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Bundeswehrverband: Medal of Honor ist "widerwärtig"

Der britische Verteidigungsminister bittet Händler, den Ego-Shooter Medal of Honor nicht in ihr Angebot aufzunehmen. Auch ein Sprecher des deutschen Bundeswehrverbandes übt heftige Kritik an dem Spiel, in dem der Spieler in Afghanistan kämpft.
/ Peter Steinlechner
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"Es ist widerwärtig, so ein Spiel auf den Markt zu bringen, während in Afghanistan Menschen sterben" , sagte Wilfried Stolze, Sprecher des Deutschen Bundeswehrverbands, einem Interessenverband aktiver und ehemaliger Soldaten der Bundeswehr, im Gespräch mit Focus(öffnet im neuen Fenster) . Noch weiter geht der britische Verteidigungsminister Liam Fox. Er ist empört, dass Spieler – im Multiplayermodus – als Taliban antreten können. "Die Taliban sind dafür verantwortlich, dass Kinder ihre Väter und Frauen ihre Ehemänner verloren haben" , sagte er zu Yahoo.com(öffnet im neuen Fenster) . Fox bittet den britischen Einzelhandel, Medal of Honor nicht in sein Sortiment aufzunehmen.

Medal of Honor – Announce-Trailer
Medal of Honor – Announce-Trailer (00:59)

Publisher Electronic Arts ist sich keiner Schuld bewusst. Es gebe in Kriegen nun mal zwei Seiten, und das sei eben auch in Medal of Honor so, wo bei der Vermarktung großer Wert auf Realismus gelegt wird. Angeblich haben mehrere ehemalige Elitesoldaten der US-Armee das Entwicklerteam beraten. Das Actionspiel soll am 14. Oktober 2010 für Xbox 360, Playstation 3 und Windows-PC erscheinen.


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