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Mobilfunk: Tschechien versteigert Frequenzen für 5G-Netze

Der Ausbau des neuen Mobilfunkstandards 5G wird konkreter. In Tschechien werden erstmals Frequenzblöcke für das superschnelle Mobilfunknetz versteigert.

Artikel veröffentlicht am , /dpa
5G-Live-Demo auf dem MBBF16 in Tokio
5G-Live-Demo auf dem MBBF16 in Tokio (Bild: Huawei)

Die europäischen Staaten bereiten die Grundlagen für den neuen Mobilfunkstandard 5G vor. Die tschechische Regulierungsbehörde CTU in Prag habe dafür nun Frequenzen im 3,6- bis 3,8-Gigahertz-Frequenzband ausgeschrieben, berichtete die Zeitung Pravo am Dienstag. An der Auktion können sich neben den etablierten Anbietern T-Mobile, O2 und Vodafone auch neue Marktteilnehmer beteiligen. "Eines der Ziele ist, den Wettbewerb bei der elektronischen Kommunikation zu fördern", sagte der CTU-Vorstandsvorsitzende Jaromir Novak. Zur Versteigerung stehen demnach fünf Blöcke über jeweils 40 Megahertz bereit.

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Der Startpreis für alle fünf Frequenzblöcke zusammen wurde auf 145 Millionen Kronen (5,4 Millionen Euro) festgelegt. Die Angebotsfrist endet am 9. Mai dieses Jahres. Innerhalb von fünf Jahren sollen mindestens 40 Prozent aller Gemeinden abgedeckt sein.

Deutschland fängt erst im nächsten Jahr an

Die Bundesregierung will die Frequenzen erst im kommenden Jahr versteigern. "Mein Ziel ist es, dass wir im nächsten Jahr bereits die Vergabe der Frequenzen für 5G in Deutschland durchführen", hatte Bundesinfrastrukturminister Alexander Dobrindt (CSU) in der vergangenen Woche in Berlin mitgeteilt. Allerdings war er der Ansicht, damit "die ersten in Europa" zu sein, was offensichtlich nicht der Fall ist.

Der neue Mobilfunkstandard 5G soll bis zum Jahr 2020 kommen und Übertragungsraten von bis zu 20 GBit/s bringen. Derzeit ist aber noch nicht klar, welche Frequenzbereiche dafür in Deutschland zur Verfügung gestellt werden. Die Bundesnetzagentur hält die im Jahr 2000 versteigerten UMTS-Frequenzen, die bis zum Ende 2020 zugeteilt sind, für geeignet. Geeignete und absehbar verfügbare Frequenzbereiche seien die 700-MHz-Mittenlücke, 2 GHz, 3,4 bis 3,8 GHz, 26 GHz und 28 GHz.

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