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Huawei-Gründer: Zugeständnisse von Trump für Huawei ohne große Auswirkungen

Konzernchef Ren Zhengfei ist wenig begeistert von Trumps überraschender Ankündigung, den Boykott gegen Huawei zu lockern. Er setzt eher auf Unabhängigkeit von US-Technologie.

Artikel veröffentlicht am ,
Ren Zhengfei am 17. Juni in Shenzhen
Ren Zhengfei am 17. Juni in Shenzhen (Bild: Hector Retamal/AFP/Getty Images)

Laut Huawei-Gründer und Konzernchef Ren Zhengfei hat die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, den Boykott gegen das Unternehmen zu mildern, "wenig Bedeutung". Ren sagte der britischen Financial Times: "Die Aussagen von Präsident Trump sind gut für amerikanische Unternehmen. Huawei ist auch weiterhin bereit, Produkte von amerikanischen Unternehmen zu kaufen. Wir sehen jedoch keine großen Auswirkungen auf unseren derzeitigen Geschäftsbetrieb. Wir werden uns weiterhin darauf konzentrieren, unsere Arbeit richtig zu machen."

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Zuvor hatte Ren der Financial Times in einem Interview gesagt: "Wenn wir keine US-amerikanischen Komponenten verwenden dürfen, sind wir sehr zuversichtlich, Komponenten aus China und anderen Ländern verwenden zu können."

US-Präsident Donald Trump will bestimmte Lieferungen von US-Unternehmen an Huawei wieder zulassen, hatte er nach dem G20-Treffen in Japan bekanntgegeben. Larry Kudlow, ein führender Wirtschaftsberater des Weißen Hauses, stellte später klar, dass die Trump-Regierung keine "Generalamnestie" für Huawei in Betracht ziehe, sondern vielmehr mehr Exportlizenzen gewähren wolle als bisher. Trump ist für seine stark widersprüchlichen Aussagen bekannt.

Trump trifft Experten der Regierung

Trump wird laut Financial Times in den kommenden Tagen mit hochrangigen Security-Verantwortlichen der Regierung zusammentreffen, um zu erörtern, wie der Druck auf Huawei verringert werden kann.

Eine mit der Situation vertraute Person sagte der Zeitung: "Der NSC [National Security Council] wird so bald wie möglich dazu zusammenkommen und es wird wahrscheinlich einige Zeit dauern, bis man herausgefunden hat, wie man alles zusammenbekommt - Peking, die US-Industrie bis zu den China-Hardlinern in seiner eigenen Partei."

US-amerikanische Chiphersteller verkaufen weiter Produkte im Wert von Hunderten Millionen US-Dollar an Huawei. Intel oder Micron haben laut einem Bericht Wege gefunden, die Kennzeichnung von Waren als "Made in USA" zu vermeiden. Chips, die von US-Konzernen im Ausland hergestellt werden, fallen nicht immer in diese Kategorie.

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