Kanadische Forscher legen neuen Information-Warfare-Monitor-Report vor. Die IT-Sicherheitsexperten des Citizen Lab in Kanada haben acht Monate lang die Aktivitäten eines Cyberspionagerings beobachtet. Er soll von China aus geheime Raketenpläne aus Indien erbeutet und die E-Mail-Korrespondenz des Dalai Lamas mitgelesen haben.
Angreifer versteckten Malware in Tastaturtreiber. Vermutlich politisch motivierte Täter haben zehntausenden vietnamesischen Computernutzern eine Malware untergejubelt, die die Nutzer ausspioniert sowie ihre Computer in ein Botnetz eingebunden hat. Mit dem Botnetz führten die Angreifer Denial-of-Service-Attacken gegen regierungskritische Blogs in dem südostasiatischen Land durch.
Robocopter von Boeing soll als unbemannter Transporter eingesetzt werden. Die US-Armee hat in der vergangenen Woche einen von Boeing entwickelten Robocopter getestet, der als unbemannter Transporthubschrauber eingesetzt werden soll. Auf dem Programm standen ein Nachtflug und ein halbautonom durchgeführter Transport zwischen zwei Basen.
Simulationsspiel zeigt, dass USA ungenügend gegen Cyberattacken gewappnet sind. US-Computersicherheitsexperten haben schon mehrfach Sicherheitslücken bei wichtigen Infrastrukturbetrieben aufgespürt. Ein Simulationsspiel hat nun gezeigt, dass eine große und koordinierte Cyberattacke das Land hart treffen kann. Politiker fordern als Konsequenz mehr Kompetenzen für einen solchen Notfall.
Privatnutzer sind das schwächste Glied in der Kette. In der vernetzten Welt des 21. Jahrhunderts ist ein nicht gesicherter Computer nicht mehr unbedingt eine Privatangelegenheit. Das ist die These von zwei US-Politologen. Sie fordern, Bürger müssten in die Maßnahmen zum Schutz vor Bedrohungen aus dem Internet einbezogen werden und dürften nicht nur Nutznießer staatlicher Sicherheitsmaßnahmen sein.
Betreiber kritischer Infrastrukturen befürchten Zwischenfälle in naher Zukunft. Mehr als die Hälfte der Betreiber von wichtigen Versorgungseinrichtungen ist bereits Ziel von Attacken über das Internet geworden. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie zum Thema Cyberwar. Die Mehrheit der Befragten glaubt, dass Vertreter anderer Regierungen hinter den Aktionen stecken.
Rechenzentrum für wissenschaftliche Zwecke mit PS3. Wissenschaftler der US-Luftwaffe setzen verstärkt auf die Playstation 3: Um rechenintensive Aufgaben schnell und trotzdem kostengünstig durchzuführen, haben die Militärs bereits 336 PS3 miteinander verbunden - jetzt sollen weitere 2.200 dazukommen.
Taktikshooter gilt als gut funktionierendes Rekrutierungsinstrument. Der Taktikshooter America's Army ist kostenlos und dient dem US-Militär der Imagepflege und der Rekrutierung neuer Soldaten - aber ganz billig ist er nicht: Insgesamt hat sich das Pentagon den umstrittenen Spaß rund 32,8 Millionen US-Dollar kosten lassen.
Simulationssoftware hilft Militärberatern bei der Planung. Virtuelle Welten sollen Strategen der US-Armee helfen, Einsätze und Aktionen beispielsweise in Afghanistan zu planen. Mit Hilfe der Software soll es möglich sein vorherzusagen, wie bestimmte Volksgruppen oder Aufständische auf die Maßnahmen der US-Armee reagieren.
Eltern und Politiker empören sich über Bundeswehrpräsentation. Der Besuch einer Schulklasse in einer Kaserne in Schleswig-Holstein hatte ungeahnte Folgen: Weil ein Oberstabsfeldwebel bei der Präsentation eines professionellen Schießsimulators ins Schwärmen geriet und das System laut einer Zeitung "besser als jede Playstation" fand, hagelt es nun Kritik von Elternverbänden und Landespolitikern.
Roboter mit flexibler Form drückt sich durch Spalten. Das US-Unternehmen iRobot hat einen Roboter vorgestellt, der seine Form mit Hilfe von Druckluft verändern kann. Er soll sich durch enge Spalten und Ritzen zwängen können und ist für verschiedene Aufklärungsoperationen gedacht.
Rand Corporation veröffentlicht Studie zum Cyberwar. Cyberwar ist als Mittel der militärischen Abschreckung wenig geeignet. Zu diesem Schluss kommt der US-Thinktank Rand Corporation in einer Studie zum Cyberwar. Er rät den USA, lieber ihre eigenen Systeme zu verteidigen, statt in die Offensive zu investieren.
