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Elektromobilität: Masterplan für mehrere Millionen Ladepunkte geplant

Der Autogipfel der Bundesregierung hat kaum konkrete Ergebnisse für die Elektromobilität gebracht. Nun soll ein "Masterplan" für die Ladeinfrastruktur das Kaufen von Elektroautos attraktiver machen.

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Das Aufladen von Elektroautos soll einfacher werden.
Das Aufladen von Elektroautos soll einfacher werden. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)

Bundesregierung und Autoindustrie wollen gemeinsam einen "Masterplan" für eine bessere Ladeinfrastruktur entwickeln. Um die Klimaschutzziele bis zum Jahr 2030 zu erreichen, "brauchen wir circa 100.000 Schnellladesäulen, circa eine Million öffentliche Ladepunkte und mehrere Millionen private Ladepunkte", sagte der Präsident des Verbands der Automobilindustrie (VDA), Bernhard Mattes, dem Deutschlandfunk. Auf dem sogenannten Autogipfel am Montagabend im Kanzleramt gab es jedoch keine konkreten Beschlüsse zum Ausbau der Elektromobilität. "Wir haben keine Zusagen bekommen. Wir haben auch keine Versprechen gemacht, sondern es ging darum, dass wir uns darauf verständigt haben, jetzt an einem Masterplan Ladeinfrastruktur für die Zukunft zu arbeiten", sagte Mattes.

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Hintergrund der Vereinbarung ist die Einschätzung von Regierung und Autobranche, dass die Akzeptanz von Elektroautos bislang auch deswegen so niedrig ist, weil es nicht genügend private und öffentliche Lademöglichkeiten gibt. "Der Kunde will natürlich sicher sein, wenn er ein elektrifiziertes Fahrzeug hat, er es auch laden kann, und zwar so, dass er immer damit unterwegs und mobil sein kann", sagte Mattes. Der VDA-Präsident appellierte dabei an die Politik, "gesetzliche Rahmenbedingungen zu verändern, zum Beispiel beim Wohnungseigentumsgesetz oder auch beim Mietrecht, so dass in Tiefgaragen von Mehrfamilienhäusern es leicht ist für den einzelnen Anwohner, dort eine Ladestation in der Tiefgarage zu errichten".

Energiewirtschaft fordert Mietrechtsanpassung

Darüber hinaus wünscht sich die Autoindustrie eine Förderung von Ladesäulen auf Parkplätzen von Supermärkten und Einkaufszentren. "Damit können wir sehr, sehr schnell Durchbrüche erzielen, so dass dann gar nicht mal vom Staat, sondern von Privaten oder auch von Unternehmen investiert wird in Ladeinfrastruktur", sagte Mattes.

Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) begrüßte die Ergebnisse des Treffens. Es sei erfreulich, "dass die Bundesregierung und auch die Automobilindustrie ihr Engagement beim Ausbau der öffentlichen Ladeinfrastruktur erhöhen wollen". Allerdings liegt nach Ansicht des BDEW der "stärkste Hebel" für den Umstieg auf Elektromobilität bei den Fahrzeugflotten und bei der Förderung privater Ladeinfrastruktur. "Vor allem die angekündigte Anpassung des Miet- und Wohnungseigentumsrechts muss schnellstens in die Tat umgesetzt werden", sagte BDEW-Hauptgeschäftsführer Stefan Kapferer. Dazu hatte die Bundesregierung im vergangenen Jahr eine Bund-Länder-Arbeitsgruppe ins Leben gerufen, deren Ergebnisse bis zu Sommerpause vorliegen sollten. Ein Referentenentwurf für eine Gesetzesänderung könnte noch bis Ende 2019 vorgelegt werden.

40 Milliarden Euro Investitionen

Der VDA wies jedoch den Vorwurf zurück, die deutsche Autoindustrie habe die Wende zur Elektromobilität verschlafen. Die Branche investiere in den kommenden drei Jahren "40 Milliarden alleine in die Elektromobilität, in neue Produkte", sagte Mattes und fügte hinzu: "Wir werden das Produktangebot verdreifachen. Die Reichweiten der Fahrzeuge werden deutlich höher werden - übrigens auch ein Kriterium für Akzeptanz beim Kunden."

Der Autohersteller BMW will angeblich die Pläne für die Produktion neuer Elektroautos beschleunigen. Statt bis zum Jahr 2025 sollen nun zwei Jahre früher 25 elektrifizierte Automodelle angeboten werden. Zudem soll BMW-Chef Harald Krüger das Ziel verkündet haben, jedes Jahr 30 Prozent mehr elektrifizierte Autos zu verkaufen. In einem Positionspapier hatte BMW zuvor gefordert, den Ladestrom für Elektroautos zu verbilligen. Wenn sich Elektroautos nicht besser verkauften, könnte die deutsche Autoindustrie die CO2-Vorgaben der EU nicht erreichen.

Im März 2019 hatte bereits Volkswagen in einem umfangreichen Maßnahmenkatalogdie stärkere Förderung der Elektromobilität von der Bundesregierung verlangt.

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E-Mover 26. Jun 2019

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E-Mover 26. Jun 2019

Vollkommen richtig +1 Ich würde noch ergänzen, dass eine Zapfsäule (inkl. der...

Phonehoppy 26. Jun 2019

Was da so schön als "Masterplan" verkauft wird, kommt erstens viel zu spät, zweitens sind...


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