Spieletest: Codename Panzers - Heiße Gefechte in 3D-Optik
Echtzeit-Strategiespiel mit vielen interessanten Features. Mit Codename Panzers – Phase One hat CDV ein Echtzeit-Strategiespiel entwickelt, das komplett in 3D abläuft und nicht etwa wie Sudden Strike oder Blitzkrieg die Dreidimensionalität nur nachahmt. Codename Panzers spielt wieder einmal im Zweiten Weltkrieg, wobei man als Spieler die amerikanische, deutsche und russische Seite auswählen kann.
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Codename Panzers beinhaltet rund 100 fein-detaillierte Einheiten, die von einfachen Infanteristen, Flammwerfereinheiten, Schützenpanzern und Lastwagen bis hin zu Panzern, Artillerie und Bunkeranlagen reicht. Man kann keinerlei Gebäude bauen oder Nachschub produzieren, während die Mission läuft. Umso wichtiger ist deshalb auch die Instandsetzung und Sanitätsversorgung auf dem Feld. Dafür stehen neben Sanitätern auch Reparaturfahrzeuge und einige wenige Stützpunkte zur Verfügung. Letztere sind parteienabhängig, so dass sie erst erobert werden müssen, um sie nutzen zu können.
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Ein Bonussystem vergibt je nach Spielverlauf Prestige-Punkte, die dann in der nächsten Spielphase gegen neue Einheiten eingetauscht werden können. Insofern hat der Spieler selbst die Auswahl, mit welchen Einheiten er versucht, die Missionen zu gewinnen. Es ist allerdings auf Grund der Missionsbeschreibung kaum möglich, die passenden Einheiten gleich von vornherein bestimmen zu können – vielmehr lohnt es sich, eine Mission erst einmal anzufangen, um zu entscheiden, ob man sie nicht lieber noch einmal abbricht und seinen Fuhrpark anders ausstattet. Speichern ist zu jedem beliebigen Zeitpunkt während einer Mission möglich.
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Das Spiel umfasst drei Kampagnen zu je zehn Missionen, die auf deutscher, russischer und amerikanischer Seite durchgespielt werden können. Das Spiel enthält größere Mengen von Cut-Szenen, die allesamt mit der Spiele-Engine gerendert wurden und so keinen schroffen Übergang zum eigentlichen Spielgeschehen mit sich bringen.
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Die gesamte Umgebung ist ebenfalls in 3D gehalten. Die Kameraperspektive kann in alle Richtungen gedreht werden, zusätzlich steht ein Zoom zur Verfügung, das ausreichend Überblick über das Spielfeld vermittelt. Darüber hinaus gibt es eine Minimap, auf der man die gesamte aufgedeckte Karte mit eigenen und aufgeklärten feindlichen Einheiten einsehen kann.
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Die Aufklärung erfolgt nicht nur auf Sichtkontakt, sondern auch akustisch. So sieht man gelegentlich Infanterie oder Panzerfahrzeuge noch nicht, sondern lediglich ein Icon, das nur die ungefähre Position verrät, in der sich der Gegner befindet. Daraus ergeben sich neue Taktikoptionen: Beispielsweise kann man dann in diese Richtung Artillerie einsetzen oder den Rückzug oder die Umgehung des Gegners viel besser planen. Die Wahrnehmungsfähigkeit für Geräusche steigt mit den Erfahrungspunkten, die erfolgreiche Soldaten einsammeln.
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Beim Ausrüsten der Infanterie kann man zudem bestimmen, welche Sekundärwaffen sie mit sich führen: Von der Handgranate über Dynamit, Molotow-Cocktails, Teller- und Haft-Minen bis hin zu Schlauchbooten und Minensuchgeräten ist alles vorhanden. Die Sekundärwaffe wird einfach bei Bedarf manuell ausgewählt und auf das gewünschte Objekt angewendet. Ebenso einfach wird das Laufverhalten der Einheiten bestimmt: Rennen, Robben oder im normalen Marschtempo gehen wird per Mausklick bestimmt. Ein Doppelklick auf den Zielpunkt lässt die Einheiten unanhängig vom eingestellten Bewegungsmodus dorthin rennen, danach verfallen sie wieder in den voreingestellten Trott.
Auch bei Codename Panzers ist das immer beliebter werdende Helden-Prinzip verwirklicht worden. Ein oder mehrere Helden begleiten die Kampagnen, vereinen Einheiten unter sich, müssen auf jeden Fall überleben und sind mit einigen Spezialfähigkeiten ausgestattet.
