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Operation BART: Anonymous veröffentlicht Kundendaten von US-Verkehrsbetrieb

Aus Protest gegen den Verkehrsbetrieb von San Francisco (BART) ist Anonymous in das System des Unternehmens eingedrungen und hat die persönlichen Daten von über 2.000 Kunden ins Netz gestellt. Sicherheitsleute von BART hatten zwei Menschen erschossen.
/ Werner Pluta
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Anonymous: Daten von über 2.000 Kunden veröffentlicht (Bild: Anonymous)
Anonymous: Daten von über 2.000 Kunden veröffentlicht Bild: Anonymous

Die Gruppe Anonymous ist in das Computersystem des Verkehrsbetriebs von San Francisco eingedrungen und hat Kundendaten veröffentlicht. Mit dieser Aktion protestiert die Gruppe gegen die Tötung von zwei Personen durch das Sicherheitspersonal von Bay Area Rapid Transit(öffnet im neuen Fenster) (BART) sowie die zeitweise Abschaltung des Mobilfunks in den BART-Stationen in San Francisco.

Anonymous – Operation Bart
Anonymous – Operation Bart (01:59)

Der Waffeneinsatz der Sicherheitsleute sei unverhältnismäßig gewesen, erklärte Anonymous in einer Stellungnahme(öffnet im neuen Fenster) . In beiden Fällen hätte der Einsatz von nichttödlichen Waffen ausgereicht. Um zu verhindern, dass es nach den Tötungen zu Protesten kommen würde, die über Mobiltelefone organisiert werden, hatte BART am 11. August 2011 die Mobilfunkstationen in mehreren Stationen im Zentrum San Franciscos abgeschaltet.

Weitere Abschaltungen möglich

Die Proteste hätten "zu überfüllten Bahnsteigen und einer Gefährdung von BART-Kunden, Mitarbeitern und Demonstranten" führen können, begründete der Verkehrsbetrieb die Maßnahme(öffnet im neuen Fenster) . Deshalb sei der Mobilfunk zeitweise auf mehreren Stationen unterbrochen worden. Außerhalb der Bahnhöfe habe es aber Empfang gegeben. Für weitere Proteste hat BART nicht ausgeschlossen, die Mobilkommunikation wieder zu unterbrechen.

Aus Protest gegen das Vorgehen des Verkehrsbetriebes brach Anonymous in dessen Computersysteme ein und hatte, wie BART bestätigte(öffnet im neuen Fenster) , Zugriff auf die persönlichen Daten von 2.400 der 55.000 Kunden. Dazu gehörten Nutzer- und Klarname, Passwort, Kundennummer, Postleitzahl des Wohnortes und E-Mail-Adresse. In einigen Fällen kamen noch Adresse und Telefonnummer hinzu. BART nahm die entsprechende Website zeitweise vom Netz.

Kundendaten im Internet

Die Daten veröffentlichte Anonymous im Internet. Zwar sollen keine Finanzdaten betroffen gewesen sein. Dennoch forderte BART seine Kunden auf, die kommenden Kreditkartenabrechnungen und Kontoauszüge genau zu prüfen.

Für den 15. August hat Anonymous erneut zu einer Protestaktion aufgerufen. Die soll um 17 Uhr Ortszeit an der Civic Center Station starten. Die Demonstranten sollen rote T-Shirts und Masken tragen sowie Kameras mitbringen, um mögliche weitere Übergriffe des Sicherheitspersonals aufzeichnen zu können. Anonymous forderte von den Teilnehmern explizit Gewaltfreiheit.


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