• IT-Karriere:
  • Services:

Wikileaks

Domscheit-Berg will Daten löschen

Im Streit um die bei Daniel Domscheit-Berg verbliebenen Wikileaks-Daten hat der Openleaks-Gründer jetzt angekündigt, sie unter notarieller Aufsicht löschen zu lassen. Er wolle damit die Quellen schützen, sagt er.

Artikel veröffentlicht am ,
Daniel Domscheit-Berg will die Wikileaks-Daten in seinem Besitz endgültig löschen.
Daniel Domscheit-Berg will die Wikileaks-Daten in seinem Besitz endgültig löschen. (Bild: Golem.de/Andreas Sebayang)

Der ehemalige Wikileaks-Sprecher will die von ihm auf einer Festplatte gesicherten Daten und die dazugehörigen Schlüssel endgültig löschen - unter Aufsicht seiner Mitstreiter, die dazu eidesstattliche Versicherungen abgeben wollen. Zunächst hatte es geheißen, es sollten nur die Zugangsschlüssel zu den Daten vernichtet werden - auch um Gerüchten vorzubeugen, Openleaks wolle die Dokumente später auf seiner Plattform veröffentlichen.

Stellenmarkt
  1. BG-Phoenics GmbH, München
  2. über duerenhoff GmbH, Raum Frankfurt

In seiner Biografie hatte der ehemalige Wikileaks-Aktivist geschrieben, er habe im September 2010 nach seinem Ausstieg als Sprecher der Whistleblower-Plattform eine Festplatte mit verschlüsselten Daten mitgenommen, da er deren Server für unsicher gehalten habe. Julian Assange habe ihm daraufhin mit einer Klage gedroht. Das Vorstandsmitglied des CCC, Andy Müller-Maguhn, habe versucht, die Übergabe zu vermitteln. Domscheit-Berg hatte damals versichert, ihm die Festplatte innerhalb von zwei Wochen zu übergeben. Nach fast einem Jahr behält Domscheit-Berg die Daten immer noch bei sich und Müller-Maguhn soll inzwischen sein Vermittlungsangebot zurückgezogen haben. Domscheit-Berg hatte mehrfach betont, er werde die Festplatte erst zurückgeben, wenn Wikileaks für die Sicherheit der darauf befindlichen Daten sorgen könne. Müller-Maguhn hatte das Ausschlussverfahren gegen Domscheit-Berg eingeleitet.

Vier Schlüssel

Nicht nur Domscheit-Berg, auch andere ehemalige Wikileaks-Aktivisten sind im Besitz der vier Schlüssel für die mitgenommenen Daten, darunter der als "Architekt" bezeichnete Entwickler der Wikileaks-Plattform. Ihnen soll es möglich sein, alle Daten im Klartext anzusehen. Domscheit-Berg hat nach eigenen Aussagen nur einen Schlüssel für seinen Teilbereich der Daten. Um alle Missverständnisse auszuräumen, wollen Domscheit-Berg und seine Mitstreiter nun nicht nur ihre Schlüssel vernichten und dies an Eides statt versichern, sondern auch unter notarieller Aufsicht alle mitgenommenen Daten löschen.

Domscheit-Berg sagte, Wikileaks habe sich seit seinem Abgang zunächst nicht mehr um die Daten gekümmert. Das von ihm gesicherte Material habe Wikileaks erst Ende Oktober 2010 angefordert, Wochen nach der Abschaltung der Server, von denen er die Daten kopiert habe. Er habe damals eine komplette Version des Materials übergeben. Im Juli 2010 war eine 1,4 GByte große Datei mit dem Namen Insurance.aes256 veröffentlicht worden. Sollte Wikileaks allzu sehr unter Druck geraten, sagte Assange damals, werde das Passwort veröffentlicht, das den Zugang zu den Daten ermöglicht. Domscheit-Berg sagte, er kenne den Inhalt dieser Datei nicht.

