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Veranstaltungstechniker: Bis 2030 braucht der Mobilfunk keine Frequenzen bei 600 MHz

Der Ruf nach dem Frequenzbereich von DVB-T2 und Veranstaltungstechnikern steht ganz oben auf der Wunschliste der Mobilfunk-Konzerne. Zu Unrecht, erklärt Torsten Gerpott, Professor für Telekommunikationswirtschaft.

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Funkmikrofone
Funkmikrofone (Bild: Bundesministerium des Innern)

In den nächsten 10 bis 12 Jahren brauche der Mobilfunk nicht das 600-MHz-Band, um die Versorgung sicherzustellen. Das sagte Torsten Gerpott, Professor für Telekommunikationswirtschaft an der Universität Duisburg-Essen, im Gespräch mit der Initiative SOS (Save Our Spectrum), in der sich Veranstaltungstechniker zusammengeschlossen haben. "Der Mobilfunk sollte zunächst, anders als bislang geschehen, in den 700- und 800 MHz-Bändern die bereits vergebenen Kapazitäten komplett nutzen. Dafür müssen noch viele Basisstationen umgerüstet sowie neue Standorte ausgewählt, ausgebaut, mit Glasfaser und Strom versorgt werden", forderte Gerpott.

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Der Druck für diesen Ausbau sei in der Vergangenheit nicht allzu hoch gewesen, weil man vor allem im ländlichen Raum auch mit anderen Frequenzbändern arbeiten konnte.

EU und Bundesregierung hätten dem terrestrischen Rundfunk und der Kreativ- und Kulturwirtschaft das 600 MHz-Band bis zum Jahr 2030 zur Nutzung versprochen und Gerpott sehe "keine Notwendigkeit, diese alten Zusagen über den Haufen zu werfen. Die Versprechungen können und müssen eingehalten werden".

Funklöcher wegen Profitgier

Es gebe so viele Funklöcher, weil die Mobilfunknetzbetreiber nicht dem Gemeinwohl verpflichtet, sondern privatwirtschaftlich tätige Unternehmen seien. "Bei Netzausbauentscheidungen orientieren sie sich nicht nur an Flächendeckungs-, sondern auch an Profitabilitätsaspekten", sagte Gerpott. In ländlichen Räumen rechne sich eine Versorgung oft nicht.

Zur Schließung von Funklöchern favorisiert Gerpott nach eigenen Angaben das Modell der "negativen Auktion". Schließt dabei ein Betreiber ein Funkloch, bekommt er dafür möglichst wenig Geld vom Bund. Die anderen Betreiber dürfen die Infrastruktur des Wettbewerbers durch nationales Roaming mitnutzen.

Im Frequenzspektrum zwischen 470 und 694 MHz wird DVB-T2 ausgestrahlt. Der Bereich ist bis Ende 2030 zugewiesen. In der Region 2, die den Kontinent Amerika bezeichnet, wird das 600-MHz-Band bereits für den Mobilfunk genutzt. Änderungen daran kann die ITU (International Telecommunication Union) im Jahr 2023 beschließen. Für die Weltfunkkonferenz im Jahr 2023, die WRC-23, wird bereits auf dem nächsten Treffen vom 28. Oktober bis zum 22. November 2019 im ägyptischen Sharm el-Sheikh die Richtung vorgegeben.



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Pecker 28. Jun 2019

Egal wie ich das Drehe und Wende, das macht wirklich absolut keinen Sinn. Funklöcher...

Pecker 28. Jun 2019

Klingt auch unrealistisch, niemand würde auf ländliche gebiete bieten. Warum, soll doch...


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