Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Overwatch und World of Warcraft: Kalifornisches Gericht verurteilt Bossland GmbH

Das deutsche Unternehmen Bossland muss rund 8,6 Millionen US-Dollar an Blizzard zahlen und darf Cheatprogramme für Overwatch und World of Warcraft nicht mehr vertreiben.
/ Peter Steinlechner
44 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)
Heldin Orisa in Overwatch (Bild: Blizzard)
Heldin Orisa in Overwatch Bild: Blizzard

Ein kalifornisches Gericht hat die aus Zwickau stammende Firma Bossland GmbH zur Zahlung von rund 8,56 Millionen US-Dollar an Blizzard verurteilt. Grund sind allem Urheberrechtsverstöße. Dazu kommen rund 175.000 US-Dollar an Gerichtskosten, wie das im Netz veröffentlichte Urteil(öffnet im neuen Fenster) zeigt. Bossland muss außerdem den Vertrieb seiner Cheatprogramme in den USA einstellen und darf sich – etwa durch Reverse Engineering von Software – keinen Zugriff auf die Systeme mehr verschaffen.

Overwatch – Trailer (Vorstellung Orisa März 2017)
Overwatch – Trailer (Vorstellung Orisa März 2017) (01:43)

Mit den kostenpflichtigen Cheatprogrammen wie Honorbuddy, Demonbuddy und Stormbuddy war es Spielern in Overwatch oder World of Warcraft möglich, besonders schnell und einfach an Erfahrungspunkte oder Gold zu kommen. Beides konnte etwa durch skriptgesteuerte Avatare gesammelt werden. Blizzard ist der Auffassung, dass das andere Spieler abgeschreckt habe und diese deshalb auf ein Abo oder einen Kauf der eigenen Programme verzichtet hätten.

Seit 2011 gibt es zwischen Blizzard und Bossland einen Rechtsstreit nach dem anderen. Die Klagen wurden meist in Deutschland eingereicht und haben teilweise auf höchsten Instanzen stattgefunden. Einige der Prozesse hat Bossland gewonnen. Laut einem kürzlich veröffentlichten Eintrag auf der Firmenseite(öffnet im neuen Fenster) läuft derzeit noch ein Verfahren in Großbritannien.


Relevante Themen