Die Verlegerverbände behaupten, sie wollten mit dem Leistungsschutzrecht nicht die Wikipedia angreifen. Christoph Keese vom Axel-Springer-Konzern sieht aber Musterklagen mit Google kommen und warnt den Marktbeherrscher vor Delistings.
Es ist ein herber Rückschlag für Telekom-Chef René Obermann und seine rund 100 Lobbyisten: Die schwarz-gelbe Regierungskoalition will mit zum Teil drastischen Maßnahmen den Ausbau schneller Internetanschlüsse in ländlichen Regionen beschleunigen und keine Rücksicht mehr auf den Exmonopolisten nehmen.
Apple hat ein Verkaufsverbot für Samsungs Galaxy Nexus vor Gericht erstritten. Das Smartphone verletze unter anderem das Patent zur einheitlichen Suche in mehreren Quellen und das Patent zur Slide-to-Unlock-Funktion.
Julian Assange will der Aufforderung der britischen Polizei nicht nachkommen, sich den Behörden zu stellen. Er will in der ecuadorianischen Botschaft bleiben, bis über seinen Asylantrag entschieden wird.
Eine neue Obergrenze für das Datenroaming im Mobilfunk in der Europäischen Union tritt ab Juli 2012 in Kraft. "Die Roamingabzocke in der EU dürfte damit endgültig beendet sein", sagte Neelie Kroes.
Das Sozialgericht Düsseldorf geht nicht gegen die elektronische Gesundheitskarte vor. Der Versicherte bestimme selbst über die Informationen, die auf der Karte gespeichert würden.
Die Durchsuchung der Villa von Kim Dotcom war wegen Formfehlern illegal, hat der neuseeländische High Court geurteilt. Auch das heimliche Klonen der Festplatten des Megaupload-Gründers durch das FBI war ungesetzlich.
Seit Jahren vergeht fast kein Monat ohne neue Skandale um schlecht gesicherte Kundendaten im Internet. Am 28. Juni 2012 ist die Plenardebatte zur Stiftung Datenschutz im Deutschen Bundestag angesetzt. Doch das Ziel, Skandale um Kundendaten zu verhindern, sei aufgegeben worden, so die Kritiker.
Update Weltweit wurden gestern 24 mutmaßliche Cyberkriminelle verhaftet, darunter auch einer in Deutschland. Sie besorgten sich Kreditkartendaten mit Trojanern per Keylogger und Webcam. Einer der Verhafteten ist JoshTheGod, der der Hackergruppe UGNazi angehören soll.
Einer Studie der Boston University zufolge haben 2011 Klagen von sogenannten Patenttrollen in den USA 29 Milliarden US-Dollar gekostet. Das schade vor allem kleineren und mittleren Unternehmen, so die Forscher.
Im Kartellstreit zwischen Microsoft und der Europäischen Kommission hat das Gericht der Europäischen Union die Entscheidung der Kommission weitgehend bestätigt. Lediglich die Höhe der verhängten Geldstrafe wurde von 899 auf 860 Millionen Euro reduziert.
Samsung darf das Android-Tablet Galaxy Tab 10.1 vorerst nicht mehr in den USA verkaufen. Richterin Lucy Koh erließ auf Antrag von Apple eine entsprechende einstweilige Verfügung.
Die Freude währte nur kurz: Dropbox hat Boxopus den Zugang zu seinem API gesperrt. Dropbox spricht von der Anstiftung zur Urheberrechtsverletzung. Der ferngesteuerte Torrent-Download in die eigene Dropbox ist damit vorerst am Ende.
US-Verbraucherschützer fürchten, dass Google in seinen Roboterautos mehr Daten sammelt als für den Betrieb der Autos nötig. Die Gruppe Consumer Watchdog fordert deshalb, Datenschutz im kalifornischen Gesetz für Roboterautos zu verankern.
Da die Gema die Gema-Freiheit eines Liedstücks nicht bestätigen wollte, will die Gesellschaft nun Geld dafür haben. Die Musikpiraten finden das gut, denn sie erhoffen sich damit eine Klärung der Rechtslage.
Der Brite Richard O'Dwyer soll wegen des Betreibens von TVShack an die USA ausgeliefert werden. Dagegen spricht sich Jimmy Wales, Gründer der Wikipedia, in einer seiner seltenen politischen Interventionen aus.
