Während die Kinder in Anwendungen wie Disney Princess Palace Pets in einer rosaroten Welt spielen, sammeln Hersteller wie Disney und Unity unrechtmäßig Daten und erstellen Nutzerprofile. Das sagen Eltern in den USA - sie haben Klage eingereicht.
Der in den USA inhaftierte britische Hacker soll vorerst auf Kaution freikommen. Weil seine Bekannten das nötige Geld nicht am Freitag aufbringen konnten, musste er das Wochenende in Haft verbringen.
Die elektronische Gesundheitskarte sollte Milliardensummen einsparen und Menschenleben retten. Mehr als elf Jahre nach ihrem Start ist nichts davon verwirklicht. Aus der Spitze des Gesundheitswesens kommen Zweifel, ob die Karte trotz Milliardeninvestition jemals das halten wird, was sie versprach.
Der Streit zwischen den Entwicklern der Grsecurity-Patches und der Open-Source-Community eskaliert: Das Unternehmen hinter den Sicherheitspatches will den renommierten Open-Source-Entwickler Bruce Perens wegen Verleumdung und Kreditgefährdung verklagen.
IT-Experten warnen seit vielen Jahren vor den Gefahren von Wahlcomputern. Nach der umstrittenen Abstimmung über eine verfassungsgebende Versammlung in Venezuela wirft der Hersteller der Geräte Präsident Maduro vor, die Ergebnisse manipuliert zu haben - allerdings ganz manuell.
E-Busse sind hier in Europa noch immer eine Nische. Ganz im Gegensatz zu China, das enorm in batteriebetriebene Fahrzeuge investiert. Die chinesische Metropole Shenzhen soll sogar bis Ende des Jahres nur noch elektrische Busse haben.
Die Telekom hat 622.000 Haushalte mehr mit FTTC/Vectoring und einige davon mit FTTH angeschlossen. Der Konzerngewinn wuchs um rund 40 Prozent auf 874 Millionen Euro.
Die Bundeswehr will agiler werden. Dafür sucht sie nach IT-Fachkräften und neuen Ideen aus Startups. Das beginnt mit vielen Schreibtischen in einem Hochsicherheitsbüro und auf dem Hangar einer Fregatte.
Bosch will die Sensoren moderner Autos zur Detektion freier Parkplätze nutzen. Nun gibt es erstmals ein Fahrzeugmodell, dessen Kunden Daten für das Projekt sammeln können.
Update Die deutsche Autoindustrie will die Abgasproblematik bei Dieselfahrzeugen mit einem Software-Update lösen. Besonders stark belastete Städte sollen Geld für neue Mobilitätskonzepte bekommen.
Eine Tochter der Deutschen Telekom muss das Unterlaufen der EU-Roaming-Freiheit mit Zuschlägen in vier Tarifen stoppen. Das hat die österreichische Telekom-Control-Kommission gegen Telering angeordnet.
Energy2day muss 300.000 Euro zahlen, weil es Tausende Menschen mit Werbeanrufen belästigt hat. Die Bundesnetzagentur ließ die Ausrede nicht gelten, dass dafür nur externe Servicefirmen zuständig gewesen seien.
In Deutschland sollen bald mehr E-Taxis fahren können. Ein kleiner, aber für die Branche wichtiger Schritt ist die Änderung der Mess- und Eichverordnung, die das Bundeskabinett jetzt beschlossen hat. Die erlaubt den Einsatz von E-Autos, die vom Hersteller nicht in der Taxi-Variante angeboten werden.
Softwareentwickler und Hobbymetereologen können künftig neue Anwendungen mit Daten des Deutschen Wetterdienstes schaffen. Diese werden als Open Data zur Verfügung gestellt - nur der Name der Nutzungsbedingungen klingt zunächst etwas bürokratisch.
Wie viel Prozent des Tor-Traffics sind illegal? Nur sehr wenig, sagt das Tor-Projekt auf der Def Con. Der Anteil der Hidden Services sei verschwindend gering. Tor-Nutzer mit Linux sollten ihr Browser-Bundle auf den aktuellen Stand bringen.
