Abo
  • Services:

Extremistische Inhalte: Google hat weiter Probleme mit Werbeplatzierungen

Noch immer kann das Unternehmen nicht garantieren, dass Werbung nicht in einem Anzeigenumfeld erscheint, das den Anzeigenkunden nicht gefällt. Google nimmt das Thema ernst. Eine konkrete Lösung ist aber noch nicht in Sicht.

Artikel veröffentlicht am , /dpa
Youtube-Chefin Susan Wojcicki (l.) im Gespräch mit Miriam Meckel
Youtube-Chefin Susan Wojcicki (l.) im Gespräch mit Miriam Meckel (Bild: Friedhelm Greis/Golem.de)

Die Videoplattform Youtube arbeitet weiter an einer Lösung für die Probleme mit Werbekunden, die verärgert sind, weil ihre Anzeigen neben extremistischen Videos auftauchten. Sie sei persönlich damit beschäftigt, sagte Youtube-Chefin Susan Wojcicki am Donnerstag in Berlin. Die Google-Plattform habe Maßnahmen getroffen, um Anzeigenkunden mehr Kontrolle darüber zu geben, wo ihre Werbung zu sehen sei, bekräftigte sie. Außerdem gebe es nun mehr Kategorien von Videos, neben denen grundsätzlich keine Werbung angezeigt werde.

Stellenmarkt
  1. CSL Behring GmbH, Marburg, Hattersheim am Main
  2. Robert Bosch GmbH, Stuttgart

Unter anderem die BBC, die amerikanischen Telekom-Konzerne Verizon und AT&T, der Konsumgüterkonzern Johnson & Johnson, Ford und die Bank JP Morgan Chase hatten Anzeigen bei Youtube ausgesetzt. Ein Teil des Problems ist, dass Werbeplätze im Umfeld von Youtube-Videos weitgehend automatisiert über diverse Marktplätze befüllt werden.

Gleichzeitig war Youtube dafür kritisiert worden, dass ein Algorithmus für eine Jugendschutz-Version der Plattform LGBT-Inhalte (Lesbisch, Schwul, Bisexuell, Transgender) herausfilterte. "Das war auf keinen Fall unsere Absicht", sagte Wojcicki im Gespräch mit Wirtschaftswoche-Chefredakteurin Miriam Meckel. Man wolle weder zensieren noch Stimmen unterdrücken. Zugleich seien die beiden Probleme zwei Seiten einer Medaille: In einem Fall habe Youtube zu wenig gefiltert, im anderen zu viel.

Wojcicki sprach sich gegen gesetzliche Regelungen aus, die - wie gerade in Deutschland geplant - Online-Dienste verpflichten würden, auf eigene Faust rechtswidrige Inhalte zu finden und zu löschen. "Solche Gesetzgebung führt dazu, dass zu viel zensiert wird, dass Plattformen Inhalte entfernen, die nicht entfernt werden sollten", sagte Wojcicki. Tests hätten jedoch ergeben, dass Youtube dazu in der Lage sei, innerhalb von 24 Stunden mehr als 90 Prozent der beanstandeten Inhalte zu prüfen und zu entfernen.

Die Bundesregierung fordert in einem umstrittenen Netzwerkdurchsetzungsgesetz (NetzDG), dass soziale Medien mit mehr als zwei Millionen Nutzern innerhalb von 24 Stunden "offensichtlich rechtswidrige Inhalte" entfernen oder den Zugang zu ihnen sperren müssen.



Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. (u. a. ES Blu-ray 10,83€, Die nackte Kanone Blu-ray-Box-Set 14,99€)
  2. (u. a. 3 Blu-rays für 15€, 2 Neuheiten für 15€)

AntonAusTirol 31. Mär 2017

Es kann nicht angehen, dass rundfunk-ähnliche Beiträge mit extremistischen und...

AngryFrog 31. Mär 2017

Schlimmer ist der Algorithmus der einem auf Youtube immer wieder irgendwelchen populären...

Umaru 31. Mär 2017

So ist das eben, wenn man keine liberale Rede- und Kunstfreiheit hat, sondern eine...


Folgen Sie uns
       


Probefahrt mit dem Audi E-Tron - Bericht

Golem.de hat den neuen Audi E-Tron auf einem Ausflug in die Wüste von Abu Dhabi getestet.

Probefahrt mit dem Audi E-Tron - Bericht Video aufrufen
WLAN-Tracking und Datenschutz: Ist das Tracken von Nutzern übers Smartphone legal?
WLAN-Tracking und Datenschutz
Ist das Tracken von Nutzern übers Smartphone legal?

Unternehmen tracken das Verhalten von Nutzern nicht nur beim Surfen im Internet, sondern per WLAN auch im echten Leben: im Supermarkt, im Hotel - und selbst auf der Straße. Ob sie das dürfen, ist juristisch mehr als fraglich.
Eine Analyse von Harald Büring

  1. Gefahr für Werbenetzwerke Wie legal ist das Tracking von Online-Nutzern?
  2. Landtagswahlen in Bayern und Hessen Tracker im Wahl-O-Mat der bpb-Medienpartner
  3. Tracking Facebook wechselt zu First-Party-Cookie

Nubia X im Hands on: Lieber zwei Bildschirme als eine Notch
Nubia X im Hands on
Lieber zwei Bildschirme als eine Notch

CES 2019 Nubia hat auf der CES eines der interessantesten Smartphones der letzten Monate gezeigt: Dank zweier Bildschirme braucht das Nubia X keine Frontkamera - und dementsprechend auch keine Notch. Die Umsetzung der Dual-Screen-Lösung gefällt uns gut.

  1. Videostreaming Plex will Filme und Serien kostenlos und im Abo anbieten
  2. Solar Cow angesehen Elektrische Kuh gibt Strom statt Milch
  3. H2Bike Alpha Wasserstoff-Fahrrad fährt 100 Kilometer weit

Eden ISS: Raumfahrt-Salat für Antarktis-Bewohner
Eden ISS
Raumfahrt-Salat für Antarktis-Bewohner

Wer in der Antarktis überwintert, träumt irgendwann von frischem Grün. Bei der Station Neumayer III hat das DLR vor einem Jahr ein Gewächshaus in einem Container aufgestellt, in dem ein Forscher Salat und Gemüse angebaut hat. Das Projekt war ein Test für künftige Raumfahrtmissionen. Der verlief erfolgreich, aber nicht reibungslos.
Ein Interview von Werner Pluta

  1. Eden ISS DLR will Gewächshaus-Container am Südpol aus Bremen steuern
  2. Eu-Cropis DLR züchtet Tomaten im Weltall
  3. NGT Cargo Der Güterzug der Zukunft fährt 400 km/h

    •  /