Abo
  • IT-Karriere:

Einstweilige Verfügung

Apple verwendet manipuliertes Foto des Galaxy Tab 10.1

Apples Antrag auf eine einstweilige Verfügung gegen Samsung enthält wohl ein manipuliertes Foto des Galaxy Tab 10.1. Damit sieht das Android-Tablet dem iPad 2 von Apple ähnlicher, als es eigentlich ist.

Artikel veröffentlicht am ,
Streitobjekt: Samsungs Galaxy Tab 10.1
Streitobjekt: Samsungs Galaxy Tab 10.1 (Bild: Golem.de/Andreas Sebayang)

Apples Antrag auf eine einstweilige Verfügung enthält ein manipuliertes Foto von Samsungs Galaxy Tab 10.1, wie das niederländische Computermagazin Webwereld.nl entdeckt hat. Das Foto des Galaxy Tab 10.1 im Antrag wurde gestaucht und gezerrt, so dass der Formfaktor von Samsungs Tablet dem des iPad 2 stärker ähnelt.

  • Vergleichsfoto vom iPad 2 und Galaxy Tab 10.1 aus Apples Antrag auf eine einstweilige Verfügung
  • Vergleichsfoto vom iPad 2 und Galaxy Tab 10.1 von Golem.de
Vergleichsfoto vom iPad 2 und Galaxy Tab 10.1 aus Apples Antrag auf eine einstweilige Verfügung
Stellenmarkt
  1. Lidl Dienstleistung GmbH & Co. KG, Neckarsulm
  2. Bundesamt für Verfassungsschutz, Berlin

Das Galaxy Tab 10.1 misst 257 x 175 x 8,6 mm und ist damit höher und schmaler als das iPad 2 von Apple, das auf Maße von 241,2 x 185,7 x 8,8 mm kommt. Auf einem Foto in Apples Antrag für eine einstweilige Verfügung sind das iPad 2 und das Galaxy Tab 10.1 hingegen gleich lang und fast gleich breit abgebildet.

Weshalb der Antrag ein manipuliertes Foto enthält, ist derzeit nicht bekannt. Andere im Antrag enthaltene Fotos des Galaxy Tab 10.1 scheinen nicht oder zumindest weniger auffällig manipuliert worden zu sein. Vielleicht hat Apple auch ein total veraltetes Foto von einem frühen Vorserienmodell des Galaxy Tab 10.1 verwendet, obwohl es von Samsung aktuelles Bildmaterial gibt. Als Golem.de das Galaxy Tab 10.1 testete, wurden auch Vergleichsfotos mit Apples iPad 2 gemacht, die die tatsächlichen Größenunterschiede der beiden Geräte zeigen.

Apple werfe Samsung vor, die "markanten Elemente der Ausstattung des iPad 2" zu kopieren, heißt es in Apples Antrag. Dabei beruft sich Apple auf das dem Konzern zugesprochene Gemeinschaftsgeschmacksmuster 000181607-0001. Als Merkmale des Gemeinschaftsgeschmacksmusters listet Apple folgende Punkte auf: Es hat eine rechteckige Form mit vier gleichmäßig abgerundeten Ecken und eine Rückseite, welche an den Ecken abgerundet ist, wodurch eine schmale Einfassung um die Vorderseite geformt wird.

Zudem kennzeichnet das Gemeinschaftsgeschmacksmuster ein Display, das unter einer klaren Oberfläche zentriert ist. Dadurch ergeben sich deutliche, neutral gehaltene Begrenzungen auf allen Seiten des Displays mit den gleichen Proportionen oben wie unten. Als weitere Besonderheit hat es ein dünnes Profil und zeigt nach dem Einschalten farbige Icons an.

Am 25. August 2011 verhandelt das Landgericht Düsseldorf über das Verkaufsverbot von Samsungs Galaxy Tab 10.1. Am 9. August 2011 hatte Apple eine einstweilige Verfügung gegen Samsung erwirkt, wonach das Galaxy Tab 10.1 fast europaweit nicht verkauft werden darf. Es gibt allerdings Zweifel daran, dass das Landgericht Düsseldorf dafür zuständig ist, ein EU-weites Verkaufsverbot auszusprechen. Trotz des Verkaufsverbots ist das Galaxy Tab 10.1 bei Händlern in Deutschland weiterhin zu bekommen.



Anzeige
Top-Angebote
  1. 88,00€
  2. 107,00€ (Bestpreis!)
  3. 135,80€
  4. (u. a. Alien 40th Anniversary Steelbook, Ash vs Evil Dead Collector's edition, Predator 1 - 4 Box...

Der Kaiser! 28. Dez 2011

Auweia..

Aviscall 30. Aug 2011

was ist das denn für ein Geschmacksmuster??? Es ist viereckig hat ein display zentriert...

neocron 18. Aug 2011

japp, so wie auch HTC ... die es nen halbes/ganzes jahr danach auch einbauen ... http...

neocron 18. Aug 2011

"dies zumindest behauptet apple!" hier nochmal einzeln fuer dich! Lies es einfach...


Folgen Sie uns
       


LED-Projektor Viewsonic X10-4K - Test

Der Viewsonic X10-4K ist ein heller und farbtreuer 4K-Projektor - und kann einen Smart-TV ersetzen.

LED-Projektor Viewsonic X10-4K - Test Video aufrufen
Erasure Coding: Das Ende von Raid kommt durch Mathematik
Erasure Coding
Das Ende von Raid kommt durch Mathematik

In vielen Anwendungsszenarien sind Raid-Systeme mittlerweile nicht mehr die optimale Lösung. Zu langsam und starr sind sie. Abhilfe schaffen können mathematische Verfahren wie Erasure Coding. Noch existieren für beide Techniken Anwendungsgebiete. Am Ende wird Raid aber wohl verschwinden.
Eine Analyse von Oliver Nickel

  1. Agentur für Cybersicherheit Cyberwaffen-Entwicklung zieht in den Osten Deutschlands
  2. Yahoo Richterin lässt Vergleich zu Datenleck platzen

In eigener Sache: Neue Workshops zu agilem Arbeiten und Selbstmanagement
In eigener Sache
Neue Workshops zu agilem Arbeiten und Selbstmanagement

Wir haben in unserer Leserumfrage nach Wünschen für Weiterbildungsangebote gefragt. Hier ist das Ergebnis: Zwei neue Workshops widmen sich der Selbstorganisation und gängigen Fehlern beim agilen Arbeiten - natürlich extra für IT-Profis.

  1. In eigener Sache ITler und Board kommen zusammen
  2. In eigener Sache Herbsttermin für den Kubernetes-Workshop steht
  3. Golem Akademie Golem.de startet Angebote zur beruflichen Weiterbildung

Raumfahrt: Galileo-Satellitennavigation ist vollständig ausgefallen
Raumfahrt
Galileo-Satellitennavigation ist vollständig ausgefallen

Seit Donnerstag senden die Satelliten des Galileo-Systems keine Daten mehr an die Navigationssysteme. SAR-Notfallbenachrichtigungen sollen aber noch funktionieren. Offenbar ist ein Systemfehler in einer Bodenstation die Ursache. Nach fünf Tagen wurde die Störung behoben.


      •  /