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Robotervögel mit Flugverhalten ihrer gefiederten Artgenossen

Fliegende Roboter zur Aufklärung. Forschern der Universität des US-Bundesstaates Delaware ist es gelungen, kleine fliegende Roboter zu entwickeln, die bei ihrem Flug einige Prinzipien ihrer gefiederten Artgenossen nachahmen. Die Entwicklung zielt neben industriellen vor allem auf militärische Anwendungen ab.
/ Andreas Donath
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Die Roboter-Experten der Universität von Delaware unter der Leitung von Sunil K. Agrawal, Professor für Maschinenbau, arbeiten an der Entwicklung von kleinen Robotern, mit deren hubschrauberartigem Flug das Verharren von Kolibris und Schwärmern (Sphinx-Motten) in der Luft künstlich nachgeahmt werden soll.

Nach Angaben von Agrawal sollen die Geräte in der Lage sein, Kleinstkameras zu tragen und in Schwärmen zu fliegen, um weitläufige Überwachungsdaten an einen Zentralcomputer zurückzusenden. Man kann sich vorstellen, dass derartige Aufklärungssysteme nicht nur industrielle, sondern auch militärische Anwender finden können.

Frühere Versionen der Robotervögel waren noch aus Balsa-Holz gemacht und wurden wie Kinder-Modellflugzeuge mit einem gedrehten Gummiband angetrieben, die Flügel antreiben. Die neueren Designs haben schon Batterie-Antrieb und Elektromotoren. Man habe bei Freilandversuchen festgestellt, dass sich sogar echte Vögel um die Roboter sammelten und sie umkreisten, sagte Agrawal. Die Flugzeit betrug allerdings nur 2 Minuten und es gab keinerlei Fernsteuerung. Aktuelle Designs sind nun aus Carbon-Fasern und Papierflügeln mit Mylarverstärkung, die nur noch ein Gewicht von 50 bis 15 Gramm auf die Waage bringen und auch kleinere Abstürze unbeschadet hinnehmen.

Nach Angaben von Agrawal arbeitet man nun an Design-Optimierungen und Gewichtsreduktion sowie der Reduktion des Stromverbrauchs. Das Ziel sind Robotervögel, die in eine Handfläche passen, einen gesteuerten Flug zulassen und ihren Kurs untereinander koordinieren.


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