem Umzug von Telefonnummern und Internetanschlüssen an. Das Fernsehangebot hat die Telekom für die Wohnungswirtschaft auf rund 250 frei empfangbare Fernseh- und Radiosender und 42 Sendern in 22 Sprachen erweitert. Der Bereich sei nun zentral in der Unternehmensstrategie verankert.

Mit 500.000 Kilometern betreibt die Telekom die mit Abstand größte Breitband-Infrastruktur in Deutschland, die allermeisten Verbindungen reichen aber nur bis zum Kabelverzweiger.

Bundesnetzagentur: Wachstum im Kabelnetz schwächt sich ab

Die Telekom hatte schon im September 2019 den Bereich Wohnungswirtschaft und Breitbandausbau Geschäftskunden neu geschaffen, wozu die Kabelsparte des Netzbetreibers gehört.

Die Leitung des neuen Bereichs liegt bei Jean Pascal Roux, der zuletzt Chief Sales Officer Housing Industry & Infrastructure bei der Tele Columbus Gruppe war. Vor seiner Zeit bei dem zweitgrößten Kabelnetzbetreiber hatte Roux zehn Jahre lang verschiedene Positionen bei Debitel.

Die Zeiten des starken Kundenwachstums der Kabelnetzbereiber sind erst einmal vorbei: Der zwischen 2009 und 2016 jährlich noch kontinuierliche Zuwachs von 600.000 bis 800.000 schwächte sich deutlich ab und lag 2019 wie auch im Jahr davor bei nur noch rund 300.000 Anschlüssen.


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