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Android: Jetzt will Apple den Patenttroll Interdigital kaufen

Seit Google als Käufer von Interdigital kaum noch infrage kommt, ist das Interesse von Apple, Nokia und Qualcomm gewachsen. Die Versteigerung findet Anfang September 2011 statt.
/ Achim Sawall
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Apple, Nokia, Qualcomm und mehrere andere IT-Unternehmen interessieren sich für den Kauf des Patenthändlers und Mobilfunkentwicklers Interdigital. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters(öffnet im neuen Fenster) unter Berufung auf informierte Kreise. Das Unternehmen hat einen Börsenwert von rund 3 Milliarden US-Dollar.

Am 20. Juli 2011 wurde bekannt, dass es bereits Gespräche zwischen Google und Interdigital gegeben hat. Es ist unklar, ob Google auch nach dem Kauf von Motorola noch Interesse an Interdigital hat. Google galt als einer der wahrscheinlichsten Käufer von Interdigital. Die Höhe des Preises für das Unternehmen aus King of Prussia im US-Bundesstaat Pennsylvania hängt davon ab, ob Google an der Versteigerung teilnehmen wird.

Interdigital besteht seit 1972. Das US-Unternehmen besitzt und lizenziert rund 8.800 Patente aus den Bereichen mobile Datenübertragung, UMTS sowie LTE und zur Unterdrückung von Störgeräuschen beim Telefonieren. Die Schutzrechte beziehen sich hauptsächlich auf Mobiltelefone und erstrecken sich über verschiedene Mobilfunkstandards. Interdigitals Hauptgeschäftszweig ist die Durchsetzung von Patentrechten durch Klagen und die Lizenzierung der Schutzrechte.

Der Verkauf von Interdigital sollte bislang in der kommenden Woche stattfinden. Der Termin wurde nun auf nach dem 5. September 2011, dem Tag der Arbeit in den USA, verschoben, weil die Bieter mehr Zeit für die Prüfung des Patentsortiments gefordert haben.

Der Ausgang der Versteigerung von Interdigital ist offen. Einige Analysten halten den Börsenwert des Unternehmens für überhöht. Zudem verfügt gerade Qualcomm bereits über ein breites Patentportfolio. Andere Analysten halten Interdigitals Patentkatalog für einen der bedeutendsten nach Nortel. Nortels Patente wurden Ende Juni 2011 für 4,5 Milliarden US-Dollar an ein von Apple angeführtes Konsortium verkauft. Zu der Käufergruppe gehörten auch Microsoft, Sony, Research In Motion (RIM), Ericsson und EMC.


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