IFA 2009 Ein Gespräch mit iRobot-Chef Colin Angle. Zwei Verkaufsschlager hat das Unternehmen iRobot: den Staubsaugerroboter Roomba und den militärischen Roboter Packbot. IRobot-Chef Colin Angle sprach mit Golem.de über kleine und große, coole und sinnvolle Roboter sowie über eine Zukunft ohne Wäschefalten.
Regierung überprüft Cybersicherheitsstrategie nach DDoS-Attacken. Nach den massiven Angriffen auf Computer im Land hat die südkoreanische Regierung ihre Strategie zur Cybersicherheit überarbeitet. Zu den neu beschlossenen Maßnahmen gehört die Ausbildung von 3.000 Cybersheriffs, die beraten und im Fall von Cyberangriffen helfen sollen.
Flash-Speichertechnik für militärischen Gebrauch. Pretec stellt auf der Messe Defense Systems & Equipments International 2009 selbstzerstörende SSDs vor. Sie sollen in der Lage sein, alle auf ihr gespeicherten Daten innerhalb von 0,1 Sekunden zu löschen.
Hersteller iRobot soll knapp 500 Roboter liefern. Die US-Armee hat bei iRobot eine Großbestellung aufgegeben. Der US-Robotikhersteller soll bis Ende März 2010 knapp 500 Roboter vom Typ PackBot 510 FasTac im Wert von über 35 Millionen US-Dollar liefern.
Zivile Hacker mit Kontakten zur Armee und zum organisierten Verbrechen. Zivile Hacker mit Kontakten zur Armee und zur organisierten Kriminalität waren für den russischen Cyberwar gegen Georgien im vergangenen Jahr verantwortlich. Das ist das Ergebnis einer Studie, deren Autor sagt, dass solche Cyberangriffe künftig viele Konflikte begleiten werden.
Digitale Spuren führen nach Großbritannien und in die USA. Vietnamesische Computersicherheitsexperten haben die Distributed-Denial-of-Service-Attacken (DDoS), die in der vergangenen Woche Server in Südkorea und in den USA lahmgelegt haben, untersucht. Sie konnten die Angriffe zu einem IPTV-Anbieter in Großbritannien zurückverfolgen. Der sagt, die Angriffe seien über ein virtuelles Netz aus den USA gekommen.
Nordkorea hinter DDoS-Attacken auf Websites in Südkorea und den USA vermutet. In den vergangenen Tagen wurden Websites in den USA und in Südkorea massiv mit Distributed-Denial-of-Service-Attacken (DDoS) angegriffen. Der südkoreanische Geheimdienst vermutet den Nachbarn im Norden dahinter.
Strategie für Sicherung des Cyberspace vorgestellt. Um der Bedrohung durch Geheimdienste, Kriminelle und Terroristen im Internet zu begegnen, hat die britische Regierung eine Cybersicherheitsstrategie vorgestellt. Sie sieht unter anderem den Aufbau einer Truppe aus Hackern vor, die ihre Kenntnisse in den Dienst der Regierung stellen sollen.
US-Verteidigungsminister beruft NSA-Chef Keith Alexander zum Cybercom-Chef. Die US-Regierung hat eine neue Kommandostelle eingerichtet, deren Aufgabe es ist, die US-Militärnetze gegen Angriffe über das Internet zu schützen. US-Verteidigungsminister Robert Gates hat Keith Alexander, Chef des Geheimdienstes NSA, zum Chef des neuen Cybercom berufen.
Steuerungssysteme werden überprüft. Das US-Energieaufsicht North American Electric Reliability Corporation geht gegen Cyberspione vor. Nachdem im Frühjahr Spionagesoftware in den Systemen einiger Energieversorger entdeckt worden war, sollen die Systeme nun systematisch auf Lücken und Infiltrationen überprüft werden.
1.000 malwareinfizierte PCs für 5 bis 500 US-Dollar. Wie gehackte PCs gehandelt werden, berichtet Finjan in seinem Cybercrime Intelligence Report. Mit Malware infizierte Rechner werden wie Waren gehandelt und damit zu einem digitalen Anlagegegenstand von Cyberkriminellen.
Neue zivile Frequenz stört GPS-Signal. Ein neuer GPS-Satellit, der mit der Ausrüstung für eine neue Frequenz ausgestattet ist, macht Schwierigkeiten: Die Signale der neuen zivilen Frequenz machen das GPS-Signal ungenau. Das Problem kann möglicherweise den für den Herbst 2009 geplanten Start neuer GPS-Satelliten verzögern.
Israelisches Militär entwickelt Bodendrohne. Das israelische Militär entwickelt einen Aufklärungsroboter in Form einer Schlange. Wie sein natürliches Vorbild kann er sich durch enge Spalten oder eingestürzte Häuser bewegen. Allerdings soll die Schlange auch im Kampf eingesetzt werden.