Update Seit einem Jahr können auch Kabelnetzkunden ein beliebiges Endgerät anschließen. Doch von der Routerfreiheit machen nur wenige Gebrauch. Ein einziger Hersteller profitiert bislang davon.
Ein Hacker mit dem Pseudonym 0ctane hat auf der Konferenz Def Con einen Computer präsentiert, der vollständig ohne proprietäre Firmware auskommt. Er warnt vor Backdoors, die sich in der Hard- und Firmware befinden können.
VPN-Dienste und Anonymisierungstools sind in vielen Staaten unverzichtbar. In Russland sollen diese Dienste verboten werden. In China hat Apple mehrere VPN-Apps aus seinem Appstore entfernt, weil diese keine gültige Lizenz vorweisen können.
Autonome Kleinbusse könnten künftig in Berlin wenig ausgelastete Strecken befahren. Zwei Tage vor dem Dieselgipfel passt es der Berliner Landesregierung gut, dass die Testautos auch noch elektrisch sind.
Wer als Fußgänger auf mobile Geräte schaut, sollte sich ab Ende des Jahres nicht auf den Straßen von Honolulu bewegen. Der Gesetzgeber der hawaiianischen Großstadt hat beschlossen, uneinsichtige Fußgänger zu bestrafen.
In der Diskussion über die Zukunft der Autoindustrie hat sich Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries (SPD) zu Wort gemeldet: Sie ist gegen ein festes Datum für ein Verbot von Verbrennungsmotoren in Deutschland. In anderen Ländern wird derweil darüber diskutiert.
Um einer verpflichtenden Universalversorgung zu entgehen, macht BT ein Angebot, 99 Prozent aller Haushalte zu versorgen. Es werde FTTC, Fibre To The Home (FTTH), und - für sehr entlegene Haushalte - Fixed Wireless gebaut.
Intelligente Videoüberwachungssysteme sollen nach Ansicht von Strafverfolgern, helfen, Straftaten zu verhindern. Am Berliner Bahnhof Südkreuz wird ein solches System ab dem 1. August 2017 getestet. Freiwillige Teilnehmer hat die Polizei mit einem Einkaufsgutschein gelockt.
Die Arduino-Gründergruppe um Massimo Banzi übernimmt die Führung der Arduino AG. Damit sollte ein langjähriger Open-Source-Krimi endlich ein Ende finden.
Golem-Wochenrückblick Im letzten Wochenrückblick vor der Sommerpause lassen wir Autos allein einparken, alte Rechner hochleben und Drohnenteile vom Himmel regnen. Sieben Tage und viele Meldungen im Überblick.
Als Reaktion auf den Router-Hack forderte die Telekom eine Cyber-Nato - vom Landgericht Köln wurde der Verantwortliche allerdings nur zu einer Bewährungsstrafe verurteilt. Trotzdem darf er nicht auf freien Fuß, weil ein Auslieferungsantrag besteht.
Ein weiterer Single-Sign-on-Dienst "Made in Germany": Medienhäuser und Internetunternehmen aus Deutschland wollen bis zum kommenden Jahr einen gemeinsamen Login-Dienst entwickeln - und sich durch offene Standards von der Konkurrenz abgrenzen.
Eine Firma hat ihre Mitarbeiter pauschal mit Keyloggern und Screenshot-Programmen überwacht. Doch auf dieser Basis ist laut Bundesarbeitsgericht keine Kündigung möglich.
US-Präsident Trump hat im Weißen Haus Verhandlungen mit Foxconn angekündigt. Das taiwanesische Unternehmen plant den Bau einer Fabrik für LC-Displays für Fernseher im US-Bundesstaat Wisconsin. Zuvor hatte Trump gesagt, Apple wolle drei Fabriken in den USA bauen.
