FTTC: Mehr Vectoring und etwas FTTH im Netz der Telekom verfügbar

Die Telekom hat im Juli für 280.000 Haushalte die Datenübertragungsrate erhöht. Das gab das Unternehmen am 21. August 2020 bekannt(öffnet im neuen Fenster) . Die Zahl der Haushalte, die mit reinen Glasfaser-Anschlüssen angebunden sind, stieg im Juli um 27.000 und beträgt insgesamt 1,8 Millionen.
Die Zahl der FTTH-Haushalte liegt seit Monaten trotz kleiner Zuwächse bei etwa 1,8 Millionen. Hier sind Datenraten von bis zu 1 Gigabit pro Sekunde möglich.
Der Großteil des Ausbaus entfällt weiterhin auf Vectoring: Die verbliebenen 253.000 schnelleren Anschlüsse sind Fiber To The Curb (FTTC). Wie viele hier jeweils auf Vectoring und Super Vectoring entfallen, gibt die Telekom nicht bekannt. Das maximale Tempo beim Herunterladen steigt bei einfachem Vectoring auf bis zu 100 MBit/s im Download und beim Hochladen auf bis zu 40 MBit/s. Mit Super Vectoring sind Datenraten von bis zu 250 MBit/s im Download und ein Upload von bis zu 40 MBit/s erreichbar.
Jetzt können im Telekom-Netz insgesamt 32,9 Millionen Haushalte einen Tarif mit bis zu 100 Megabit pro Sekunde (MBit/s) nutzen. 24,1 Millionen Haushalte können einen Tarif mit bis zu 250 MBit/s nutzen. Super Vectoring benötigt eine andere Linecard mit größerem Prozessor als Vectoring im Multifunktionsgehäuse des Netzbetreibers, das zuvor mit Glasfaser erschlossen sein muss. Super Vectoring weitet die spektrale Bandbreite von 17 MHz auf 35 MHz aus.
Walter Goldenits, Geschäftsführer Technologie der Telekom Deutschland, sagte: "Wir bieten schnelles Internet für Millionen und nicht Topspeed für ganz wenige." Kritiker vermuten dagegen, dass die Telekom den kostspieligen FTTH-Ausbau so lange wie möglich herausgezögert hat, um mit ihrer alten Kupferverkabelung und Glasfaser bis zum Multifunktionsgehäuse weiter hohe Gewinne zu erwirtschaften.



