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Eine Festplatte kurz vor ihrem Ableben
Eine Festplatte kurz vor ihrem Ableben (Bild: Amada44/Wikimedia Commons/CC-BY-SA 4.0)

Festplatten zerstören: Wie man in 60 Sekunden ein Datencenter auslöscht

Eine Festplatte kurz vor ihrem Ableben
Eine Festplatte kurz vor ihrem Ableben (Bild: Amada44/Wikimedia Commons/CC-BY-SA 4.0)

Wie wird man seine Daten schnell und sicher los, wenn die Polizei das Rechenzentrum stürmt? Der Hacker und Maker Zoz Brooks hat da so einige Ideen: Plasmaschneider, Sauerstoff - und Sprengstoff mit Rasierschaum.
Von Hauke Gierow

Der Sicherheitsforscher und Hacker Zoz Brooks will eine Möglichkeit entwickeln, Festplatten schnell so zu beschädigen, dass auch eine forensische Analyse keine nennenswerten Ergebnisse bringt. Wie das gehen soll, hat er auf der Sicherheitskonferenz Troopers in Heidelberg vorgestellt. Vorab: Das ist schwieriger als gedacht, weil Brooks sein Projekt im großen Maßstab plant. "Das Verfahren soll in einem Rechenzentrum skalieren", sagt er.

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Die selbst gewählten Rahmenbedingungen von Brooks' Experiment: Die Daten auf den Festplatten müssen innerhalb von 60 Sekunden nach dem Druck auf nur einen Knopf gelöscht werden können, etwa, wenn die Polizei ein Rechenzentrum stürmt. Außerdem soll der Schaden an umliegenden Komponenten außerhalb der Festplatten-Racks möglichst gering gehalten werden. Auch Menschen in der Umgebung sollen nicht verletzt werden.

Grundsätzlich stehen mehrere Möglichkeiten zur Verfügung. Thermische Verfahren sollen vor allem durch Hitze möglichst großen Schaden anrichten, kinetische Verfahren könnten über rohe Gewalteinwirkung die Daten beschädigen. Zu guter Letzt sollen Datenträger auch mit hoher elektrischer Spannung zerstört werden. Die erste Methode: Plasmabrenner. Sie hätten in Tests recht gut funktioniert und seien auch schnell genug, sagt Brooks.

Plasma brennt ein Loch in die Festplatte

Der Plasmabrenner wird noch im laufenden Betrieb an die Festplatte angesetzt, während der Operation hört die Platte aber nach kurzer Zeit auf, sich zu drehen. Das Ergebnis: allgemeiner Schaden an der Scheibe (Platter) und ein größeres Loch an der Stelle, an der die Platte aufhört, sich zu drehen. Allerdings müsste über jeder Platte im Rechenzentrum ein solcher Brenner angebracht werden, was recht aufwendig ist.

Ein weiteres, recht innovatives Verfahren ist die Einleitung von reinem Sauerstoff in die Festplatten. Dazu müssen die Geräte mit einer entsprechenden Vorrichtung für die Zufuhr des Sauerstoffs versehen werden. Wird der Sauerstoff eingeleitet, erhöht sich die Reibung so drastisch, dass ein Feuer entsteht. Es beschädigt die Platten stark genug, dass eine Analyse kaum mehr Ergebnisse bringen dürfte.

Der Schaden für umliegende Komponenten könnte mit einer entsprechenden Luftabsaugung in Grenzen gehalten werden, sagt Brooks. Auch die Kosten sind bei dieser Lösung nicht exorbitant: "Die benötigte Menge an Sauerstoff ist minimal." Die größte Herausforderung dürfte hier sein, ein Intruder-System zu entwickeln, das die Platten im normalen Betrieb nicht beschädigt, aber im Zweifelsfall schnell und effizient die Einleitung des Sauerstoffs ermöglicht.

Der Klassiker Thermit enttäuscht 

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x2k 13. Apr 2017

Klar die scheiben sind aus Aluminium und mit einer magnetischen Schicht bedampft...

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superdachs 13. Apr 2017

Man kann allerdings nur Beweise vernichten die Beweise sind. Da sich auf den...

Themenstart

superdachs 13. Apr 2017

Naja sie haben dann aber nichts zum Auswerten. Außerdem wäre es mir eine große Genugtuung...

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superdachs 13. Apr 2017

So eine ähnliche Lösung hatte ich mir auch schon mal überlegt. Am besten direkt in die...

Themenstart

l0nix 11. Apr 2017

Reicht solange die Verschlüsselung nicht gebrochen ist bzw. die Rechnerleistung so Stark...

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