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Headpuster: Hacker will Welt Online geknackt haben

Ein Angreifer behauptet, die Axel-Springer-Plattform Welt Online gehackt zu haben. Angeblich hat Headpuster die Kreditkarteninformationen von allen 30.264 Nutzern erbeutet. Ein Sprecher von Welt Online hat das dementiert.
/ Achim Sawall
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Springer-Chef Mathias Döpfner im März 2011 (Bild: John Macdougall/AFP/Getty Images)
Springer-Chef Mathias Döpfner im März 2011 Bild: John Macdougall/AFP/Getty Images

Der Hacker Headpuster will Welt Online, die Website der Tageszeitung Die Welt, erfolgreich angegriffen haben. Das teilte Headpuster über seinen Twitter-Account mit(öffnet im neuen Fenster) . "Welt.de gehackt. Gesamte Datenbank mit Kreditkarteninformationen von allen 30.264 Nutzern geholt" , schreibt er.

Headpuster hat bei Twitter zudem drei Links zu Dropbox mit Dumps zu dem vermeintlichen Welt-Online-Angriff gepostet. Darunter befinden sich offenbar auch Bankkontodaten von Nutzern.

Das Onlinemagazin Gulli.com berichtet(öffnet im neuen Fenster) , dass es um einen Protest gegen einen vermeintlichen Verkauf von Nutzerdaten gegangen sei. Der Angriff sei per SQL-Injection erfolgt. Die Redaktion will die Informationen von dem Hacker selbst erhalten haben. Headpuster hat über seinen Twitteraccount auch einen Link auf den Gulli-Artikel verbreitet. "Headpuster wirft der Axel Springer AG vor, ihre Nutzerdaten an mehrere russische Marketingfirmen veräußert zu haben, darunter auch Mail.ru, den aktuellen Betreibern von ICQ" , heißt es bei Gulli.com.

Ein Sprecher des Axel-Springer-Verlags sagte Golem.de: "Der Bericht ist falsch. Das stimmt nicht." Ein Sprecher von Welt Online sagte Golem.de, dass entgegen der Darstellung ausgeschlossen werden könne, dass eine Datenbank von Welt Online gehackt und sensible Kundendaten nach außen gelangt seien. "Nach den uns derzeit vorliegenden Erkenntnissen könnte es allerdings einen Angriff auf den Server eines ehemaligen Kooperationspartners gegeben haben" . Die Vermarktungspartnerschaft sei aber bereits vor mehr als drei Monaten ausgelaufen, alle aktiven Links seien seitdem entfernt worden.

"Im Rahmen der seinerzeit laufenden Kooperation hat Welt Online dem Partner zu keinem Zeitpunkt eigene Kundendaten zur Verfügung gestellt oder eine technische Systemverbindung zum gegenseitigen Datenaustausch gehabt" , betonte der Sprecher. Betrieb und technische Infrastruktur blieben in solchen Fällen klar getrennt, auch wenn während der Zusammenarbeit die Webseite der Kooperationspartner an das Look-and-Feel von Welt Online angepasst werde.


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