• IT-Karriere:
  • Services:

5G: Anti-Dumping-Verfahren in EU gegen Huawei möglich

In China haben Ericsson und Nokia kaum Verträge für 5G-Ausrüstung erhalten. Dagegen könnte die EU-Kommission vorgehen, aber das ist noch nicht sicher.

Artikel veröffentlicht am ,
Huawei baut 5G-Netze
Huawei baut 5G-Netze (Bild: Huawei)

Dem chinesischen Mobilfunkausrüster Huawei könnte ein Wettbewerbsverfahren in der EU drohen. "Nachdem europäische Anbieter bei der aktuellen Ausschreibung für das 5G-Netz in China kaum zum Zug gekommen sind, erwägt die EU-Kommission ein Anti-Dumping-Verfahren gegen chinesische Anbieter wie Huawei und ZTE", heißt es laut Informationen der Wirtschaftswoche in EU-Kreisen. Allerdings warte die EU-Kommission auf eine offizielle Beschwerde der betroffenen Unternehmen.

Stellenmarkt
  1. Scheer GmbH, Saarbrücken
  2. KION Group AG, Frankfurt am Main

Ericssons Marktanteil in China ist nach Angaben von Analysten der Crédit Suisse auf vier Prozent geschrumpft. China hat jüngst mit der Auftragsvergabe für 40 chinesische Städte begonnen. Huawei soll laut Industriekreisen in 37 Städten beteiligt sein, Ericsson in fünf und Nokia in zwei. Huawei ist in den USA dagegen komplett vom Markt für Mobilfunkausrüstung ausgeschlossen, bisher waren lokale Netzbetreiber eine Ausnahme.

Huawei weltweit weiter führend

Huawei hat weltweit derzeit 50 kommerzielle 5G-Verträge und 150.000 ausgelieferte Basisstationen und ist damit weltweit führend. Die Lieferungen gehen an Länder wie Südkorea, Finnland, die Schweiz und Großbritannien. Nokia und Ericsson belegen mit 30 beziehungsweise 18 Verträgen den zweiten und dritten Platz.

ZTE gab in dieser Woche bekannt, dass das Unternehmen weltweit 25 kommerzielle Verträge zu 5G abgeschlossen habe. Hier ist unklar, ob Netzausrüstung und Smartphone vermischt werden.

In China laufen im Jahr 2019 weitere Versuche mit 5G von Regierung und Netzbetreibern, 2020 folgt die Einführung im größeren Maßstab.

Huawei steht im Zentrum der Angriffe durch die US-Regierung. Hintergrund ist der eskalierende Handelskrieg zwischen den beiden führenden Wirtschaftsmächten.

Chinas größter Mobilfunkbetreiber China Mobile hat laut einem Bericht der South China Morning Post die Hälfte seiner 5G-Netzwerkausrüstungsaufträge an Huawei vergeben. Die Zeitung beruft sich auf Stellungnahmen von China Mobile. Hier geht es aber um Core-Ausrüstung im Vermittlungsnetz, nicht um Radio (Mobilfunkstationen). Der Core hat bei LTE einen Umsatzanteil von 10 bis 20 Prozent, hier können sich bei 5G Änderungen ergeben.

Die Core-Komponenten sind MME/SGSN und SAE-GW/GGSN. MME/SGSN-Ausrüstung steht für Mobility Management Entity/ Serving GPRS Support Node. SAE-GW/GGSN bedeutet System Architecture Evolution-Gateway und steht für das Signalisierungssystem GGSN (Gateway GPRS Support Node) zur Anbindung des Mobilfunknetzes an das Internet.

Huawei wird 49 Prozent bei MME/SGSN und 54 Prozent von SAE-GW/GGSN liefern.

Ericsson und Nokia verbuchten 34 Prozent beziehungsweise 12 Prozent der Aufträge für MME/SGSN und 34 Prozent beziehungsweise 9 Prozent an SAE-GW/GGSN.

ZTE erhielt 5 Prozent bei MME/SGSN und 3 Prozent der GW/GGSN-Aufträge.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)
  2. täglich neue Deals bei Alternate.de

Prokopfverbrauch 30. Jun 2019

Was sollen diese Daten darstellen? Deutschland importiert mittlerweile mehr von China als...

wonoscho 30. Jun 2019

+1

bplhkp 30. Jun 2019

Die Europäische Kommission hat die Aufgabe, europäische Unternehmen vor Diskriminierung...

Sinnfrei 29. Jun 2019

Weil nichts ist schöner als sich zum Komplizen des US-Wirtschaftskrieges zu machen?


Folgen Sie uns
       


Motorola Razr (2019) - Hands on

Das neue Motorola Razr lässt sich wie das alte Razr V3 zusammenklappen - das Display ist allerdings faltbar und geht über die gesamte Innenfläche des Smartphones.

Motorola Razr (2019) - Hands on Video aufrufen
Sicherheitslücken: Microsoft-Parkhäuser ungeschützt im Internet
Sicherheitslücken
Microsoft-Parkhäuser ungeschützt im Internet

Eigentlich sollte die Parkhaussteuerung nicht aus dem Internet erreichbar sein. Doch auf die Parkhäuser am Microsoft-Hauptsitz in Redmond konnten wir problemlos zugreifen. Nicht das einzige Sicherheitsproblem auf dem Parkhaus-Server.
Von Moritz Tremmel

  1. Office 365 Microsoft testet Werbebanner in Wordpad für Windows 10
  2. Application Inspector Microsoft legt Werkzeug zur Code-Analyse offen
  3. Support-Ende Neben Windows 7 ist jetzt auch Server 2008 unsicher

Lovot im Hands-on: Knuddeliger geht ein Roboter kaum
Lovot im Hands-on
Knuddeliger geht ein Roboter kaum

CES 2020 Lovot ist ein Kofferwort aus Love und Robot: Der knuffige japanische Roboter soll positive Emotionen auslösen - und tut das auch. Selten haben wir so oft "Ohhhhhhh!" gehört.
Ein Hands on von Tobias Költzsch

  1. Orcam Hear Die Audiobrille für Hörgeschädigte
  2. Viola angeschaut Cherry präsentiert preiswerten mechanischen Switch
  3. Consumer Electronics Show Die Konzept-Messe

Kailh-Box-Switches im Test: Besser und lauter geht ein klickender Switch kaum
Kailh-Box-Switches im Test
Besser und lauter geht ein klickender Switch kaum

Wer klickende Tastatur-Switches mag, wird die dunkelblauen Kailh-Box-Schalter lieben: Eine eingebaute Stahlfeder sorgt für zwei satte Klicks pro Anschlag. Im Test merken unsere Finger aber schnell den hohen taktilen Widerstand.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Keychron K6 Kompakte drahtlose Tastatur mit austauschbaren Switches
  2. Charachorder Schneller tippen als die Tastatur erlaubt
  3. Brydge+ iPad-Tastatur mit Multi-Touch-Trackpad

    •  /