Die Umgebung, vor allem Bäume und Bauten sind zerstörbar und verlieren dann auch ihre Deckungs- und Schutzfunktion für die dort stehenden Einheiten. Erstmals sind Häuser und andere Bauwerke jetzt nicht nur besetzbar, sondern werden auch mit Innenleben dargestellt. Schickt man seine Soldaten in ein Gebäude, wird das Dach entfernt und man kann hineinsehen, um beispielsweise Häuserkämpfe zu verfolgen.
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Eine besondere Funktion kommt den teuren Flammwerfereinheiten zu: Sie können gegnerische Fahrzeuge nicht nur zerstören, sondern die Besatzung auch zum Aussteigen zwingen. Ist das Fahrzeug dann wieder langsam abgekühlt (symbolisiert wird dies durch ein kleines Thermometer), kann es von eigenen Soldaten besetzt und benutzt werden. Dieses Spiel lässt sich beispielsweise auch mit gegnerischen Geschützen spielen.
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Wie schon in ähnlichen Echtzeitstrategie-Spielen kann man auch in Codename Panzers noch Bomber, Jäger, Aufklärer, Fallschirmjäger oder Artillerieeinsätze als strategische Elemente in begrenzter Zahl in einigen Missionen einsetzen.
Die Spielsteuerung ist sehr ergonomisch und lässt eigentlich keine Wünsche offen. Die Wegfindung der eigenen Einheiten ist gelegentlich manuell zu korrigieren, vor allem in engen Passagen geraten die Einheiten sonst schnell unter gegnerisches Feuer. Die Gegnerintelligenz ist von kleinen Ausnahmen wie schlichtweg unbeteiligt wirkenden Einheiten sehr ordentlich. So fliehen sie angesichts einer Übermacht, sammeln sich erneut und greifen dann wieder an oder halten sich im Hintergrund.
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Vom Schwierigkeitsgrad her ist Codename Panzers im Mittelfeld anzusiedeln und erfordert weniger ausgefuchstes Vorgehen wie beispielsweise Blitzkrieg. Zudem gibt es vier Multiplayer-Modi mit zahlreichen Karten. Hier kann man sich online oder im LAN mit menschlichen und Computergegnern messen.
Die grafische Gestaltung des Spiels ist ein riesiger Schritt vorwärts gegenüber Klassikern wie Sudden Strike oder Blitzkrieg und nicht nur optische Spielerei. Der dreidimensionale Geländeaufbau ist hier nicht wie in vielen Genrevertretern hinderlich und sorgt für einen schlechteren Überblick, sondern kann auch wirklich genutzt werden, um den Gegner auszutaktieren.
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Die Explosions- und Wettereffekte wirken deutlich filmnäher als bei den bisherigen Genrevertretern und tragen stark zur dichten Atmosphäre des Spiels bei. Bei den Fahrzeugen erkennt man sogar das Einfedern der Achsen beim abrupten Bremsen. Die Figuren sind derart detailliert ausgestattet, so dass es sich durchaus lohnt, gelegentlich in den zum Spielen eigentlich ungeeigneten Makrobereich zu zoomen, um sich das Geschehen aus der Nähe anzusehen.
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Die Cut-Szenen und die eingestreuten Tagebucheinträge, die die einzelnen Missionen miteinander verbinden, sind zwar von etwas Pathos, aber durchaus auch von Ernüchterung und Ironie getragen und wirken deshalb keineswegs deplatziert.
Auch vom Ton her kann Codename Panzers voll und ganz überzeugen, ein paar mehr Statusmeldungen der Einheiten hätten allerdings für etwas Abwechslung sorgen können. Dafür sind Detonationen, aber auch Natur- und Motorengeräusche absolut überzeugend. Puristen werden sicherlich bemerken, dass einige Geräusche übertrieben und nicht unbedingt realitätsgetreu sind, doch dem Spielspaß tut dies keinen Abbruch.
Codename Panzers, das im Handel ab dem 18. Juni 2004 verfügbar sein soll, hat eine USK-Einstufung von 16 Jahren und kostet ungefähr 45,- Euro. Für das Spiel sollte man einen Rechner mit mindestens 2 GHz und 512 MByte Arbeitsspeicher und eine aktuelle schnelle Grafikkarte einsetzen.
Fazit: Mit Codename Panzers ist CDV bzw. dem Spielestudio Stormregion ein großer Wurf gelungen, der das WKII-Echtzeitstrategie-Genre durch einige neue Spielideen deutlich bereichert und für lang anhaltenden Spielspaß sorgt. Lediglich ein Karteneditor wäre eine schöne Bereicherung gewesen, die leider fehlt.