Spieletest: Call of Duty - Atmosphärischer WWII-Shooter
Kriegs-Shooter mit vier Kampagnen. Der Zweite-Weltkriegs-Shooter Call of Duty wurde in den letzten Wochen bereits mit vielen Vorschusslorbeeren bedacht, nun ist nach zwei Demos auch endlich die Vollversion in den Läden. Das Spiel von Infinityward versetzt den Spieler als Soldat auf alliierter Seite an Schauplätze nach Frankreich, Deutschland, Österreich und in die Sowjetunion.
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Die Szenerien in Call of Duty erinnern meist an Spielfilme, bei denen man nur ein Teil eines Sets ist, da man stets mit anderen Soldaten zusammenarbeiten muss – ohne aber dabei auch nur die geringste Möglichkeit zu haben, auf deren Aktionen Einfluss zu nehmen. Das Spiel ist zudem relativ stark gescripted, was dafür sorgt, dass man auch keine alternativen Lösungsmöglichkeiten für bestimmte Kampfsituationen herausfinden kann. Wenn man mit seiner eigenen Taktik an einer Stelle zu oft scheitert, kann man sicher sein, dass der Weg so von den Spieledesignern nicht gedacht war und man sich eine andere Herangehensweise ausdenken muss.
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Im Gegensatz zu vielen anderen Genrevertretern muss man während des gesamten Spieleverlaufs keine einzige Tür öffnen und die Zahl der Gegenstände, die man aufsammeln muss, ist an zwei Händen abzuzählen. Rätsel und Ähnliches kommen überhaupt nicht vor. Damit fallen auch viele störende Elemente weg, die man aus anderen Shootern kennt.
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Nachdem überall Verbandskästen und -päckchen herumliegen, ist es relativ selten nötig, dass man die jederzeit verfügbare Speicherfunktion nutzt, zumal das Spiel innerhalb der Missionen an festgelegten Punkten selbst zwischenspeichert. Die liegen gelassenen Waffen und die Munition der Gegner und der eigenen Kameraden kann man per Tastendruck aufsammeln.
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Die Kampagne versetzt einen zuerst als US-Soldaten in die Normandie, wo man als Mitglied einer Luftlandeeinheit die Invasionstruppen unterstützen muss. In teilweise real stattgefundenen Einsätzen bekämpft man Artilleriestellungen, schießt sich den Weg durch ein französisches Dorf frei, verschanzt sich in einer Kirche und muss sogar Panzer mit gezielten Schüssen aus einer Panzerfaust ausschalten. Auch eine Mission unter Zeitdruck und die Befreiung eines Verbündeten aus dem Keller eines großen Landsitzes wollen absolviert werden.
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Nach der amerikanischen Kampagne nimmt man an britischen und russischen Kampfeinsätzen teil. Die einzelnen Kampagnen stehen recht zusammenhanglos nebeneinander, eine geschlossene Hintergrundgeschichte gibt es nicht. Vor jeder Mission wartet dafür ein Briefing und eine kurze Einleitung, die den Spieler in die jeweils anstehende Aufgabe einführt.
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Neben Infanterie-Einsätzen erwarten den Spieler in den folgenden Missionen auch waghalsige Lastwagenrennen mit deutschen Truppen, die Befreiung gefangener Offiziere aus einem Kriegsgefangenenlager, die Verteidigung einer Brücke, die Verminung der Tirpitz, ein Kampf im Hürtgenwald und sogar die Schlacht um Stalingrad. Als russischer Soldat kann man dann schließlich auch noch an einer Panzerschlacht teilnehmen und zu guter Letzt sogar auf dem Reichstag die russische Flagge hissen.
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Besonders die russische Kampagne bietet eine extrem dichte Atmosphäre. Dies beginnt beim Überqueren der Wolga beim Angriff auf Stalingrad, bei dem die kleinen Barken wie im Film "Enemy at the Gates" von Jean-Jacques Annaud von Stukas beharkt werden. Beim ersten Einsatz erhält man nicht einmal ein Gewehr, sondern muss einfach nur nach vorne rennen, während links und rechts die Kameraden von feindlichen Maschinengewehrgarben hinweggemäht werden und hinten die Politkommissare jeden Rotgardisten, der versucht, diesem Wahnsinn zu entfliehen, erschießen.
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Die Grafik des Spiels ist nicht so schön wie beispielsweise von Hidden & Dangerous 2, vor allem die Spielfiguren, ihre Bewegungen und Gesichter sind etwas grobschlächtig – man merkt, dass die verwendete Quake3-Engine nicht mehr die allerjüngste ist. Die Landschaften und die Effekte sind hingegen sehr viel ansprechender, das größte Lob gebührt allerdings den Sounddesignern: Nicht zuletzt auf Grund des bombastischen Soundteppichs des Spiels aus Stimmengewirr, Geschrei, Granateinschlägen und anderen Waffengeräuschen, die bei Mehrkanalsound den Spieler mitten ins Spielgeschehen versetzen und Nachbarn erschrecken, sorgen für eine dichte und mitunter beklemmende Atmosphäre.
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In einigen der Missionen wird dieses atmosphärische Spieleerlebnis allerdings durch die mitunter eintönigen und immer wiederkehrenden Aufgaben getrübt. Oft muss man einfach das ganze Gelände von feindlichen Soldaten befreien, um daraufhin sofort mit der nächsten Mission konfrontiert zu werden, wo man praktisch das Gleiche ein paar Kilometer weiter noch einmal erledigen muss.
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Das Gegnerverhalten ist durchschnittlich gut ausgeprägt, wobei man meist kaum erkennen kann, ob es sich hier schlicht um gescriptete Verhaltensweisen handelt oder ob auf Grund der Spielerinteraktion bestimmte Aktionen ausgelöst werden – zumindest gehen die Gegner durchaus in Deckung, werfen Handgranaten und besetzen auch herrenlos gewordene MG-Stellungen wieder.
Call of Duty bietet nicht nur ein sehr intensives, sondern leider auch ein recht kurzs Spielerlebnis – für die Singleplayer-Kampagne reicht ein Wochenende, mehr als acht bis zehn Stunden werden auch Einsteiger kaum benötigen. Das Spiel bietet zusätzlich aber auch einen Multiplayermodus, den man im LAN oder Internet nutzen kann. Hier lassen sich auch Modifikationen einspielen, die bereits in diversen Foren von enthusiastischen Fans angeboten werden.
Call of Duty ist für PC ab sofort im Handel erhältlich. Die USK-Freigabe liegt bei 18 Jahren.
Fazit: Call of Duty ist zweifelsohne ein gelungener Shooter, bei dem zwar kaum Wert auf Realismus gelegt wurde, der in puncto Atmosphäre aber die meisten Konkurrenzspiele weit hinter sich lässt. Leider wiederholen sich die Aufgaben zum Teil, das Level-Design hätte durchaus ein wenig mehr Abwechslung vertragen; auch ist der Umfang der Singleplayer-Kampagne schlicht zu gering. Trotzdem: Shooter-Fans sollten sich diesen kurzen, aber heftigen Action-Titel besser nicht entgehen lassen.