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Spieletest: Fist Alpha - Add-On für Vietcong

Spannende Ergänzung des miltitärischen First-Person-Shooters. Mit Fist Alpha ist ein Add-On für das First-Person-Shooter-Spiel Vietcong erschienen. Zeitlich gesehen ist das Spiel vor den Geschehnissen in Vietcong angesiedelt – und auch hier kommandiert man einen Zug Army-Soldaten durch die Gefahren des Dschungels.
/ Andreas Donath
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Das Spiel ist mit neuen Waffen und natürlich neuen Einzelspieler- und Multiplayer-Missionen ausgestattet. Dabei kämpft man wieder gegen den Vietcong und die vietnamesische Nordarmee.

Den Trupp führen Warren Douglas SFC und Nguyen Nham an, zudem gibt es fünf weitere Protagonisten, die durch unterschiedliche Fähigkeiten mehr oder minder glänzen. Das Erweiterungspaket bietet sieben neue Einzelspieler-Missionen sowie acht neue Multispielerszenarien, bei denen bis zu 64 Spieler über einen LAN oder das Internet teilnehmen können.

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Zu den neuen Waffen gehört das M14 mit Scharfschützen-Ausstattung, das leichte Maschinengewehr M60 sowie das sowjetische Tokarev Svt 38 und die populäre tschechische Scorpion-Maschinenpistole. Dazu kommt die Maschinenpistole Sten MK und eine leichte russische Degtyarev sowie auf Gewehre aufpflanzbare Bajonette.

Im Spiel tauchen auch der Jagdbomber Phantom F-4U, der schwere Bomber B-52 und die altbewährten Hubschrauber der Ära auf, die sogar heute teilweise noch im Einsatz sind. Die Einzelspielermissionen sind ziemlich aufwendig gestaltet und dauern richtig lange, so dass der Preis des Spiels durchaus gerechtfertigt ist. Das gesamte Fist Alpha ist deutlich schwieriger als das ursprüngliche Spiel geworden.

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Auch die Missionsziele sind interessanter geworden – zum Beispiel muss man einen abgeschossenen Piloten suchen und bergen. Häufig ist es das Ziel, keinen Alarm auszulösen, was viele kniffelige Situationen beschert.

Das Gameplay hat sich hingegen nicht besonders verändert – die größte Verbesserung, die man vorfindet, ist das Verhalten des Gegners. Deren Koordination ist nun wesentlich effektiver, so dass man häufiger schwierige Feuerstellungen überwinden muss als beim Ursprungsspiel. Bei der Grafik hat sich nicht allzu viel getan – die Spielphysik wurde jedoch merklich verbessert. So ist der Waffenrückstoß nun deutlicher ausbalanciert, die Explosionen beinflussen die Umgebung stärker.

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In manchen Missionen ist der Dschungel nun so realitätsgetreu nachgebildet, dass man nur noch etwas sieht, wenn man aufrecht geht. Die Musikuntermalung ist wie gehabt ausgezeichnet und auch die Toneffekte sind ein wesentlicher Bestandteil der dichten Atmosphäre, die sich beim Spielen aufbaut.

Leider ist die Wegesuche der eigenen und gegnerischen Soldaten immer noch recht mies, so dass sie sich gelegentlich an den unmöglichsten Stellen "verrennen" und so ein zu gutes Ziel bieten.

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Das Spiel ist mit einer Altersfreigabe von 16 Jahren versehen und kostet rund 20,- Euro. Eine schnelle Grafikkarte, ein Prozessor deutlich jenseits von einem GHz und mindestens 512 MByte RAM sollten es bei dem ressourcenhungrigen Spiel schon sein.

Fazit:
Vietcong – Fist Alpha ist ein ordentliches Erweiterungspaket für den militärischen First-Person-Shooter. Die Atmosphäre ist wieder genauso dicht wie beim Ursprungsspiel, wobei wiederum der Ton die Musik macht und das Ganze erst so richtig spannend macht. Es wurde zwar bei der Intelligenz des Gegners etwas getan – nur leider wurde auf halber Strecke Halt gemacht. Ein Shooter, bei dem die eigenen und fremden Spielfiguren stupide gegen Baumhindernisse anrennen und so ihr Verderben in Kauf nehmen, ist nicht mehr zeitgemäß.


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