Mit einer App für mobile Geräte sucht die Londoner Polizei nach mutmaßlichen Beteiligten an den Krawallen im Jahr 2011 sowie nach weiteren Verdächtigen. Die App enthält Fotos von Überwachungskameras. Nutzer sollen der Polizei jene melden, die sie darauf erkennen.
Die Lobby-Organisation Digitale Gesellschaft hat einen Gesetzentwurf veröffentlicht, mit dem das Problem der Störerhaftung gelöst werden soll. Das soll Rechtssicherheit bei der Mitnutzung von WLANs schaffen.
In Großbritannien haben zwei junge Männer zugegeben, dem Hackerkollektiv Lulzsec angehört zu haben. Gegen sie und zwei weitere Personen soll im April 2013 der Prozess eröffnet werden, unter anderem wegen DDoS-Angriffen.
Steve Wozniak verteidigt Megaupload und Kim Schmitz, der alles getan habe, um Urheberrechtsverletzungen zu verhindern. Das Vorgehen der US-Justiz gegen Dotcom sei eine Schande.
Die Gema nutzt die Diskussion um eine neue Gebührenstruktur für Diskotheken für einen Seitenhieb auf Youtube. Der Verwertungsverband meint, Youtube würde mit 20 bis 30 PR-Mitarbeitern gezielt für ein schlechtes Image der Gema sorgen.
Microsoft will Do-Not-Track beim Internet Explorer 10 als Standardeinstellung setzen. Das W3C lehnt das entschieden ab und besteht darauf, dass der Nutzer die Einstellung selbst vornimmt. Nun mischt sich die Europäische Kommission ein und wirbt dafür, Microsofts Weg im Standard zu erlauben.
Nach einer Anonymous-Attacke auf die Internetseiten der Gema durchsuchte das Bundeskriminalamt die Wohnungen von 106 Verdächtigen. Der Strafanwalt Udo Vetter hält das Vorgehen der Behörden für martialisch, überzogen und offenbar politisch motiviert.
Julian Assange verharrt weiterhin in der ecuadorianischen Botschaft. Er sei bereit, sich der Befragung der schwedischen Behörden zu stellen, wenn er die Garantie erhält, nicht an die USA ausgeliefert zu werden.
Update Mit der Applikation Paycardreader für Android lassen sich Informationen von Paypass-Karten von Mastercard und der Geldkarte der Sparkasse über NFC auslesen. Die Anwendung ist inzwischen aus Google Play entfernt worden.
Die Verwertungsgesellschaft Gema will ihre Gebühren reformieren und große Musikveranstaltungen um ein Vielfaches teurer machen. Im Netz formiert sich Protest.
Kim Schmitz hatte ein gemeinsames Treffen mit Apple-Mitbegründer Steve Wozniak. Dotcom nennt Woz einen tollen Kerl und Unterstützer der Bürgerrechtsorganisation Electronic Frontier Foundation (EFF).
Dorothee Bär sieht im Leistungsschutzrecht für Verlage ein deutsches Acta. "Eine sinnvolle Kommunikation über Kanäle wie Twitter wäre nicht mehr möglich."
Update Im Streit zwischen Motorola und Microsoft um mögliche Importverbote für Geräte beider Hersteller hat Motorola Microsoft ein Angebot unterbreitet. Demnach will Motorola weniger Geld für sein H.264-Patent verlangen und selbst für ein Activesync-Patent zahlen.
Intensiv wird darüber debattiert, dass eine Grundschule Kinder von einer Stunde mit einem Geschichtenerzähler ausschloss, weil keine Bilder von ihnen auf Facebook erscheinen durften. Die Schule hat daraus gelernt.
Der EU-Ausschuss für internationalen Handel (Inta) hat heute mit 19 zu 12 Stimmen gegen Acta gestimmt. Das Ergebnis gilt als richtungsweisend für die Abstimmung des gesamten EU-Parlaments am 4. Juli.
Ein weiterer führender Politiker der Piraten zieht sich von einem Parteiamt zurück: Martin Delius. Er wurde für einen unsäglichen Nazivergleich bekannt.
Sind Computerspieler Kunden der Anbieter, oder sind sie Bürger von Onlinewelten? Nach heftigem Protest gegen Blizzard stellt sich die Frage nach ihrem Selbstverständnis.
