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Podcast Besser Wissen : Der digitale Wirbelwind

Podcast „Besser Wissen“ Cover
Was den Whirlwind in den 1950ern so besonders machte, und wie Teile davon nach Deutschland kamen, besprechen wir im Podcast.
/ Martin Wolf
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Der Whirlwind wurde am MIT entwickelt. (Bild: Montage: Golem.de)
Der Whirlwind wurde am MIT entwickelt. Bild: Montage: Golem.de

Gegen Ende des zweiten Weltkrieges hatten röhrenbasierte Rechenmaschinen(öffnet im neuen Fenster) ihren Nutzwert bewiesen. Die meisten von ihnen waren spezialisierte Rechner wie der Colossus(öffnet im neuen Fenster), der zum Knacken der militärischen Codes(öffnet im neuen Fenster) der Deutschen verwendet wurde.

Als 1945 mit dem Eniac(öffnet im neuen Fenster) der erste voll programmierbare Computer fertiggestellt wurde, rechnete dieser mit Dezimalzahlen statt binär. Er kam bei der Kalkulation von Artillerie und thermonuklearen Waffen zum Einsatz.

Das Militär blieb ein bedeutender Treiber der neuen Technologie und gab den Whirlwind(öffnet im neuen Fenster) in Auftrag. Er sollte als Flugsimulator die teuren Trainingsflüge mit echten Maschinen verringern. Nach dem Krieg wuchs das Team um Robert Everett(öffnet im neuen Fenster) am Massachusetts Institute of Technology (MIT) auf mehr als 150 Menschen an. Darunter waren viele, die später noch mit eigenen Projekten und Firmen(öffnet im neuen Fenster) Computergeschichte schreiben würden.

Als dann der Whirlwind Anfang der 1950er in Betrieb ging, stürzte er nach Zeitzeugenberichten(öffnet im neuen Fenster) durchschnittlich alle 20 Minuten ab. Sein Einsatzzweck wandelte sich: Nun sollte er zur Flugüberwachung genutzt werden. Mit der Zeit wurde er zuverlässiger, aber sein Betrieb kostete noch immer tausende US-Dollar pro Jahr.

Glücklicherweise sind große Teile des Whirlwind auch nach der Abschaltung in den 1970er Jahren erhalten geblieben und in Museen zu besichtigen. Wie auch das Heinz Nixdorf Museumsforums(öffnet im neuen Fenster) (HNF) an Ausstellungsstücke des historischen Rechners kam, und wieso der Computer so lange im Einsatz war, besprechen wir mit dem HNF-Geschäftsführer Jochen Viehoff im Podcast.

Shownotes:

Das HNF(öffnet im neuen Fenster)

Der Whirlwind im Blog des HNF(öffnet im neuen Fenster)

Der Whirlwind auf Wikipedia(öffnet im neuen Fenster)

Whirlwind Tic Tac Toe(öffnet im neuen Fenster)

Whirlwind Bouncing Ball(öffnet im neuen Fenster)

Das Computermuseum in Boston(öffnet im neuen Fenster)

Die LGP 30 in Stuttgart(öffnet im neuen Fenster)

Die kleine LGP 30 von Jürgen Müller(öffnet im neuen Fenster)

Ausstellung Der Uhr auf der Spur im HNF(öffnet im neuen Fenster)

Veranstaltungen im HNF(öffnet im neuen Fenster)

Wir freuen uns über Feedback. Themenanregungen, Kritik und Blumensträuße nehmen wir unter podcast@golem.de entgegen.


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