20 Millionen zurückgeschickte Artikel landen einer Studie zufolge in Deutschland jedes Jahr auf dem Müll. Die Regierung will die Lage verbessern. Aus der Opposition kommt Zustimmung - und Kritik.
Ab März 2020 können Profispieler aus aller Welt an E-Sport-Turnieren in Deutschland teilnehmen - ohne ernsthaft mit Problemen bei der Einreise rechnen zu müssen: Der Bundestag hat dies mit einer lange geforderten Änderung der Beschäftigungsverordnung beschlossen.
Google hat einen Werbetreibenden ausgeschlossen, der versteckt zahlungspflichtige Wetterberichte anbot. Darin sieht die französische Wettbewerbsbehörde einen Missbrauch der marktbeherrschenden Position und fordert viel Geld.
Die Verbraucherzentralen in Deutschland haben gegen Amazon geklagt, weil Kunden das Unternehmen nicht gut erreichen könnten. Der Bundesgerichtshof sieht das anders - trotz fehlender Faxnummer.
Der Bitkom wendet sich eindringlich gegen einen Ausschluss von Huawei, weil dies einen Rückbau sämtlicher aufrüstbaren 4G-Netze bedeute. Dies würde den Ausbau von 5G stark behindern.
Ein Buch lesen und dann weiterverkaufen - für viele Verbraucher ist das selbstverständlich. Aber dürfen auch E-Books über einen Online-Händler mehrfach den Besitzer wechseln? Das höchste EU-Gericht sagt Nein.
In den USA sollen Online-Verbote Menschenhandel und sexuelle Ausbeutung verhindern. Das Gesetz dazu hat aber offenbar genau jene gegenteiligen Effekte auf Sexarbeit, vor denen Kritiker gewarnt hatten. Abgeordnete fordern nun Reformen.
Das Instrument der Standardvertragsklauseln, mit dem Daten europäischer Nutzer in Drittländer wie die USA übertragen werden dürfen, sei zwar prinzipiell gültig, meint der EuGH-Topjurist Henrik Saugmandsgaard Øe in der Causa Schrems; trotzdem könne Facebook dazu verdonnert werden, darauf gestützte Übermittlungen zu unterlassen.
Die CDU/CSU-Fraktion will den Mobilfunkbetreibern vorschreiben, von welchem Netzwerkausrüster sie wie viel kaufen dürfen. Laut einem Experten ist das so nur im Kriegsfall möglich. Es geht um Huawei.
Das Breitbandbüro des Bundes und die Verbände wollen mehr und bessere Fachkräfte für den Glasfaser-Ausbau. Dafür ist ein Plan entworfen worden, der jedoch eine Frage vernachlässigt.
Im Streit um Huawei hat die Kanzlerin die Position der Bundesregierung erneut klargestellt. Die SPD-Fraktion und die Grünen brachten neue Positionen ein.
Keine moderne GUI, kein Windows Update: Auf Putins Computern läuft wohl noch immer Microsofts altes Windows XP. Windows 10 sei nicht einmal auf allen Staatscomputern erlaubt. Russland arbeitet auch an einem eigenen Linux-System, das Behörden nutzen sollen.
Der Truecrypt-Audit des BSI, über den wir gestern berichtet hatten, stammte von den Firmen Sirrix - heute Rohde und Schwarz - und Escrypt. Sirrix entwickelte daraufhin einen Fork namens TrustedDisk, der als Open Source veröffentlicht werden sollte - was nie passiert ist.
Update Ein Positionspapier der SPD-Bundestagsfraktion will chinesische Hersteller komplett vom 5G-Ausbau ausschließen. Doch das würde in der Konsequenz bedeuten, alle Mobilfunknetze in Deutschland weitgehend neu aufzubauen.
Mehrere Jahre lang haben ein ehemaliger IT-Administrator und seine Freunde mit Insiderinformationen Profite im Aktienhandel gemacht. Mit Codewörtern und möglichst unauffälligen Bargeldabhebungen wollten sie ihren Betrug vertuschen - offensichtlich war das nicht unaufällig genug.
