Abo
  • Services:

Stellenanzeige: Netflix führt ausgefeilten Kampf gegen illegale Kopien

Für den Streamingdienst Netflix waren Urheberrechtsverletzungen lange Zeit kein Problem. Doch eine Stellenanzeige macht deutlich, wie intensiv das Unternehmen inzwischen gegen die illegale Nutzung von Inhalten vorgeht.

Artikel veröffentlicht am ,
Die Stellenanzeige für einen Piraterie-Bekämpfer
Die Stellenanzeige für einen Piraterie-Bekämpfer (Bild: Steve Marcus/Reuters)

Wer dazu beitragen will, dass "Online-Piraterie zu einer gesellschaftlich nicht akzeptierten Randerscheinung" wird, kann sich derzeit bei Netflix bewerben. Aus einer aktuellen Stellenanzeige geht hervor, dass der neue Mitarbeiter dem Streamingdienst dabei helfen soll, geschützte Inhalte von "betrügerischen Piraterieseiten" zu entfernen. Dazu verfügt das Unternehmen inzwischen über eine eigene Abteilung für globalen Urheberrechtsschutz.

Stellenmarkt
  1. über duerenhoff GmbH, Raum Augsburg
  2. DZ PRIVATBANK S.A., Luxemburg

Schon vor einem Jahr war deutlich geworden, dass Netflix seine entspannte Haltung zu illegalen Kopien und Internettauschbörsen geändert hatte. Damals hatte der Dienst erstmals eine große Anzahl von Takedown-Requests wegen Links auf illegale Filmkopien an Google übermittelt. Unternehmenschef Reed Hastings hatte im September 2013 noch erklärt, dass einige Torrent-Seiten einfach nur die Nachfrage in neuen Regionen stimulieren würden.

Genaue Beobachtung von Trends verlangt

Die Stellenanzeige macht die ganze Palette an Maßnahmen deutlich, mit denen das Unternehmen vor allem seine selbst produzierten Inhalte wie die Serien House of Cards oder Narcos schützen will. Demnach verfügt Netflix über interne und externe Tools, die das Internet auf illegal verbreitete Inhalte scannen, die dann mit sogenannten Notice-and-Takedown-Meldungen entfernt werden sollen.

Zudem verlangt Netflix von seinem neuen Mitarbeiter eine detaillierte Beobachtung von Piraterie-Trends sowohl bei Hosting-Plattformen und Linkdiensten als auch in sozialen Medien, der Werbewirtschaft oder bei Domain-Registratoren. Die Piraterie-Community soll mit Hilfe von investigativen Mitteln analysiert werden. Darüber hinaus fordert Netflix Lösungen für den Umgang mit neuen Piraterie-Modellen und neuen Möglichkeiten, Raubkopien online zu sehen. Dazu zählen "illegale Streaminggeräte" wie erweiterte Kodi-Boxen oder Smartphone-Apps wie Popcorn Time. Zudem sollen Umgehungs- und Anonymisierungstools wie VPN analysiert werden.

Nach Ansicht des US-Magazins Torrentfreak zeigt die Stellenanzeige eine "ziemlich ausgereifte und vollständige Strategie" gegen Piraterie.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. ab 225€
  2. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)
  3. 34,99€
  4. 103,90€

plutoniumsulfat 31. Mär 2017

Das habe ich nicht behauptet. Aber jegliche Schadensberechnung von Anbietern ist eine...

plutoniumsulfat 31. Mär 2017

Auch ohne Auflistung tut man das. Immerhin trägt man zur Verbreitung des Films bei.

DooMRunneR 31. Mär 2017

"wer für OCH nicht bezahlt ist Das mit dem OCH und dem "moralisch verkommen" ist...

scrumdideldu 30. Mär 2017

https://jobs.netflix.com/jobs

der_wahre_hannes 30. Mär 2017

Zugegeben, ich habe da keine handfesten Zahlen zu. Aber was man eben so an Werbung...


Folgen Sie uns
       


HMD zeigt das Nokia 210 (MWC 2019)

Das Nokia 210 ist ein 2,5G Featurephone.

HMD zeigt das Nokia 210 (MWC 2019) Video aufrufen
Thyssen-Krupp Testturm Rottweil: Herr Fetzer parkt die Aufzugkabine um
Thyssen-Krupp Testturm Rottweil
Herr Fetzer parkt die Aufzugkabine um

Ohne Aufzüge gäbe es keine Hochhäuser. Aber inzwischen sind Wolkenkratzer zu hoch für herkömmliche Systeme. Thyssen-Krupp testet derzeit einen neuartigen Aufzug, der beliebig hoch fahren kann. Inspiriert ist er vom Paternoster und dem Transrapid. Wir waren im Testturm.
Ein Bericht von Werner Pluta

  1. Ceramic Speed Hätte, hätte - Fahrrad ohne Kette
  2. Geheimdienste und Bundeswehr Masterstudiengang für Staatshacker gestartet
  3. Sonitus Technologies Zahnmikrofon sorgt für klare Kommunikation

Fido-Sticks im Test: Endlich schlechte Passwörter
Fido-Sticks im Test
Endlich schlechte Passwörter

Sicher mit nur einer PIN oder einem schlechten Passwort: Fido-Sticks sollen auf Tastendruck Zwei-Faktor-Authentifizierung oder passwortloses Anmelden ermöglichen. Golem.de hat getestet, ob sie halten, was sie versprechen.
Ein Test von Moritz Tremmel

  1. Datenschutz Facebook speicherte Millionen Passwörter im Klartext
  2. E-Mail-Marketing Datenbank mit 800 Millionen E-Mail-Adressen online
  3. Webauthn Standard für passwortloses Anmelden verabschiedet

Pauschallizenzen: CDU will ihre eigenen Uploadfilter verhindern
Pauschallizenzen
CDU will ihre eigenen Uploadfilter verhindern

Absurder Vorschlag aus der CDU: Anstatt die Urheberrechtsreform auf EU-Ebene zu verändern oder zu stoppen, soll nun der "Mist" von Axel Voss in Deutschland völlig umgekrempelt werden. Nur "pures Wahlkampfgetöse" vor den Europawahlen, wie die Opposition meint?
Eine Analyse von Friedhelm Greis

  1. Europawahlen Facebook will mit dpa Falschnachrichten bekämpfen
  2. Urheberrecht Europas IT-Firmen und Bibliotheken gegen Uploadfilter
  3. Uploadfilter Fast 5 Millionen Unterschriften gegen Urheberrechtsreform

    •  /