Black-Hat-Gründer und Defcon-Veranstalter Jeff Moss berät die Homeland Security. Das US-Heimatschutzministerium hat 16 Menschen als Beirat eingeschworen. Im Homeland Security Advisory Council (HSAC) ist auch der Hacker Jeff "Dark Tangent" Moss vertreten.
Hacker-Soldaten und NSA-Agenten sollen unter einheitliche Führung. Das Pentagon arbeitet daran, eine eigene Befehlsstelle für offensive Cyber-Kriegsführung aufzubauen. Soldaten und NSA-Spione sollen dort zusammengefasst werden.
Zuständiger Offizier nimmt in Onlinefragestunde Stellung zu GAO-Bericht. Die US-Luftwaffe hat einen Bericht der US-Aufsichtsbehörde GAO relativiert, dem zufolge das GPS-System in den kommenden Jahren ausfallen könnte. In einer über Twitter abgehaltenen Onlinefragestunde gestand ein Offizier Probleme ein, sagte aber, die Luftwaffe habe sie unter Kontrolle.
Probleme bei der Modernisierung des Satellitennavigationssystems. Die US-Aufsichtsbehörde Government Accountability Office (GAO) befürchtet Ausfälle im Satellitennavigationssystem GPS. Grund ist, dass die aktuellen Satelliten ab 2010 ausfallen können. Ob die US-Luftwaffe es schafft, rechtzeitig neue Satelliten zu starten, ist laut dem Bericht jedoch fraglich.
Cyberspione verschaffen sich Zugang zu Plänen von neuem Kampfflugzeug. Unbekannte sind nach Angaben von US-Beamten in Computer eines Waffenentwicklungsprojektes eingedrungen und haben geheime Daten über ein neues Kampfflugzeug gestohlen. Weitere Angriffe galten dem Luftverkehrskontrollsystem der US-Luftwaffe.
Apples iPod touch wird zum Multifunktionsgerät für US-Soldaten. US-Soldaten im Irak nutzen Apples iPod touch als Werkzeug für den vernetzten Krieg. Mit dem Gerät können sie mit Kameraden, anderen Truppenteilen oder dem Geheimdienst kommunizieren, aktuelle Daten über ihren Standort abrufen oder Geschossbahnen berechnen.
Sabotagesoftware kann Stromversorgung unterbrechen. Die Betreiber von Versorgungssystemen in den USA, unter anderem die Stromversorger, sind immer wieder Ziel von Cyberspionen anderer Länder. Sie kundschaften deren Systeme aus. Computerspezialisten der US-Regierung fanden Sabotagesoftware, die die Versorgungssysteme lahmlegen kann.
Goloskokow: "Wir haben nichts Illegales getan". Der Angriff auf die Server der estnischen Regierung im Jahr 2007 kam aus Russland. Das bestätigte der Chef der russischen Jugendbewegung "Naschi" und übernahm gleich persönlich die Verantwortung.
"Abteilung Informations- und Computernetzwerkoperationen" geschaffen. Die Bundeswehr baut eine eigene, bislang geheime Hackertruppe auf, deren Sitz in der Tomburg-Kaserne in Rheinbach bei Bonn sein soll. Die Cyberwar-Einheit trainiert die Penetration und Zerstörung fremder Netzwerke.
Massive DDoS-Attacken gegen kirgisische Provider. Eine Denial-of-Service-Attacke hat das zentralasiatische Land Kirgisistan lahmgelegt. Die Angriffe sollen aus Russland kommen und könnten politisch motiviert sein.
Aktuelle Studie kritisiert Russland und China. Cyberkriminelle ziehen Profit aus der Angst vor einer Wirtschaftskrise, warnt eine Studie des Antivirensoftware-Herstellers McAfee. Nutzer seien anfällig, weil sie nach Geldanlagemöglichkeiten oder neuen Arbeitsstellen suchten. Regierungen schenkten der Cyberkriminalität nicht genug Aufmerksamkeit.
Bilder mit geometrischer Auflösungsfähigkeit von unter einem Meter. Der Bundeswehrgeheimdienst KSA hat offiziell das satellitengestützte Überwachungssystem "SAR-Lupe" übernommen. Es liefert - bei Tag und Nacht - weltweit Bilder in einer Auflösung von unter einem Meter.
Einsatz von USB-Sticks und -Festplatten erst nach genauer Prüfung. Das US-Militär hat die Nutzung von mobilen Speichern einstweilen untersagt. Grund ist die rasche Ausbreitung von Schadsoftware über diese Speicher. Externe Festplatten, USB-Sticks und andere mobile Speicher dürfen erst nach eingehender Untersuchung wieder eingesetzt werden.
