BVG: Berlins neue E-Busse sind teuer

Einem Medienbericht zufolge gibt das Land Berlin rund 18 Millionen Euro für die Beschaffung neuer Busse mit Elektroantrieb aus, die von zwei Herstellern kommen. Die Kosten sind damit noch immer sehr hoch. Kritisiert wird zudem die Umweltbilanz.

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Berlin bekommt unter anderem elektrische Citaro-Busse.
Berlin bekommt unter anderem elektrische Citaro-Busse. (Bild: Daimler)

Berlins neue E-Busse kosten rund 600.000 Euro je Fahrzeug, das berichtet die Berliner Morgenpost. Das sind immer noch recht hohe Preise und eines der Hauptprobleme bei der Beschaffung. Die Anfangsinvestitionen sind sehr hoch. Die Preise sind zudem kaum gesunken. 2016, als sich Berlin und Hamburg dazu verständigten, gemeinsam über die Masse mehr Fahrzeuge zu kaufen, lag der Preis noch bei 700.000 Euro pro Stück. Das sind typischerweise 12-Meter-Busse in Eindecker-Ausführung.

Inhalt:
  1. BVG: Berlins neue E-Busse sind teuer
  2. Optimierungspotenzial ist vorhanden

Zum Vergleich: Ein Dieselbus kostet je nach Ausstattung um die 300.000 Euro. An Doppeldecker ist bisher kaum zu denken, auch wenn Hyundai kürzlich einen interessanten elektrischen Stadtbus mit hoher Reichweite präsentiert hat. Auch bei Gelenkbussen wird es langsam interessant. So hat Volvo erste Modelle vorgestellt und die BVG hat bei Solaris bereits erste Urbino 18 geordert.

Nicht eingerechnet sind dabei noch die Investitionskosten für die Ladeinfrastruktur. Während Dieselbusse auf Investitionen der vergangenen Jahrzehnte setzen können, braucht es für die neue Technik erst einmal viel Geld. Genaue Zahlen nannte die BVG der Morgenpost aus vergaberechtlichen Gründen noch nicht. Bei der Beschaffung der Busse ist hingegen die Einspruchsfrist abgelaufen, so dass das Landesunternehmen die Zahlen nennen kann. Sowohl Solaris (Urbino) als auch Evo-Bus (Daimler, Citaro) liefern in diesem Paket jeweils 15 Fahrzeuge.

Derweil kritisiert die in der Politik stark beachtete Morgenpost die Anschaffung der E-Busse scharf. Vor allem die Beschaffung der Akkus mit Auswirkungen auf Umwelt und indigene Völker in Abbaugebieten von Rohstoffen sind ein Problem. Dazu kommt ein hoher Kohlendioxid-Ausstoß bei der Erzeugung der Akkus. Basierend auf Tesla-Model-S-Berechnungen des schwedischen IVL-Instituts muss ein Fahrzeug acht Jahre lang im Betrieb sein, damit sich das lohnt. Das lässt sich aber nicht auf Busse übertragen.

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B.I.G 27. Jun 2019

Plus nach den 4 Jahren kann er durch geringeren Energieeinsatz recycled werden, es...

schily 27. Jun 2019

Ja, die BVG verbraucht 1/3 allen Diesels, der in Berlin verbrannt wird. Darum ist der...

phade 27. Jun 2019

Beim Fairphone gucken die Macher ja hin, wie, wo und womit und mit welchen Umweltschäden...

Phonehoppy 26. Jun 2019

Die Studie, die im Artikel zitiert wird, und die eine positive Ökobilanz von E-Autos erst...



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