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Daniel Domscheit-Berg ist aus dem CCC ausgeschlossen worden.
Daniel Domscheit-Berg ist aus dem CCC ausgeschlossen worden. (Bild: Sean Gallup / Getty Images)

Fehlstart von Openleaks

CCC schließt Domscheit-Berg aus

Daniel Domscheit-Berg ist aus dem CCC ausgeschlossen worden.
Daniel Domscheit-Berg ist aus dem CCC ausgeschlossen worden. (Bild: Sean Gallup / Getty Images)

Der Streit mit dem CCC ist eskaliert. Der CCC-Vorstand hat Daniel Domscheit-Berg ausgeschlossen. Er schade dem Ansehen des Hackervereins, hieß es zur Begründung. Mehrheitlich steht der CCC allerdings nicht hinter dem Ausschluss.

Der CCC-Vorstand hat Daniel Domscheit-Berg ausgeschlossen. Der Grund: Er schade dem Ansehen des Chaos Computer Clubs. Domscheit-Berg sagte, er werde weitermachen. Offensichtlich steht der CCC mehrheitlich nicht hinter dem Vorgehen. Intern werde über die Vorgehensweise und vor allem über den Ausschluss noch diskutiert, sagte ein Mitglied des CCC zu Golem.de. Ordnungsgemäß sei er nicht, da Domscheit-Berg im CCC Berlin e.V. und dort immer noch Mitglied sei. Allerdings gilt für die Mitglieder des CCC Berlin automatisch eine doppelte Mitgliedschaft im CCC.

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Der CCC begründet den Ausschluss damit, dass Domscheit-Berg den Eindruck erweckt habe, der CCC werde "eine Art Sicherheitsüberprüfung" für die Openleaks-Plattform durchführen. Damit nutze Domscheit-Berg den Ruf des Chaos Computer Clubs aus und schädige ihn, sagte CCC-Sprecher Andy Müller-Maguhn zu Spiegel-Online.

Die Entscheidung über den Ausschluss sei ihm gestern kurz vor Mitternacht schriftlich mitgeteilt worden, sagte Domscheit-Berg. Vier CCC-Mitglieder hätten ihm den Entschluss schriftlich überreicht. Es sei ihm aber egal, sagte er. Er verstehe nicht, warum er ausgeschlossen worden sei. Er habe zu dem Projekt auch viel positives Feedback erhalten. "Nicht jeder ist hier der Meinung des CCC-Vorstands." Zudem hatten sich auch CCC-Mitglieder zu dem Hacking-Workshop eingefunden, in dem die Plattform getestet werden sollte. "Das bedeutet keineswegs das Ende des Projekts,", erklärte Domscheit-Berg.

Fehlstart auf dem Hacker-Open-Air

Der Start der Openleaks-Plattform sollte spektakulär werden: Nach dem gut besuchten Vortrag von Daniel Domscheit-Berg am ersten Abend des Chaos Communication Camp 2011 sollten sich Hacker an den Servern der Plattform versuchen und eventuelle Sicherheitslücken aufdecken. Doch daraus wurde nichts. Erst mit zwei Tagen Verspätung ging die Testseite unter leaks.taz.de an den Start.

Die Vorwürfe der Intransparenz der Plattform standen bald im Vordergrund des Streits zwischen Openleaks und dem CCC. CCC-Vorstand Andy Müller-Maguhn kritisierte bereits während des Openleaks-Vortrags, dass nur die vollständige Offenlegung der Plattform zur Sicherheit beitragen werde. Domscheit-Berg sagte Golem.de: "Keiner der CCC-Leute, die uns kritisierten, waren hier in unserem Zelt und haben sich das Ganze angesehen."

Domscheit-Berg erklärte in einem Interview mit Golem.de, sein Team habe die Server nicht rechtzeitig einrichten können, denn Regenstürme hätten das große Zelt, in dem Technik untergebracht werden sollte, fast zerstört. Er habe erwartet, dass das Openleaks-Zelt von den Organisatoren geschützter in der Mitte der Zeltstadt platziert würde. Tatsächlich steht es am Rand, dort "wo der Regen und der Wind immer herkommt um diese Jahreszeit," beklagte er sich. Außerdem habe er erwartet, dass die Organisatoren einen Container für seine Server zur Verfügung stellen würden, das sei ebenfalls nicht geschehen.

Kritik des CCC

Mit zwei Tagen Verspätung, am Freitagvormittag, den 12. August 2011, ging die Plattform dann online. Wenig später fragte Golem.de bei Domscheit-Berg nach, wie viele Hacker sich bereits an der Plattform versucht hätten. "Das weiß ich nicht," antwortete Domscheit-Berg. Openleaks werde den Test aber um zwei Tage verlängern, bis Dienstag, sagte er. So lange wolle er noch vor Ort bleiben.

Inzwischen wurde Kritik seitens des CCC laut: "… es gibt kein CCC-Gütesiegel. Der CCC hat sich immer bemüht, das auch klar so zu kommunizieren," schreibt Felix von Leitner alias fefe in seinem Blog. "Und was der CCC auf keinen Fall zulassen wird, ist, dass Firmen oder Projekte damit werben, vom CCC getestet worden zu sein. Das ist die Basis, auf der die gesamte Glaubwürdigkeit des CCC ruht, und daher reagiert der CCC gerade so gereizt angesichts der Openleaks-auf-dem-Camp-getestet-Sache. Daniel weiß das auch und ich bin mir ziemlich sicher, dass er das der Presse auch nie so gesagt hat. So ist es aber offenbar angekommen und daher muss der CCC diesen Eindruck jetzt schnell und nachhaltig korrigieren."

Zuerst gefeiert, dann kritisiert 

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Plasma 16. Aug 2011

"Zickenterror" war das erste was mir dabei einfiel, schon beim vorigen Artikel zu diesem...

d333wd 16. Aug 2011

Richtig. Der Alte ist noch nicht ganz abgeschafft und schon wird an einem neuem...

Keridalspidialose 15. Aug 2011

Ich glaube viel eher dass er jetzt mit dem Ego von Müller-Maghun kollidiert ist. Und der...

samy 15. Aug 2011

Du meinst wohl -insurance-file-leaks und Egomane Assange?? Der will doch auch nur dass...

Gurumeditation87 15. Aug 2011

Seltsam. Funktioniert nicht so diese Art von Community? Jemand schafft die Grundlagen und...



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