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Podcast Besser Wissen : Die rätselhafte deutsche CPU

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Was der CP3-F im Jahr 1970 konnte und warum er in Vergessenheit geriet, besprechen wir im aktuellen Podcast .
/ Martin Wolf
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Die CP3-F auf einem Board von Bernhard Köglmeier (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Die CP3-F auf einem Board von Bernhard Köglmeier Bild: Martin Wolf/Golem.de

Rechenmaschinen funktionierten in den 1960er Jahren noch mechanisch, aber umtriebige Ingenieure bei der zu Olympia(öffnet im neuen Fenster) gehörenden Brunsviga Maschinenwerke AG(öffnet im neuen Fenster) sahen einen zukünftigen Markt in der elektronischen Datenverarbeitung. Sie begannen, ein transistorbasiertes Rechensystem zu entwickeln. Es umfasste neben einem neuartigen Zeilendrucker(öffnet im neuen Fenster) eine Rechen- und Steuerungseinheit in Form eines Schreibtisches, die nicht wie sonst üblich den gesamten Raum füllte.

1962 präsentierte Olympia das Omega 203 getaufte Projekt auf der Interdata in München. Trotz großen Interesses wurde das Projekt jedoch gestoppt.

Nach zehn Jahren ein neuer Versuch

Zehn Jahre später wurde ein weiterer Anlauf unternommen. Junge Fachkräfte aus den Zuse-Labors(öffnet im neuen Fenster) wurden bei Brunsviga eingestellt, um an einer zentralen Recheneinheit zu forschen. Unter ihnen war auch Jürgen Sorgenfrei, der eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung des ersten deutschen Mikroprozessors spielte.

Das CP3-F genannte System bestand aus vier Bausteinen und benötigte nur zwei weitere integrierte Schaltkreise, um zu einem vollständigen kaufmännischen Rechner mit Anzeige oder Druckwerk zu werden.

Die CP3-F bleibt in der Nische

Der fast gleichzeitig mit der deutschen CPU erschienene Intel 8008 benötigte deutlich mehr Bauteile, um einsatzfähig zu sein. Trotzdem konnte sich die CP3-F nicht etablieren. Warum sie ein Nischendasein fristete und welche Irrwege sie in die USA führten, besprechen wir im Podcast mit Bernhard Köglmeier, der in seiner Freizeit Technik und Geschichte eines einzigartigen Chips erforscht(öffnet im neuen Fenster) .

Shownotes:

Korrekturen:

- Es ist natürlich das Heinz Nixdorf Museumsforum(öffnet im neuen Fenster)

- Die CP3-F Entwickler sind: Jürgen Sorgenfrei und Gerald Weber (nicht Wagner)

- CP steht für Calculator Printer (nicht Control Prozessor)

- Das F in CP3-F steht wahrscheinlich für "Fritze Firnig" (der Entwicklungsleiter).

Bernhards Seite(öffnet im neuen Fenster)

Kurzer Abriss zur CP3-F(öffnet im neuen Fenster)

Martins Artikel zur CP3-F

Die Geschichte von Intels erster CPU

Der Forenbeitrag bei Classic Computing(öffnet im neuen Fenster)

Der Thread bei Mikrocontroller.net(öffnet im neuen Fenster)

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