Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Spieletest: Conflict Vietnam (PC) - Müder Konsolenabklatsch

Vietnam-Action für PC-Spieler. In PC-Spiel Conflict: Vietnam schlüpft man in die Rolle von vier US-Soldaten, die während der Tet-Offensive im Vietnamkrieg eine Vielzahl von Missionen überstehen müssen. Wie bei vielen Militär-Shootern üblich, wird man zunächst einmal zum Kennenlernen der Waffen und der restlichen Spielsteuerung auf einen Trainingsparcours geschickt, bei dem man als Anführer des Trupps auch gleich die Mannschaftssteuerung erlernen kann.
/ Andreas Donath
Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)

amazon Affiliate

Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.

Neben der eigenen Rolle kann man jederzeit auch die der anderen Soldaten übernehmen, die mit unterschiedlichen Begabungen und Waffen ausgerüstet sind. Neben normalen Schnellfeuergewehren gibt es auch ein tragbares MG, Scharfschützen, Granatwerfer und ähnliches Kriegsgerät.

amazon Affiliate

Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.

Nach der Ausbildung im Dschungelcamp geht es auch schon in den Einsatz – zunächst einmal muss die eigene Basis gegen den anstürmenden Feind verteidigt werden, danach wird das Umland erkundet und unterirdische Höhlensysteme des Vietcong, Dörfer und ähnliche, aus den Filmen zu diesem Konflikt sattsam bekannte Schauplätze durchkämpft.

Besonders abwechslungsreich sind die Missionen allein schon wegen der unterschiedlichen Szenerien und Landschaften – inhaltlich ist aber außer dem obersten Ziel "Überleben" kaum Innovatives zu finden: Letztlich ist man den vorgegegebenen Pfaden des Spiels ausgeliefert, auch wenn man sich relativ frei auf den weitläufigen Karten bewegen kann.

amazon Affiliate

Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.

Die hervorragende Sounduntermalung bis hin zu den Spezialeffekten trägt zur Verdichtung der Atmosphäre wesentlich bei. Vor allem auch die Möglichkeit, einige Personen im Spiel ansprechen zu können, fördert interessant gemachte Dialoge zu Tage, die zwar nicht spielrelevant sind, aber zumindest beim ersten Hören sogar erheiternd wirken. Bei 5.1-Soundsystemen kann man teilweise sogar die Angriffsrichtung der Gegner hören, die sich durch Blätterrascheln oder Ähnliches verraten.

amazon Affiliate

Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.

Weniger schön ist in der PC-Version die Grafik gelungen, die sich – einmal abgesehen von der Auflösung – von der Xbox-Version nur sehr wenig unterscheidet. Die Gesichter der Soldaten wirken angesichts der Konkurrenztitel, die dies wesentlich besser hinbekommen, dürftig detalliert und recht leblos. Auch die Umgebung, vor allem die Vegetation und die Explosionen, sind nicht mehr auf der Höhe der Zeit. Selbst Spiele, wie das schon Ende 2001 erschienene Ghost Recon für PC, haben schon sich im Wind bewegende Vegetation vorzuweisen gehabt – bei Conflict Vietnam hingegen weht kein Lüftchen, selbst wenn ein Helikopter im mannshohen Gras landet und auch beim Robben durchs Gelände gleitet man durch solche Hindernisse hindurch, als seien sie Luft.

Das Spiel ist sowohl aus der Ich-Perspektive als auch aus der Sicht einer dritten Person spielbar – je nach Geschmack kann man sehr schnell zwischen beiden Ansichten umschalten. Die Waffen und die Munition der (toten) Gegner kann man jederzeit benutzen, was angesichts der langen Missionen und der schieren Übermacht der Gegner auch bald nötig wird.

amazon Affiliate

Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.

Auch die zahlreichen Verbandpäckchen, mit denen man die Kameraden wieder zusammenflicken kann, sollte man fleißig sammeln – denn selbst wenn das Spiel keinen wirklichen Anspruch auf Realismus enthält – leicht ist es nicht. Dies liegt auch an den wenigen Save-Points, die das Abspeichern des Spielstandes nur an definierten Punkten erlauben und nicht gerade zum Spielspaß beitragen.

Die Intelligenz des Gegners und die der eigenen Mannen ist nahe am Nullpunkt. Einerseits warnen die Soldaten vor nur schwer erkennbar aufgestellten Sprengfallen – vermutlich weil das Script es so will, andererseits gehen sie oft nicht einmal in Deckung, wenn eine Handgranate ihnen buchstäblich vor die Füße fällt oder der Gegner feuernd vor ihnen steht. Die Gegner lassen es sich oft nicht nehmen, wie besinnungslos herumzustehen und nur zu warten, bis sie das unvermeidliche Schicksal ereilt.

amazon Affiliate

Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.

Einen Multiplayer-Modus bietet das Spiel nicht, so dass man die insgesamt 14 Missionen zwar in mehreren Schwierigkeitsstufen durchspielen kann, aber letztlich für sein Geld doch eine etwas magere Gegenleistung erhält.

Fazit:
Ein besonders hervorhebenswertes Spiel ist Conflict:Vietnam für PC nicht geworden, zumal es einfach viel zu sehr nach dem Xbox-Pendant aussieht, das zeitgleich auf den Markt gekommen ist. Die Steuerung auf der Xbox ist mit dem Pad sogar etwas besser gelöst worden als beim PC-Spiel, das man mit einer Kombination aus Maus und Tastatur meistern sollte. Die etwas antiquiert wirkende Grafik ist auch durch den wirklich hervorragenden Sound und die Geräuschkulisse nicht wettzumachen – zumal das Spiel nach rund 20 Stunden durchgespielt sein sollte, wählt man nicht gerade die höchste Schwierigkeitsstufe aus.


Relevante Themen