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Spieletest: Rainbow Six Athena Sword - Schwaches Add-On

Lahmer Aufguss mit wenig Neuem. Mit Athena Sword ist ein Add-On für die Rainbow-Six-3-Serie erschienen, das mit ein paar neuen Karten, Waffen und Multiplayer-Spielmodi aufwartet. Für die Technik der Terroristen-Jagd ist dabei wieder die bekannte Unreal-Engine zuständig.
/ Andreas Donath
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Im Erweiterungspack finden sich acht neue Einzel- und Mehrspieler-Missionen, die in einer Chemie-Fabrik, auf einer Fähre, in einer Universität, in italienischen Altstadtgassen und im Dschungel in diversen Ländern spielen. Außerdem wurden drei schon bekannte Missionen aus Rainbow Six, Rogue Spear & Urban Ops noch einmal integriert und auf die Unreal-Engine heraufgehievt.

Die neuen Maps haben den Vorteil, dass sie sehr schön ausgestaltet sind - was nicht nur auf die grafische Aufmachung und Detaillierung, sondern auch auf das topographische Design zutrifft. Das Spiel macht einfach mehr Spaß, wenn die Karten verwinkelter sind und mehr Möglichkeiten für schnelle Reaktionen, Häuserkampf und Hinterhalte bieten.

Im Add-On sind neue Waffen enthalten, die allerdings kaum den Kaufpreis rechtfertigen. Darunter sind mit dem G3 KA4 ein verkürztes Sturmgewehr mit 7,62 mm auf Basis des G3A3, das russische OTs-14 Groza mit 9 x 39 mm, das leichte Maschinengewehr GM240G, die Beretta M93R, das Schrotgewehr Heckler & Koch/Benelli's M4 Super 90/XM1014, das Scharfschützengewehr H&K SL8-2 und die Maschinenpistole Beretta Spectre M4.

Der interessanteste neue Multiplayer-Modus ist "Capture the Enemy". Wenn man einen Gegner angeschossen hat, stirbt dieser nicht, sondern bleibt für eine kurze Zeit bewegungslos. Wenn man ihn dann mit der eigenen Spielfigur erreicht, kann man ihn verhaften und er steht in der Runde nicht mehr zur Verfügung. Erreichen seine eigenen Einheiten ihn vorher, ist er wieder frei. Dieses Spielprinzip sorgt für allerlei Spaß und wildes Geballer, da natürlich beide Seiten auf die Gefangenen zurennen und dann im letzten Moment aufeinander losgehen.

Im Spiel sind jetzt außer Geiseln auch noch andere Nicht-Combattanten enthalten, die natürlich keinen Schaden nehmen dürfen. Das macht das Spiel zwar realistischer, wenngleich auch beklemmender, angesichts der aktuellen Lage in Ländern wie dem Irak.

Rainbow Six Athena Sword kostet knapp 30,- Euro und hat eine USK-Einstufung von 16 Jahren. Ab einem Rechner mit 1,5 GHz und einer schnellen Grafikkarte sowie mindestens 512 MByte RAM ist man ruckelfrei dabei.

Fazit:
Das Erweiterungspack Rainbow Six Athena Sword lohnt sich kaum für Spieler, die lediglich alleine spielen. Dafür bietet das Add-On einfach zu wenig Neues und auch die Karten und Waffen sind kaum genügend Motivation. Der Multiplayer-Modus allerdings kann vor allem dank des neuen Modus Capture the Enemy überzeugen.


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