Breitbandmessung: Nutzer erhalten meist nicht versprochene Datenrate

Nicht mal ein Viertel der Nutzer erhält im Festnetz die vertraglich versprochene maximale Datenrate. Die Ergebnisse der Breitbandmessung der Bundesnetzagentur zeigen, dass die Kunden systematisch belogen werden.

Artikel veröffentlicht am ,
Breitbandmessung: Nutzer erhalten meist nicht versprochene Datenrate
(Bild: Kacper Pempel/Reuters)

Nutzer bekommen weiterhin nicht die beworbene Datenrate. Das ergab der Bericht zur Breitbandmessung der Bundesnetzagentur, der am 27. März 2017 veröffentlicht wurde. "Über alle Bandbreitenklassen und Anbieter hinweg erreichen Kunden oft nicht die maximale Geschwindigkeit, die ihnen in Aussicht gestellt wurde", sagte Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur.

Stellenmarkt
  1. Software Developer - Web und Cloud (m/w/d)
    Hays AG, Stuttgart
  2. (Junior) IT - Projektmanager (m/w/d)
    e-hoi GmbH, Frankfurt am Main
Detailsuche

Im Festnetz bekommen nur 4 bis rund 25 Prozent der Endkunden 100 Prozent der vereinbarten maximalen Datenübertragungsrate. Der niedrigste Wert wurde bei 8 bis unter 18 MBit/s erreicht, wo überwiegend ADSL-Anschlüsse genutzt werden.

Im Tagesverlauf fiel besonders im Bereich 200 bis unter 500 MBit/s die Leistung in der abendlichen Peak-Zeit stark ab. Diese Bandbreitenklasse wird von TV-Kabelnetzbetreibern angeboten.

Bei mobilen Anschlüssen war das Ergebnis noch schlechter. Im Festnetz betrug der Anteil von Endkunden, der mindestens die Hälfte der maximalen Übertragungsrate erreichte, knapp über 70 Prozent. Bei mobilen Anschlüssen waren es lediglich unter 30 Prozent der Nutzer.

Strafzahlungen gefordert

Golem Akademie
  1. Adobe Photoshop für Social Media Anwendungen: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    29./30.06.2022, virtuell
  2. ITIL 4® Foundation: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    27./28.06.2022, virtuell
Weitere IT-Trainings

Die Grünen-Sprecherin für Digitale Infrastruktur Tabea Rößner sagte Golem.de: "Wenn nicht mal ein Viertel der Nutzer die vertraglich versprochene maximale Bandbreite erhält, dann grenzt das an einen systematischen Kundenbetrug. Die Politik muss die Unternehmen endlich in die Pflicht nehmen, denn es kann nicht sein, dass hohe Bandbreiten versprochen werden, aber nie ankommen." Sie fordere deshalb Mindestbandbreiten sowie Bußgelder und Schadensersatzzahlungen, wenn Unternehmen nicht liefern. Wenn die Telekommunikationsunternehmen nicht eine hohe Mindestqualität der von ihnen versprochenen Maximalbandbreiten liefern können, müssten sie zahlen.

Der Bericht umfasst den Zeitraum vom 25. September 2015 bis zum 25. September 2016. Für stationäre Breitbandanschlüsse wurden laut Bundesnetzagentur 106.159 und für mobile Breitbandanschlüsse 53.651 valide Messungen berücksichtigt.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


crazypsycho 23. Sep 2017

Es gibt keinen Grund rumzuheulen. Früher gab es den 3 Mbit/s-Tarif als größten Tarif...

Ovaron 29. Mär 2017

Es sind jetzt schon weniger als 10%.

Atraides 28. Mär 2017

Die Upstream Bandbreitenmessung läuft nicht. Keine Ahnung, wer da nun der Auslöser genau...

neocron 28. Mär 2017

Es ist auch nicht die Aufgabe von irgend jemand anderem die fuer dich zu tun ... für wen...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Sicherheitslücke
Die Schadsoftware, die auf ausgeschalteten iPhones aktiv ist

Forschern ist es gelungen, eine Schadsoftware auf ausgeschalteten iPhones mit vermeintlich leerem Akku auszuführen. Denn ganz aus sind diese nicht.

Sicherheitslücke: Die Schadsoftware, die auf ausgeschalteten iPhones aktiv ist
Artikel
  1. Bundeswehr: Das Heer will sich nicht abhören lassen
    Bundeswehr
    Das Heer will sich nicht abhören lassen

    Um sicher zu kommunizieren, halten die Landstreitkräfte in NATO-Missionen angeblich ihre Panzer an und verabreden sich "von Turm zu Turm".
    Ein Bericht von Matthias Monroy

  2. Einstieg in Linux mit drei Online-Workshops
     
    Einstieg in Linux mit drei Online-Workshops

    Linux-Systeme verstehen und härten sowie die Linux-Shell programmieren - das bieten drei praxisnahe Online-Workshops der Golem Akademie.
    Sponsored Post von Golem Akademie

  3. Milliarden-Übernahme: Musk spricht von günstigerem Übernahmeangebot für Twitter
    Milliarden-Übernahme  
    Musk spricht von günstigerem Übernahmeangebot für Twitter

    Mit Blick auf die Zählung von Spam-Konten bei Twitter hat Elon Musk gefragt, ob die mehr als 200 Millionen Twitter-Nutzer angerufen worden seien.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Cyber Week: Bis zu 400€ Rabatt auf Gaming-Stühle • AOC G3 Gaming-Monitor 34" UWQHD 165 Hz günstig wie nie: 404€ • Xbox Series X bestellbar • MindStar (u.a. Gigabyte RTX 3090 24GB 1.699€) • LG OLED TV (2021) 65" 120 Hz 1.499€ statt 2.799€ [Werbung]
    •  /