Domscheit-Bergs Ausschluss noch nicht endgültig

Assange sagte Spiegel-Redakteur Holger Stark, er selbst habe keinen Schlüssel zu den Dateien. Müller-Maguhn will laut Heise Online die Löschung der Daten verhindern.

Eine endgültige Entscheidung über den Ausschluss Domscheit-Bergs aus dem CCC steht gegenwärtig noch aus. "Es gibt derzeit keine offizielle Stellungnahme des CCC zum Ausschluss von Daniel Domscheit-Berg und Openleaks. Keiner der CCC-Sprecher antwortet im Moment auf Fragen zu diesen Themen, weil die interne Debatte über den Entschluss des Vorstands noch läuft", sagte CCC-Sprecherin Constanze Kurz.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. (u. a. Aorus Pro für 219,90€, Aorus Pro WiFi für 229,90€, Aorus Elite für 189,90€)
  2. 555,55€ (zzgl. Versandkosten)
  3. 419,00€ (Bestpreis!)

Guttroll 21. Aug 2011

Ich wusste sofort was das für eine Type ist. Was anderes habe ich von dem echt nicht...

Charles Marlow 21. Aug 2011

Der "Experte" beim "Argumentieren"...

Trockenobst 21. Aug 2011

Vertrauen ist absolut. Entweder du vertraust oder nicht. Wenn Hr. D. oder Hr. A. nicht...

ChaosGeek 21. Aug 2011

"Im Streit um die Löschung von über 3000 Dokumenten durch den ehemaligen Wikileaks...

Baron Münchhausen. 21. Aug 2011

Spar dir die Mühe und Antworte niemals ChaosGeek. Der wird, wenn du dir die Themen genau...


Folgen Sie uns
       


Star Wars Jedi Fallen Order angespielt

In Star Wars Jedi Fallen Order kämpft der Spieler als junger Jedi-Ritter gegen das schier übermächtige Imperium.

Star Wars Jedi Fallen Order angespielt Video aufrufen
Amazon Echo Studio im Test: Homepod-Bezwinger begeistert auch als Fire-TV-Lautsprecher
Amazon Echo Studio im Test
Homepod-Bezwinger begeistert auch als Fire-TV-Lautsprecher

Mit dem Echo Studio bringt Amazon seinen teuersten Alexa-Lautsprecher auf den Markt. Dennoch ist er deutlich günstiger als Apples Homepod, liefert aber einen besseren Klang. Und das ist längst nicht alles.
Ein Test von Ingo Pakalski

  1. Amazons Heimkino-Funktion Echo-Lautsprecher drahtlos mit Fire-TV-Geräten verbinden
  2. Echo Flex Amazons preiswertester Alexa-Lautsprecher
  3. Amazons Alexa-Lautsprecher Echo Dot hat ein LED-Display - Echo soll besser klingen

Frauen in der IT: Ist Logik von Natur aus Männersache?
Frauen in der IT
Ist Logik von Natur aus Männersache?

Wenn es um die Frage geht, warum es immer noch so wenig Frauen in der IT gibt, kommt früher oder später das Argument, dass Frauen nicht eben zur Logik veranlagt seien. Kann die niedrige Zahl von Frauen in dieser Branche tatsächlich mit der Biologie erklärt werden?
Von Valerie Lux

  1. IT-Jobs Gibt es den Fachkräftemangel wirklich?
  2. Arbeit im Amt Wichtig ist ein Talent zum Zeittotschlagen
  3. IT-Freelancer Paradiesische Zustände

Need for Speed Heat im Test: Temporausch bei Tag und Nacht
Need for Speed Heat im Test
Temporausch bei Tag und Nacht

Extrem schnelle Verfolgungsjagden, eine offene Welt und viel Abwechslung dank Tag- und Nachtmodus: Mit dem Arcade-Rennspiel Heat hat Electronic Arts das beste Need for Speed seit langem veröffentlicht. Und das sogar ohne Mikrotransaktionen!
Von Peter Steinlechner

  1. Electronic Arts Need for Speed Heat saust durch Miami

    •  /