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Spieletest: Silent Storm Sentinels - Rundenbasierte Hatz

Fortsetzung des beliebten Silent Storm in Form eines Add-Ons. Die Erweiterung "Silent Storm: Sentinels" setzt das im Zweiten Weltkrieg angesiedelte Taktikspiel "Silent Storm" fort. Nach dem offiziellen Ende des Krieges 1945 ist der Spieler Mitglied der geheimnisvollen Gruppe "The Sentinels" geworden, welche die fiktive Gruppe um Thors Hammer bekämpft, um die es auch schon im ersten Teil ging. Anstelle der Mitstreiter und Waffen, die man während des Krieges noch kostenlos zur Verfügung gestellt bekam, muss man nun in der Heimatbasis gegen Cash die Spezialisten anwerben oder die geeigneten Waffen beschaffen.
/ Andreas Donath
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Ansonsten ist das Spielprinzip gleich geblieben – das rundenbasierte Spiel fängt immer in der Basis an und von hier aus plant man nicht nur seine Einsätze und staffiert sich aus, sondern fliegt tatsächlich auch los – bis auf die erste Mission, in der man unvermittelt im Gefängnis aufwacht und erst einmal von dort entkommen muss. Zunächst muss man sich allerdings für eine der Soldaten-Klassen entscheiden, die alle mit etwas anderen Talenten gesegnet sind und die man im Spiel noch ausbauen kann.

Das in echter 3D-Grafik gestaltete Spiel besitzt sogar eine Rag-Doll-Funktion, die die Gegner entsprechend der Einschuss-Stelle taumeln lässt. Gebäude können wieder vollständig zerstört werden und auch die restliche Umgebung trägt bleibende Schäden beispielsweise von Granaten davon. Die meisten Missionen sind Search-&-Rescue-Operationen oder die Vernichtung von einzelnen Gegnern. Auf dem Weg zu ihnen ist man ständigen Gefahren durch größere Feindverbände ausgesetzt, die einem an den Kragen wollen. Während man in den ersten Missionen noch allein unterwegs ist, begleiten einen daraufhin manchmal Mitstreiter.

Die Gegner sind extrem abgebrüht und erlauben keine einfachen Taktiken wie Camping oder die Rambo-Tour – dann ist das Spiel schneller durch eine geschickt geworfene Granate oder Sperrfeuer aus, als man sich versieht. Für Spieler, die sich gerne mit kniffeligen Gegnern auseinander setzen wollen, ist Silent Storm wie geschaffen. Etwas nervig sind allerdings die Scharmützel, in die man durch Zufall auf dem Weg zum eigentlichen Ziel gerät. Auch von der Zielgenauigkeit seiner Mannen ist man mehr als nur einmal enttäuscht. Selten, aber doch ärgerlich: Manchmal gehen Schüsse, die eigentlich hundertprozentig ins Schwarze gehen sollten, auf geheimnisvolle Weise daneben, während eigentlich unmögliche Kunstschüsse gelingen.

Die klangliche Untermalung ist gelungen, die zahlreichen Soundschnipsel, die die Kommunikation der Spielfiguren beinhalten, sind auch von den zahlreichen Nationen geprägt, die im Spiel vorkommen. Der Waffensound ist, soweit wir das einschätzen können, auch recht gut getroffen worden und die Explosionsgeräusche sind hollywoodreif. Das Add-On kann nur mit Silent Storm zusammen installiert werden und ist ohne die Vollversion nicht lauffähig.

Fazit:
"Silent Storm: Sentinels" ist ein Add-On, das sich Silent-Strorm-Kenner nicht entgehen lassen sollten. Die Grafik und der hohe Spielspaß sind für Fans rundenbasierter Spiele für viele Stunden spannender Beschäftigung gut. Wer mehr auf Echtzeitstrategie Wert legt, den wird jedoch auch Sentinels nicht für das rundenbasierte Spielprinzip gewinnen können – so gut ist Sentinels dann doch nicht. Wer Echtzeit-Action sucht, findet sie darin nicht, stattdessen ist mehr Planung und Beschäftigung mit dem Gegner angesagt.


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