5G Security: Nokia distanziert sich von Huawei-Warnung des Technikchefs

Der Chief Technology Officer von Nokia hat in einem Interview die Sicherheit des Konkurrenten Huawei kritisiert. Davon hat sich Nokia öffentlich distanziert, was sehr ungewöhnlich ist.

Artikel veröffentlicht am , /
Nokia Chief Technology Officer Marcus Weldon
Nokia Chief Technology Officer Marcus Weldon (Bild: Nokia)

Nokia hat sich von Äußerungen seines Technikchefs Marcus Weldon über Sicherheitslücken bei dem Konkurrenten Huawei distanziert. Der Chief Technology Officer von Nokia hatte der BBC gesagt, dass Großbritannien bei der Verwendung chinesischer Hardware vorsichtig sein solle. Huaweis Netzausrüstung habe Schwachstellen, die ein Risiko für 5G-Netze darstellten.

Stellenmarkt
  1. Anwendungsmanagerin / Anwendungsmanager (w/m/d) in der zentralen Abrechnung mit SAP HCM
    Informationstechnikzentrum Bund (ITZBund), Bonn
  2. HR Operations Specialist (m/w/d)
    Techtronic Industries Central Europe GmbH, Hilden
Detailsuche

Er bezog sich dabei auf einen Bericht der US-Firma Finite State, in dem Schwachstellen in Huawei-Netzausrüstung für Unternehmen beschrieben wurden. "In nahezu allen von uns untersuchten Kategorien haben wir festgestellt, dass Huawei-Ausrüstung weniger sicher ist als vergleichbare Geräte anderer Anbieter", heißt es in dem Bericht. Auch in aktuellen Firmware-Images fanden die Sicherheitsforscher stark veraltete Komponenten, darunter für die Sicherheitslücke Heartbleed anfällige OpenSSL-Versionen.

Beispielsweise enthielt eine im November 2018 veröffentlichte Firmware eine OpenSSL-Version aus dem Jahr 2010. Veraltete Softwarekomponenten sind bei Routern allerdings keine Seltenheit und nicht auf Huawei beschränkt: Eine Studie des American Consumer Institute fand in fünf von sechs Routern bekannte Sicherheitslücken. Finite State ist selbst Anbieter von IoT-Firmware und konkurriert mit Huawei.

Weldon unterstellt Absicht

Weldon sagte der BBC: "Ehrlich gesagt scheint einiges nur Schlamperei zu sein, wenn sie keine Patches oder Upgrades installiert haben. Einiges ist jedoch eine echte Verschleierung, bei der sie es so aussehen lassen, als ob sie eine sichere Version haben, was aber nicht stimmt."

Golem Karrierewelt
  1. ITIL 4® Foundation: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    30./31.01.2023, virtuell
  2. Adobe Photoshop für Social-Media-Anwendungen: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    22./23.02.2023, virtuell
Weitere IT-Trainings

In einer Erklärung, die nach der Veröffentlichung der BBC herausgegeben wurde, betonte das finnische Unternehmen, dass Weldons Kommentare "nicht die offizielle Position von Nokia widerspiegeln". Nokia konzentriere sich auf die "Integrität seiner eigenen Produkte und Dienstleistungen und hat keine eigene Einschätzung möglicher Schwachstellen im Zusammenhang mit Wettbewerbern".

Die britische Regierung hatte Huawei bereits im März 2019 anhaltende Probleme mit der Software vorgeworfen, was zu erhöhten Risiken für britische Netzbetreiber führe.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Nutzerfreundlichkeit und Datenschutz
Fünf All-in-One-Messenger im Vergleichstest

Ständiges Wechseln zwischen Messenger-Apps ist lästig. All-in-One-Messenger versprechen, dieses Problem zu lösen. Wir haben fünf von ihnen getestet und große Unterschiede bei Bedienbarkeit und Datenschutz festgestellt.
Ein Test von Leo Dessani

Nutzerfreundlichkeit und Datenschutz: Fünf All-in-One-Messenger im Vergleichstest
Artikel
  1. Wirtschaft: Halbleiter-Stopp für China durch westliche Allianz
    Wirtschaft
    Halbleiter-Stopp für China durch westliche Allianz

    Dank westlicher Technologien kann China die Produktion von Halbleitern ausbauen. Das will eine Staatenallianz verhindern.

  2. Morgan Stanley: Bank reicht Whatsapp-Millionen-Strafe an Angestellte weiter
    Morgan Stanley
    Bank reicht Whatsapp-Millionen-Strafe an Angestellte weiter

    Wegen der Nutzung von Whatsapp hatten Finanzregulatoren 2022 mehrere Banken mit hohen Strafen belegt.

  3. Liberty-Germany-Pleite: Glasfaserausbau trotz Zusage nicht mehr sicher
    Liberty-Germany-Pleite
    Glasfaserausbau trotz Zusage nicht mehr sicher

    "Hello Fiber bringt Glasfaser in deine Gemeinde", lautete der Werbespruch von Liberty. Kann man kleineren FTTH-Anbietern nach der Pleite noch trauen?
    Von Achim Sawall

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • XFX RX 7900 XTX 1.199€ • WSV bei MM • Razer Viper V2 Pro 119,99€ • MindStar: XFX RX 6950 XT 799€, MSI RTX 4090 1.889€ • Epos Sennheiser Game One -55% • RAM/Graka-Preisrutsch • Razer Gaming-Stuhl -41% • 3D-Drucker 249€ • Kingston SSD 1TB 49€ • Asus RTX 4080 1.399€[Werbung]
    •  /