Immer mehr private Betreiber lassen ihre kostenlosen Parkplätze automatisch überwachen. Eine Videokontrolle oder Schrankensysteme gegen Dauerparker hält der BGH jedoch für nicht sinnvoll und erforderlich.
Die .org-Domain lasse sich mit dem aktuell bekannten Verkaufspreis nicht gewinnbringend betreiben. Das schreibt einer der aktuellen technischen Dienstleister. Dieser befürchtet deshalb Ausfälle und eine geringere Verfügbarkeit für .org.
Die CDU/CSU-Fraktion im Bundestag legt sich nicht auf einen Ausschluss von Huawei fest. Die US-Lobbyisten konnten jedoch nach bisherigem Stand eine vage Beschränkung von Huawei auf höchstens 30 Prozent im 5G-Funkzugangsnetz erreichen.
Der einstige Milliardär Gerhard Schmid ist mit seinem Startup Baas Business gescheitert. Seine einstige Firma Mobilcom ersteigerte im Sommer 2000 für 8,5 Milliarden Euro eine UMTS-Lizenz.
Die Deutsche Bahn hat 18.500 Kilometer Glasfaser, von der sie nur wenige Fasern selbst nutzt. Das wird nun dem Breitbandausbau angeboten. Doch von einem Ausbau der gesamten 33.400 Kilometer Schienentrassen mit Glasfaser ist keine Rede mehr.
Die Uni Gießen hat sämtliche Passwörter von Studenten und Mitarbeitern zurücksetzen müssen. Die Hintergründe des mutmaßlichen Hackerangriffs sind weiter unklar.
In der Lausitz entsteht in den kommenden Jahren ein Reallabor für die Energiewende. Dort soll eine Anlage gebaut werden, die Windstrom in Form von Wasserstoff speichert. Der Wasserstoff soll als Treibstoff für Brennstoffzellenautos, aber auch zur Erzeugung von Strom eingesetzt werden.
Campusnetze könnten in Deutschland ein Bereich sein, den Huawei trotz eines Ausschlusses vom 5G-Markt weiter besetzen könnte. Einzelne Abgeordnete geben nicht auf.
Die Bundesregierung verteidigt ihre Pläne zum Zugriff auf Passwörter für Ermittler. Die soll nur "im Einzelfall" vorkommen. Der IT-Verband Eco warnt vor einem "großen Lauschangriff im Netz".
Die chinesische Regierung will bei einem Ausschluss von Huawei beim 5G-Aufbau "nicht tatenlos zuschauen". Indirekt droht Chinas Botschafter mit Konsequenzen für die Autoindustrie.
Update Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat im Jahr 2010 eine umfangreiche Analyse der Verschlüsselungssoftware Truecrypt erstellen lassen. Die Ergebnisse landeten in der Schublade, die Öffentlichkeit wurde über die zahlreichen gefundenen Sicherheitsrisiken nicht informiert.
Update The German Federal Office for Information Security has created a detailed analysis of the software Truecrypt in 2010. The results ended up in the drawer, the public was not informed about the found security risks.
In einer kleinen sächsischen Gemeinde bauen Telekom und Vodafone dicht nebeneinander Mobilfunkanlagen, um ein Funkloch zu schließen. Die Absprache hat irgendwie nicht funktioniert.
28 Tatverdächtige aus Deutschland konnte die Polizei ermitteln und deren Wohnungen durchsuchen. Sie sollen Falschgeld im Darknet oder per Messenger erstanden haben. Die Polizei war über ein vorausgegangenes Verfahren auf sie aufmerksam geworden.
Die Bundesregierung will Ermittlern den Zugriff auf Nutzerdaten bei Internetdiensten wie Mail-Anbieter, Foren oder sozialen Medien erleichtern. Die IT-Branche und die Opposition sehen einen "Albtraum für die IT-Sicherheit".
