Spieletest: Rainbow Six Lockdown für den PC

Wie gehabt geht es mit einem Team durch die Level, die meistens aus Gebäuden bestehen - doch teilweise ist auch etwas offener Himmel zu sehen. Zumindest in einem Level durchwandert man gar auf der Suche nach Bösewichtern ein Tunnelsystem.
Früher waren Rainbow-Six-Titel mit einer vor jeder Mission stehenden Planungsphase garniert, auf der ein Grundriss des Einsatzgeländes und die geplanten Wege für die einzelnen Team-Mitglieder eingezeichnet war. Doch damit ist nun Schluss - Lockdown ist eher ein Shooter als ein Taktikspiel. Was auch weggefallen ist: das Umschalten zwischen den einzelnen Team-Mitgliedern. Wenn die eigene Spielfigur tot ist, ist das Spiel zu Ende. Zum Glück besteht die Möglichkeit, jederzeit einen Speicherpunkt zu setzen.
Teilweise unterscheiden sich die Karten von der Konsolenversion - doch meistens entsprechen sie dem, was man auch bei der Xbox sehen kann. Die Grafik ist allerdings deutlich hübscher geworden: die Texturen detaillierter, die Bewegungsabläufe der Figuren flüssiger und vielfältiger und die Explosionen sowie der Rauch etwas realistischer.
Zum Klären unsicherer Situationen gibt es Nachtsichtgeräte, einen Herzschlagscanner und natürlich auch eine Hand voll Team-Befehle zum Öffnen und Räumen von Zimmern. Die Truppe wird mit Hilfe von Markierungspunkten dirigiert, die in Sichtreichweite der eigenen Spielfigur gesetzt werden können, wie man es beispielsweise von Full Spectrum Warrior kennt.
Die Türen lassen sich in Lockdown mit dem Mausrädchen stufenlos öffnen und übernehmen so etwas wie eine Schießschartenfunktion. Dort und hinter der dünnsten Wand und der schwächsten Säule findet man Schutz vor gegnerischen Kugeln - nicht sehr realistisch.
Zum Ton gibt es nicht viel zu sagen - die Sprachausgabe ist ordentlich und nicht peinlich übersetzt worden - die Waffen klingen zwar cinematisch übertrieben, aber das dürfte die wenigsten Spieler stören. Der Multiplayermodus bietet unter anderem die Spielarten Deathmatch, Team-Deathmatch und Capture the Flag, wo jeweils 15 Spieler mitmachen dürfen. Beim Rivalität-Modus kann man mit zwei Teams nach Geiseln suchen, die zufällig auf der Karte verteilt werden - dabei gilt es, die meisten Geiseln zu retten.
Fazit:
Wer die früheren Versionen von Rainbow Six gemocht hat, wird bei Lockdown einige Überraschungen erleben. Zwar ist die Grafik besser geworden, doch hat sich das Gameplay stark gewandelt: vom Taktikspiel mit Shooter-Einlage hin zum reinen Actionspiel. Wirklich ärgerlich ist die KI der Spielfiguren - von Teamplay ist nicht viel zu spüren. Manchmal wirkt es gar so, als sei man als Einzelkämpfer besser dran. Im "Einsamer Wolf"-Modus kann man diese These überprüfen. Im Vergleich zur Xbox-Fassung macht das PC-Spiel aber mehr Spaß - nicht nur wegen der Grafik, sondern weil die Steuerungskombination Maus und Tastatur einfach besser funktioniert als das Gamepad.



