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Vectoring: Telekom sieht sich als Ausbautreiber für Glasfaser

Die Telekom baut mehr FTTH (Fiber To The Home) aus. Doch die Masse der neuen Zugänge ist Vectoring .
/ Achim Sawall
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Vectoring in Industriegebiet (Bild: Achim Sawall/Golem.de)
Vectoring in Industriegebiet Bild: Achim Sawall/Golem.de

Die Deutsche Telekom hat im April für über 500.000 Haushalte die Datenübertragungsrate mit Vectoring, Super Vectoring und FTTH erhöht. Das gab das Unternehmen am 19. Mai 2020 bekannt(öffnet im neuen Fenster) . Damit können im Telekom-Netz 32,5 Millionen Haushalte einen Tarif mit einfachem Vectoring und Datenraten bis zu 100 Megabit pro Sekunde (MBit/s) buchen. Für 23,4 Millionen Haushalte ist ein Tarif mit bis zu 250 MBit/s verfügbar.

Die Zahl der Haushalte, die mit reinen Glasfaseranschlüssen angebunden sind, stieg im April um rund 34.000 und beträgt 1,7 Millionen. "Wir sind der Ausbautreiber für Glasfaser in Deutschland" , sagte Walter Goldenits, Geschäftsführer Technologie der Telekom Deutschland. Kritiker vermuten dagegen, dass die Telekom den kostspieligen FTTH-Ausbau so lange wie möglich herausgezögert hat, um mit ihrer alten Kupferverkabelung und Glasfaser bis zum Multifunktionsgehäuse weiter hohe Gewinne zu erwirtschaften.

Vectoring der Telekom: im Upload der Glasfaser weit unterlegen

Das maximale Tempo beim Herunterladen steigt bei einfachem Vectoring auf bis zu 100 MBit/s und beim Hochladen auf bis zu 40 MBit/s.

Mit Super Vectoring sind Datenraten von bis zu 250 MBit/s im Download und ein Upload von bis zu 40 MBit/s erreichbar. Hier erweitert die Telekom nach früheren Aussagen einfaches Vectoring auf Super Vectoring, wenn das Datenvolumen bei den Kunden zunimmt. Super Vectoring benötigt eine andere Linecard mit größerem Prozessor als Vectoring im Multifunktionsgehäuse des Netzbetreibers, das zuvor mit Glasfaser erschlossen sein muss. Super Vectoring weitet die spektrale Bandbreite von 17 MHz auf 35 MHz aus.


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