• IT-Karriere:
  • Services:

Bundesverband E-Mobilität: Autogipfel als "unerträgliche Farce" kritisiert

Der Bundesverband E-Mobilität sieht bei Bundesregierung und Autoindustrie nur "simulierte Reformbereitschaft". Notwendig sei stattdessen ein "großer Wurf" mit der Abschaffung von Diesel-Subventionen.

Artikel veröffentlicht am ,
Der Diesel-Kraftstoff sollte laut BEM nicht mehr subventioniert werden.
Der Diesel-Kraftstoff sollte laut BEM nicht mehr subventioniert werden. (Bild: Michael Dalder/Reuters)

Der Bundesverband E-Mobilität (BEM) hat die Ergebnisses des jüngsten Autogipfels scharf kritisiert. Das Treffen zwischen Bundesregierung und Autobranche sei eine "unerträgliche Farce" gewesen, sagte BEM-Präsident Kurt Sigl am 27. Juni 2019. Er warf den Teilnehmern eine "simulierte Reformbereitschaft" vor. "Seit zehn Jahren beraten die Nationalen Plattformen zur Mobilität, wie wir eine deutsche Industriestruktur zum Wohle des Landes reformieren und jetzt stellen alle gemeinsam fest, dass wir passende Steckdosen benötigen", sagte Sigl. Für ihn ist es "schwer vorstellbar, dass sich mit der bestehenden Besetzung ein konstruktiver Reformweg herausbildet".

Stellenmarkt
  1. Sky Deutschland GmbH, Unterföhring bei München
  2. Schwarz Dienstleistung KG, Raum Neckarsulm

Nach Ansicht des Verbands ist nun ein "großer Wurf" erforderlich. Dazu gehöre "das Ende der Diesel-Subventionen". Das Geld, das dem Staat bislang durch die niedrigere Besteuerung im Vergleich zu Benzin verloren geht, solle jedoch nicht zwangsläufig für Kaufprämien ausgegeben, sondern könnte für den Umbau der Infrastruktur und eine ökologische Verkehrssteuerung eingesetzt werden. Dies müsse möglichst bald geschehen, wenn Deutschland die Konsumenten für die Technologie begeistern und die Klimaziele erreichen wolle. Andernfalls drohten in den nächsten Jahren ungeahnte Umweltauflagen und wirtschaftliche Rückschläge.

Auf dem Treffen am Montagabend wurden keine konkreten Beschlüsse gefasst. Es wurde lediglich vereinbart, einen "Masterplan" für eine bessere Ladeinfrastruktur zu entwickeln. Finanzielle Zusagen gab es nicht. "Wir haben keine Zusagen bekommen. Wir haben auch keine Versprechen gemacht, sondern es ging darum, dass wir uns darauf verständigt haben, jetzt an einem Masterplan Ladeinfrastruktur für die Zukunft zu arbeiten", hatte der Präsident des Verbands der Automobilindustrie (VDA), Bernhard Mattes, anschließend gesagt.

Auch aus der Autoindustrie gab es bereits die Forderung, den Verkauf von Dieselkraftstoff im Vergleich zu Benzin nicht mehr steuerlich zu begünstigen. "Wenn der Umstieg auf umweltschonende E-Autos gelingen soll, kann der Verbrennungsmotor Diesel nicht auf alle Zeiten weiter wie bisher subventioniert werden. Schrittweise sollte eine Umschichtung der Steuererleichterungen erfolgen, das Geld könnte sinnvoller in die Förderung umweltschonender Antriebstechniken investiert werden", hatte der damalige VW-Chef Matthias Müller im Dezember 2017 gesagt. Dem Fiskus gehen durch die Subventionen jährlich fast zehn Milliarden Euro verloren.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. (u. a. 860 Evo 500 GB SSD für 74,00€, Portable T5 500 GB SSD 86,00€, Evo Select microSDXC 128...
  2. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)

E-Mover 30. Jun 2019

Das finde ich auch: Für die 753 Wasserstoffautos in Deutschland sollte endlich mal eine...

cpt.dirk 29. Jun 2019

Nun, die Gegenvision, eine Versteppung und Verwüstung, bzw. Überflutung großer Gebiete...

Captain 28. Jun 2019

So isset...

AllDayPiano 28. Jun 2019

Nichtmal Vertragswerkstätten. Wenn man sich die Videos von Redhead Zylinderkopftechnik...

486dx4-160 27. Jun 2019

Ich werd nicht ganz schlau draus...soll der Staat deiner Meinung nach Diesel und Benzin...


Folgen Sie uns
       


Galaxy Fold im Test

Das Galaxy Fold ist Samsungs erstes Smartphone mit faltbarem Display. Die Technologie ist spannend, im Alltag nervt uns das ständige Auf- und Zuklappen aber etwas.

Galaxy Fold im Test Video aufrufen
Threadripper 3990X im Test: AMDs 64-kerniger Hammer
Threadripper 3990X im Test
AMDs 64-kerniger Hammer

Für 4.000 Euro ist der Ryzen Threadripper 3990X ein Spezialwerkzeug: Die 64-kernige CPU eignet sich exzellent für Rendering oder Video-Encoding, zumindest bei genügend RAM - wir benötigten teils 128 GByte.
Ein Test von Marc Sauter und Sebastian Grüner

  1. Ryzen Mobile 4000 (Renoir) Lasst die Ära der schrottigen AMD-Notebooks enden!
  2. HEDT-Prozessor 64-kerniger Threadripper schlägt 20.000-Dollar-Xeons
  3. Ryzen Mobile 4000 AMDs Renoir hat acht 7-nm-Kerne für Ultrabooks

Videostreaming: Was an Prime Video und Netflix nervt
Videostreaming
Was an Prime Video und Netflix nervt

Eine ständig anders sortierte Watchlist, ein automatisch startender Stream oder fehlende Markierungen für Aboinhalte: Oft sind es nur Kleinigkeiten, die den Spaß am Streaming vermiesen - eine Hassliste.
Ein IMHO von Ingo Pakalski

  1. WhatsOnFlix Smartphone-App für bessere Verwaltung der Netflix-Inhalte
  2. Netflix Staffel-2-Trailer zeigt Cyberpunk-Welt von Altered Carbon
  3. Videostreaming Netflix musste Night of the Living Dead entfernen

Frauen in der Technik: Von wegen keine Vorbilder!
Frauen in der Technik
Von wegen keine Vorbilder!

Technik, also auch Computertechnik, war schon immer ein männlich dominiertes Feld. Das heißt aber nicht, dass es in der Geschichte keine bedeutenden Programmiererinnen gab. Besonders das Militär zeigte reges Interesse an den Fähigkeiten von Frauen.
Von Valerie Lux

  1. Bewerber für IT-Jobs Unzureichend qualifiziert, zu wenig erfahren oder zu teuer
  2. Männer und Frauen in der IT Gibt es wirklich Chancengleichheit in Deutschland?
  3. HR-Analytics Weshalb Mitarbeiter kündigen

    •  /