Internetzugang: Bundesnetzagentur will Strafen für zu niedrige Datenraten

Endlich will die Bundesnetzagentur gegen zu niedrige Datenraten vorgehen. Jetzt wird festgelegt, wie groß die Abweichung sein kann, damit sie einen Vertragsverstoß darstellt, der Bußgeld kostet.

Artikel veröffentlicht am ,
Technik bei Vodafone
Technik bei Vodafone (Bild: Vodafone)

Die Bundesnetzagentur will Bußgelder gegen Anbieter verhängen, die die versprochenen Datenübertragungsraten nicht bereitstellen. Das berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung unter Berufung auf Behördenchef Jochen Homann. Bei einer Konferenz in Bonn sagte Homann: "Wir können die Bürger bei diesen massenhaften Abweichungen zwischen angepriesener und tatsächlicher Leistung nicht allein lassen."

Stellenmarkt
  1. Data Management Engineer (m/w/d)
    AIXTRON SE, Herzogenrath
  2. Netzwerk Administrator (m/w/d)
    operational services GmbH & Co. KG, Wolfsburg, Berlin, München
Detailsuche

Im Festnetz bekommen nur 4 bis rund 25 Prozent der Endkunden 100 Prozent der vereinbarten maximalen Datenübertragungsrate. Der niedrigste Wert wurde bei 8 bis unter 18 MBit/s erreicht, wo überwiegend ADSL-Anschlüsse genutzt werden. Im Tagesverlauf fiel besonders im Bereich 200 bis unter 500 MBit/s die Leistung in der abendlichen Peak-Zeit stark ab. Diese Bandbreitenklasse wird von TV-Kabelnetzbetreibern angeboten. Bei mobilen Anschlüssen war das Ergebnis noch schlechter.

Die Netznetzagentur werde künftig "von Amts wegen" aktiv werden und Bußgeldverfahren einleiten, kündigte Homann an.

Dafür werde das Telekommunikationsrecht geändert, was schon auf dem Weg sei. Festgelegt werde müsse, wie groß die Abweichung sein kann, damit sie einen Vertragsverstoß darstellt. Möglichst noch in diesem Monat soll das in Grundzügen umrissen sein.

Seit Jahren passiert nichts

Golem Akademie
  1. Automatisierung (RPA) mit Python: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    11./12.07.2022, Virtuell
  2. Masterclass Data Science mit Pandas & Python: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    29./30.09.2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Kritiker werfen der Bundesnetzagentur vor, dass die Behörde seit Jahren von dem Missstand weiß, aber bislang nichts unternommen hat, um dagegen wirksam vorzugehen. So hat die Behörde nach Angaben der Grünen in den Jahren 2014 und 2015 keine Qualitätsstudien mehr durchgeführt.

Bereits im Mai 2016 forderten die Grünen (PDF) die Bundesregierung auf, sicherzustellen, dass stets mindestens 90 Prozent der vertraglich vereinbarten maximalen Bandbreite auch tatsächlich zur Verfügung stünden. Das Bundeswirtschaftsministerium solle die Bundesnetzagentur als ihr unterstellte Behörde dazu anhalten, Anbietern Mindestanforderungen an die Dienstequalität vorzuschreiben.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


nille02 07. Apr 2017

Dann würdest du kein Internet mehr bekommen. Es gibt nun mal Fixkosten, die gleichgültig...

My1 07. Apr 2017

man könnte auch grundpreis plus X¤ pro mbit machen wobei X mit steigender gebuchter Mbit...

Graveangel 07. Apr 2017

Zum nächsten Kasten ja, wenn der Engpass aber beim Knoten dahinter liegt, nicht mehr...

ClausWARE 07. Apr 2017

Nur das nicht immer Überbuchung vorliegt, wenn bei vertraglichen 50MBit nur 25MBit...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Sicherheitslücke
Die Schadsoftware, die auf ausgeschalteten iPhones aktiv ist

Forschern ist es gelungen, eine Schadsoftware auf ausgeschalteten iPhones mit vermeintlich leerem Akku auszuführen. Denn ganz aus sind diese nicht.

Sicherheitslücke: Die Schadsoftware, die auf ausgeschalteten iPhones aktiv ist
Artikel
  1. Umweltschutz: Leipziger Forscher entdecken Enzym für Plastikrecycling
    Umweltschutz
    Leipziger Forscher entdecken Enzym für Plastikrecycling

    Ein neu entdecktes Enzym soll das biologische Recycling von Kunststoff deutlich beschleunigen.

  2. Bundeswehr: Das Heer will sich nicht abhören lassen
    Bundeswehr
    Das Heer will sich nicht abhören lassen

    Um sicher zu kommunizieren, halten die Landstreitkräfte in NATO-Missionen angeblich ihre Panzer an und verabreden sich "von Turm zu Turm".
    Ein Bericht von Matthias Monroy

  3. Beschäftigte: Microsoft wird Prämien und Aktienoptionen stark erhöhen
    Beschäftigte
    Microsoft wird Prämien und Aktienoptionen stark erhöhen

    Microsoft muss, um seine Experten zu halten, deutlich mehr für Prämien und Aktienoptionen ausgeben. Meta hatte einigen das doppelte Gehalt geboten.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Cyber Week: Bis zu 400€ Rabatt auf Gaming-Stühle • AOC G3 Gaming-Monitor 34" UWQHD 165 Hz günstig wie nie: 404€ • Xbox Series X bestellbar • MindStar (u.a. Gigabyte RTX 3090 24GB 1.699€) • LG OLED TV (2021) 65" 120 Hz 1.499€ statt 2.799€ [Werbung]
    •  /