Nach dem Diebstahl von Festplatten mit unverschlüsselten Gehaltsabrechnungen und persönlichen Daten hat sich Facebook laut einem Medienbericht offenbar sehr viel Zeit gelassen, die betroffenen Mitarbeiter zu informieren.
Bundesbehörden haben mehrere Millionen Euro für eigene Apps ausgegeben. Der Bundesrechnungshof will diese abschalten lassen, wenn der Betrieb weitere Kosten verursacht.
Gegen die gewollte Obsoleszenz sollen Hersteller Bauanleitungen der Allgemeinheit zur Verfügung stellen. Das fordern die Grünen im Bundestag. So sollten Nutzer Ersatzteile zum Beispiel mit dem 3D-Drucker selbst herstellen können. Auf Reparaturdienstleistungen soll der reduzierte Mehrwertsteuersatz erhoben werden.
Der CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen verbündet sich mit einzelnen SPD-Abgeordneten gegen Huawei und Bundeskanzlerin Merkel. Ob das Erfolg hat, ist noch offen.
Update Russische Ermittler haben offenbar wegen angeblicher Urheberrechtsverletzungen durch den Gründer die Büros der Nginx-Entwickler durchsucht. Offizielle Informationen dazu gibt es derzeit aber nur wenige.
"Easy Money" ist Englisch für leicht verdientes Geld. Ein O2-Kunde nahm das so wörtlich, dass es dem Mobilfunkbetreiber Telefónica zu teuer wurde. Ein Gericht hat nun entschieden: Der Netzbetreiber muss zahlen.
Telefónica Deutschland betont in einem nicht öffentlichen Positionspapier zu Huawei an den Bundestag, dass weder Netzbetreibern noch dem Bund Risiken durch das chinesische Unternehmen bekannt seien. Die anderen Mobilfunkausrüster fielen bei Forschung und Entwicklung hinter Huawei zurück.
Der papierlose Bon soll per E-Mail, über Kundenkonten oder NFC auf das Mobiltelefon gesendet werden. Damit würde die Bon-Ausgabepflicht ab dem 1. Januar 2020 entschärft und ein neuer Müllberg vermieden.
Der Anspruch auf eine private Lademöglichkeit ist ein entscheidendes Kaufkriterium bei Elektroautos. Doch der dazu angekündigte Gesetzentwurf wird in diesem Jahr wohl nicht mehr veröffentlicht.
Ein Ausschluss von Huawei vom Aufbau des 5G-Netzes bedeutet nach Darstellung des Vodafone-Sicherheitschefs jahrelange Verzögerungen für die Provider. Zudem benötigten die Geräte der Konkurrenz deutlich mehr Strom.
Europa verschwendet mit der Sicherheitsdebatte um Huawei und 5G laut dem Vodafone-Chef kostbare Zeit. Das nützt am Ende nur den USA sowie China und behindert den Netzausbau in Europa.
Ermittler sollten in Österreich heimlich in eine Wohnung eindringen dürfen, um einen Bundestrojaner zu installieren. Diese Praxis sowie die Überwachung von Autofahrern wurden nun vor Gericht gestoppt.
Das Portal Berlin.de verbindet Tracking und einen Termin beim Einwohnermeldeamt, Privates und Staatliches. Die neuen Eigentümer nennen es einen "Schatz", die Datenschutzbeauftragte "absolut inakzeptabel".
Der Streit um ein Gutachten zu den Auswirkungen des Herbizids Glyphosat entwickelt sich zum Präzedenzfall für den Umgang mit staatlichen Dokumenten und dem Urheberrecht. Wikimedia Deutschland und mehrere Journalistenverbände fordern eine Gesetzesänderung.
Äußerlich unterscheidet es nicht viel von einem sauberen Android 10 - nur die Google-Apps fehlen. Doch im Inneren von GrapheneOS stecken einige Sicherheitsfunktionen. Wir haben den Nachfolger von Copperhead OS ausprobiert.
/118Kommentare/Ein Test von Moritz Tremmel und Sebastian Grüner