Testlauf: Facebook warnt Minderjährige vor Partys
Facebook(öffnet im neuen Fenster) warnt künftig beim Erstellen einer Veranstaltung davor, diese öffentlich zu machen. Die Warnfunktion, die seit dem 11. August 2011 aktiv ist, richtet sich nur an minderjährige Nutzer des weltgrößten sozialen Netzwerks. Im Menü heißt es: "Du bist dabei eine öffentliche Veranstaltung zu erstellen. Alle Internetnutzer können die Details deiner Veranstaltung sehen. Jeder kann die Veranstaltung sehen und für sie zu/absagen."
Anfang Juni 2011 hatte eine Hamburger Jugendliche versehentlich über Facebook Tausende zu ihrem 16. Geburtstag eingeladen. Teile der 1.500 ungebetenen Gäste randalierten teilweise vor ihrem Elternhaus. 100 Polizisten rückten an. Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) hatte Ende Juli 2011 Facebook zum Handeln aufgefordert. "Netzwerke wie Facebook müssen hier zumindest das von ihrer Seite Mögliche tun, um Fehlbedienungen oder einen offensichtlichen Missbrauch zu verhindern. Das Thema ist in verschiedenen Bundesländern zu einem akuten Problem geworden". Die Einsätze von Polizisten bei Flashmob-Partys und die Einsatzkosten nähmen stark zu und lägen bereits im sechsstelligen Bereich.
Ein Facebook-Sprecher sagte Golem.de, dass die neuen Einstellungen für Veranstaltungen nur in Deutschland gelten."Wir werden nun versuchsweise für Minderjährige, die eine öffentliche Veranstaltung erstellen, eine zusätzliche Meldung anzeigen, die auf mögliche Konsequenzen aufmerksam macht. Ein auffälliger Hinweis wird bei den ersten beiden Malen angezeigt, wenn eine öffentliche Veranstaltung erstellt wird. Diese Änderung tritt ab sofort in Kraft. Wir werden die Auswirkungen des zusätzlichen Hinweises auswerten."
Facebook sei zuversichtlich, dass das Produkt im Allgemeinen gut funktioniere.
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