Die Netze von O2 Großbritannien sind in Europa vom freien Datenroaming der Reisenden überlastet. Um einen Minimalbetrieb sicherzustellen, drosselt der Netzbetreiber, offenbar auf nur 0,5 MBit/s.
Erneut hat eine Bank Probleme mit Ihrer IT: Informationen über 400.000 Unicredit-Kunden aus Italien wurden kopiert. Die Bank will die Probleme behoben haben und investiert in die Datensicherheit.
Weil es keine ausreichenden Schutzmechanismen für besonders schützenswerte Daten gibt, hat der Europäische Gerichtshof (EUGH) das Abkommen über den Austausch von Fluggastdaten für nicht mit den Grundrechten vereinbar erklärt.
Kunden sollen lieber einen kostenfreien Virenscanner von Kaspersky benutzen, als Windows Defender oder eine andere Lösung - dieser Ansicht ist jedenfalls Eugene Kaspersky. Das Produkt soll im Oktober in Deutschland erscheinen, in den USA kämpft Kaspersky weiter mit politischem Druck.
Im Gesetz gegen Hasskommentare warnte die Koalition vor der Gefahr durch strafbare Falschnachrichten. Nun liefert die bayerische Junge Union selbst ein Beispiel.
Die Telekom beschleunigt ihr altes Kupfernetz plötzlich dort mit Vectoring, wo Landkreise selbst Glasfaser legen, kritisiert ein Kommunalverband. Die Telekom weist dies zurück.
In Schweden gibt es Kritik an der Entscheidung, zahlreiche Informationen über schwedische Bürger in einen Clouddienst auszulagern - ohne dessen Mitarbeiter einer Sicherheitskontrolle zu unterziehen. Die Entscheidung ist im Jahr 2015 getroffen worden, auf die Prüfung wurde aus Zeitgründen verzichtet.
Update Angesichts niedriger Zinsen verlangen Banken und Sparkassen immer mehr Gebühren für die Kontoführung. Beim Onlinebanking sind Kosten für SMS-TANs laut BGH erlaubt - unter einer bestimmten Bedingung.
Bayern führt ein eigenes Förderprogramm für Ladesäulen ein, mit denen Elektrofahrzeuge abseits der eigenen Garage aufgeladen werden können. Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) spricht von geplanten 7.000 Säulen.
Die Stadtvertretung Schwerins will ihren Livestream nicht weiterverwerten lassen. Der Beschluss zum Streaming stützt sich auf Persönlichkeitsrechte der Stadtvertreter.
Wer eine Sicherheitslücke an ein Unternehmen meldet, sollte es dafür eigentlich nicht mit der Polizei zu tun bekommen. Doch ein Schüler in Ungarn wurde festgenommen, nachdem er Schwachstellen im neuen E-Ticket-System der Budapester U-Bahn gefunden hatte.
Um gegen die Hackergruppe Fancy Bear vorzugehen, nutzt Microsoft das Markenrecht und beschlagnahmt Domains. Die kriminellen Aktivitäten der Gruppe würden "die Marke und den Ruf" des Unternehmens schädigen. Komplett stoppen lassen sich die Aktivitäten aber auch auf diesem Wege nicht.
Golem-Wochenrückblick Beim IETF-Meeting in Prag wird hitzig über Internet-Standards diskutiert, bei Bitcoin stehen umstrittene Änderungen an und wir programmieren eine Spielkonsole. Sieben Tage und viele Meldungen im Überblick.
Deutschland soll Vorreiter beim autonomen Fahren werden. Das ist das Ziel von Alexander Dobrindt. Um es zu erreichen, hat der Verkehrsminister weitere Fördermittel in Millionenhöhe für Forschungsprojekte in dem Bereich bereitgestellt.
Eine Gemeinde hat versucht, ein Open-Access-Glasfasernetz zu errichten und zusätzliche Netze von Telekom und Unitymedia zu verhindern. Warum drei Netze, wenn Open Access technisch möglich ist, fragt der Bürgermeister.