Das EU-Parlament wird am 4. Juli über Acta abstimmen. Morgen passiert das umstrittene Handelsabkommen den wichtigsten Ausschuss. Mehrere Organisationen appellieren darum an dessen Mitglieder.
Viele Eltern präsentieren die Bilder ihrer Kinder stolz bei Facebook. Andere Eltern wehren sich vehement dagegen. Eine Grundschule hat Kinder deswegen jetzt von einer Unterrichtsstunde ausgeschlossen.
Die Washington Post enthüllt aus hochrangigen US-Regierungs- und Geheimdienstkreisen, dass die Cyberwaffe Flame aus den USA und Israel stammt. Programmierer der NSA, der CIA und des israelischen Militärs schrieben den Cyberwar-Code.
Google beginnt nach zwei Monaten Wartezeit damit, den E-Mail-Dienst Google Mail für deutsche Nutzer wieder in Gmail umzubenennen. Das wurde möglich, weil Google wohl die deutschen Markenrechte für Gmail erhalten hat.
Die Bundesregierung will den Aufbau von Wasserstofftankstellen fördern. Ein dichteres Netz der alternativen Tankstellen gilt als Erfolgsfaktor für die Elektromobilität. Das geht aus dem Zwischenbericht der Nationalen Plattform Elektromobilität (NPE) hervor, der heute veröffentlicht wird.
Der Wikileaks-Gründer Julian Assange ist in die Botschaft von Ecuador in London geflüchtet. Er hat dort um politisches Asyl gebeten. Ihm droht die Auslieferung nach Schweden, wo ihm sexuelle Vergehen vorgeworfen werden.
Mit der Aktion "Freifunk statt Angst" will ein Berliner Verein nicht nur ein anonymes und offenes WLAN anbieten, sondern auch gegen Störerhaftung demonstrieren.
Bei einer Syn-Flood von Anonymous war es der Gema in der letzten Woche nicht gelungen, IP-Adressen aufzuzeichnen. Auch weil der Schaden gering war, gab es keine Strafanzeige der Verwertungsgesellschaft.
Vergeltungsschläge und Gegenangriffe gegen Cyberkriminelle werden häufiger zum Mittel der Wahl von angegriffenen Unternehmen. Standard-Antivirenprodukte haben sich gegen staatliche Cyberwaffen wie Flame als nutzlos erwiesen.
X-37B, ein von Boeing entwickeltes unbemanntes Raumfahrzeug, ist nach 469 Tagen im All zur Erde zurückgekehrt. Damit wollte die US-Luftwaffe die Fähigkeit für Langzeitmissionen des Raumfahrzeugs testen. Über dessen Nutzlast gab es wilde Spekulationen.
Datenschützer kritisieren den unzureichenden Datenschutz bei den Girogo-Karten der deutschen Sparkassen. Der Sparkassen- und Giroverband sieht darin keine Probleme. Mit den Girogo-Karten können Kunden per NFC drahtlos bezahlen.
Die Radio- und TV-Woche vom 18. bis 24. Juni ist umweltlastig: Atomkraft, Klima, Umweltgipfel, Städtebau, alles ist dabei. An den Geburtstag von Alan Turing wird auch noch erinnert.
Der Gesetzentwurf zum Urheberrecht sieht ein Leistungsschutzrecht für Presseverleger vor. Es könnte der Wikipedia Abmahnungen wegen Links auf Presseartikel einbringen, die die Überschrift der Nachrichten enthalten.
US-Behörden haben Anklage gegen einen Briten erhoben, der an Aktionen der Gruppe Lulzsec beteiligt gewesen sein soll. Der Mann soll an den Angriffen auf Sony, Fox und PBS beteiligt gewesen sein. Er steht in Großbritannien schon vor Gericht.
Das oberste Gericht Großbritanniens hat entschieden, dass das Verfahren um die Auslieferung des Wikileaks-Anführeres Julian Assange nicht neu aufgerollt wird. Damit ist die Auslieferung von Assange an Schweden endgültig.
Wegen der Startprobleme bei Diablo 3 und fehlender Informationen auf der Verpackung nehmen sich nun deutsche Verbraucherschützer Activision-Blizzard vor. Dem Spielepublisher ging eine Abmahnung zu.