Aufklärungssystem wird per Granatwerfer verschossen. Das britische Unternehmen Dreampact entwickelt ein System, das es Soldaten erlaubt, Gebäude oder das Schlachtfeld zu erkunden. Es besteht aus einer Kugel mit zwei Kameras, die Bilder an einen Computer funken. Der Computer wandelt die beim Rollen oder im Flug aufgenommenen Bilder in stabile Bilder um.
Verschärfte Überwachung und DDoS-Attacken zum Jahrestag der Demonstrationen. Pünktlich zum Jahrestag der blutig niedergeschlagenen Proteste im südostasiatischen Staat Myanmar melden mehrere von Dissidenten betriebene Websites, dass sie durch Distributed-Denial-of-Service-Attacken (DDoS) lahmgelegt wurden. Im Land haben die Behörden die Kontrolle des Internets verschärft.
Unbemanntes Flugzeug bleibt dreieinhalb Tage in der Luft. Das britische Unternehmen Qinetiq hat mit seinem Solarflugzeug Zephyr einen inoffiziellen Weltrekord aufgestellt: Das unbemannte Flugzeug kreiste mehr als drei Tage über dem Yuma Proving Ground, einem Testgelände der US-Armee im US-Bundesstaat Arizona. Das Flugzeug soll zur Aufklärung und zur Kommunikation eingesetzt werden.
Regierungsserver und VoIP-Verbindungen lahmgelegt. Im Krieg am Kaukasus zwischen Russland und Georgien kommen auch Hacker zum Einsatz. Georgiens Präsident Michail Saakaschwili beklagt DDoS-Angriffe auf Regierungsserver und VoIP-Verbindungen. Russland will damit nichts zu tun haben und kritisiert, dass die Regierung in Tiflis den Zugang auf alle russischen Websites blockiert.
FBI verfolgte die Angriffe nach China zurück. Der US-Kongressabgeordnete Frank Wolf hat Einbrüche in Computer von mehreren seiner Mitarbeiter sowie in die Computer von Kollegen festgestellt. Die Angreifer vermutet er in China und glaubt, der Grund für die Angriffe sei sein Einsatz für die Menschenrechte.
Roboterhersteller lizenziert Unterwasserroboter von US-Universität. Das US-Unternehmen iRobot wird den Unterwasserroboter Seaglider kommerziell herstellen. Dazu hat der Roboterhersteller eine Lizenzvereinbarung mit den Entwicklern von der Universität in Seattle getroffen. Für den ursprünglich für Forschungszwecke entwickelten Seaglider hat iRobot militärische Anwendungen im Sinn.
Martialische Kampfmaschine mit elektronisch gesteuerter Waffe. Roboter dürfen Menschen nicht verletzen, forderte der Science-Fiction-Autor Isaac Asimov vor knapp 60 Jahren. Die Realität hat ihn längst überholt: Auf einer Waffenmesse haben ein amerikanischer Roboterhersteller und ein australischer Waffenbauer einen neuen Kampfroboter vorgeführt. Eine der möglichen Anwendungen sei die Kontrolle von Menschenmassen.
Luftwaffe soll Botnetz aufbauen, um gegnerische Computer lahmzulegen. Die US-Luftwaffe kümmert sich nicht mehr nur um den Luftraum, sondern auch um den virtuellen Raum. Damit sie im Cyberspace ebenso schlagkräftig ist wie am Himmel, fordert ein Oberst der US-Luftstreitkräfte digitale Aufrüstung. Er schlägt die Einrichtung eines Botnetzes vor, um Denial-of-Service-Attacken auf die Kommunikationsinfrastruktur eines Gegners durchführen zu können.
Krabbelnde und flatternde elektronische Augen. Die erfolgreiche Aufklärung des unmittelbaren Gefechtsfeldes entscheidet häufig, ob ein Militäreinsatz erfolgreich verläuft oder nicht. Seit Jahrtausenden versuchen Soldaten deshalb, die Position ihrer Feinde festzustellen, während sich die Gegner so gut wie möglich zu schützen versuchen. Mit einer neuen Form von Drohnen soll das US-Militär in urbanen Gefechtsfeldern Aufklärung betreiben: mit Roboter-Insekten.
Predator soll mit SIGNT-Technik ausgerüstet werden. Die US-Rüstungsschmiede Northrop Grumman soll künftig dafür sorgen, dass die bewaffnete Drohne Predator auch Mobilfunker orten und bekämpfen kann. Den entsprechenden Auftrag konnte das Unternehmen jetzt einheimsen.
Heikles militärisches Gerät bei eBay und Craigslist. Im Internet gibt es alles - sogar brisante militärische Technik, wie Ermittler des US Government Accountability Office (GAO) zu ihrer Bestürzung feststellen mussten. "Die GAO fand zahlreiche militärische Artikel, die auf eBay und Craigslist an den Meistbietenden versteigert wurden."