• IT-Karriere:
  • Services:

Neue Bildersuche: Fotografenvereinigung Freelens klagt gegen Google

Der Suchmaschinenkonzern Google hat auf die Kritik von Fotografen und Agenturen an der neuen Bildersuche nicht reagiert. Nun geht Freelens juristisch gegen die große Darstellung von Fotos vor.

Artikel veröffentlicht am ,
Die neue Bildersuche von Google
Die neue Bildersuche von Google (Bild: Google/Screenshot: Golem.de)

Die Fotografenvereinigung Freelens hat den Suchmaschinenkonzern Google wegen der vor kurzem in Deutschland freigeschalteten Bildersuche verklagt. "Es ist erschreckend, mit welcher Dreistigkeit Google die Fotografen zu reinen Content-Lieferanten degradiert. Das Geschäftsmodell von Google besteht aus der Missachtung elementarster Autorenrechte - dem muss Einhalt geboten werden", sagte der Freelens-Vorsitzende Roland Geisheimer in einer Pressemitteilung vom 30. März 2017 zur Begründung. Bereits Anfang März hatten sich mehrere Urheberverbände in einem offenen Brief gegen die neue Bildersuche gewandt. Das Unternehmen selbst hatte auf Anfrage von Golem.de erklärt, es halte die neue Darstellung der Fotos für rechtskonform.

Stellenmarkt
  1. Stadt Regensburg, Regensburg
  2. Felsomat GmbH & Co. KG, Königsbach-Stein

Seit Anfang Februar 2017 ist in Deutschland die in anderen Ländern bereits 2013 eingeführte Bildersuche aktiv. Klickt der Nutzer nun auf ein Vorschaubild, wird er nicht mehr direkt auf die Zielseite weitergeleitet. Stattdessen erscheint ein neues Fenster, in dem das Bild je nach Auflösung in Fenstergröße zu sehen ist. Daneben erscheinen Thumbnails ähnlicher Bilder sowie wie einige Buttons, die zur Originalwebseite sowie zum Originalbild führen. Ebenfalls gibt es die Möglichkeit, das Suchergebnis direkt über soziale Netzwerke wie Facebook und Twitter zu teilen. Damit breche der Traffic auf den Seiten der Fotografen zusammen, sagt Freelens.

BGH-Urteil als Richtschnur

Nach Ansicht von Freelens ist die große Anzeige der Fotos nicht erlaubt. "Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes ist es maximal zulässig, im Internet auffindbare Fotos durch Suchmaschinen in Thumbnailgröße zu zeigen, wenn bei Anklicken eines Fotos auf die Website weitergeleitet wird, auf der das Originalfoto veröffentlicht ist", heißt es in der Mitteilung.

Diese Darstellung ist nicht ganz korrekt, denn der BGH hatte in seinem Urteil von 2010 Suchmaschinen keine Vorgaben zur Größe von Thumbnails gemacht, sondern lediglich von "üblichen Nutzungshandlungen" gesprochen, mit denen sich Urheber einverstanden erklärten, wenn sie Inhalte ins Netz hochlüden.

Allerdings ist es gut möglich, dass das Landgericht Hamburg der Klage der Fotografen stattgibt und die neue Bildersuche als unzulässig erklärt. Schließlich konnten die Urheber beim Hochladen der Bilder ins Internet nicht davon ausgehen, dass Google plötzlich die "üblichen Nutzungshandlungen" stark verändert. Freelens kritisiert zudem, dass Google auch die Autorenrechte missachte. "So löst Google die Fotos aus ihrem Sinnzusammenhang - komplette Reportagen werden in Einzelbilder zerlegt und teilweise bildschirmfüllend dargestellt. Dabei werden die Bildunterschriften und die Autorenhinweise unterschlagen", heißt es.

Das Problem für die Fotografen: Wenn sie die Indexierung über die Robots.txt deaktivieren, werden ihre Bilder auf Google nicht mehr gefunden. Daher ist für sie wichtig, dass Google wieder zu der früheren Bildersuche zurückkehrt.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. dcl24.de [12097] Gaming PC RGB Level 20 AMD Ryzen 5 3600X 6x3.8 GHz - X470, 500GB M.2 SSD...
  2. (u. a. LG 65SM8500PLA Nanocell 65 Zoll für 679€, LG 75UK6200PLB 75 Zoll für 849€, LG...
  3. (u. a. Deepcool Gammaxx 400 CPU-Kühler für 22,99€, Samsung ProXpress SL-C4010ND...
  4. 56,53€ (Release: 17. Juli)

mrgenie 31. Mär 2017

Mehr als normale Manager, Chefärzte, Dipl.-Ing, usw. Und ich sehe nicht das geringste...

Anonymer Nutzer 31. Mär 2017

Jap. Auch nachvollziehbar. Nein. Dann würden die Fotografen klagen das selbst die...

Anonymer Nutzer 31. Mär 2017

Vielleicht für "freie" Fotografen ? Freelens klingt für mich nach freelancer ... soll...

FreiGeistler 30. Mär 2017

Ohne js klappts auf die alte Weise (mit hässlichem legacy Design).

FreiGeistler 30. Mär 2017

Und woher hast du die Erlaubnis mein (fiktives) öffentlich ausgehängtes Bild zu...


Folgen Sie uns
       


Huawei Mate Xs im Test

Das Mate Xs von Huawei ist ein Smartphone mit faltbarem Display - und für uns das erste, das vom Design her alltagstauglich ist. Das dürfte allerdings zu Lasten der Widerstandsfähigkeit gehen.

Huawei Mate Xs im Test Video aufrufen
KI-Startup: Regierung bestätigt Treffen mit Augustus Intelligence
KI-Startup
Regierung bestätigt Treffen mit Augustus Intelligence

Der CDU-Politiker Amthor fungierte als Lobbyist für das KI-Startup Augustus Intelligence. Warum sich die Regierung mit der Firma traf, ist weiter unklar.
Ein Bericht von Friedhelm Greis

  1. Texterkennung OpenAIs API beantwortet "Warum ist Brot so fluffig?"
  2. Cornonavirus Instagram macht Datensatz für Maskenerkennung ungültig
  3. KI Software erfindet Wörter und passende Definitionen dazu

PC-Hardware: Das kann DDR5-Arbeitsspeicher
PC-Hardware
Das kann DDR5-Arbeitsspeicher

Vierfache Kapazität, doppelte Geschwindigkeit: Ein Überblick zum DDR5-Speicher für Server und Desktop-PCs.
Ein Bericht von Marc Sauter


    Ultima 6 - The False Prophet: Als Britannia Farbe bekannte
    Ultima 6 - The False Prophet
    Als Britannia Farbe bekannte

    Zum 30. Geburtstag von Ultima 6 habe ich den Rollenspielklassiker wieder gespielt - und war überrascht, wie anders ich das Spiel heutzutage wahrnehme.
    Ein Erfahrungsbericht von Andreas Altenheimer

    1. Pathfinder 2 angespielt Abenteuer als wohlwollender Engel oder rasender Dämon
    2. 30 Jahre Champions of Krynn Rückkehr ins Reich der Drachen und Drakonier
    3. Dungeons & Dragons Dark Alliance schickt Dunkelelf Drizzt nach Icewind Dale

      •  /