Abo
  • IT-Karriere:

Datenschutz: Ask.com zeigt auf Apache-Statusseite Suchanfragen an

Der Suchmaschinenbetreiber Ask.com gibt mehr Informationen preis, als er eigentlich sollte: Auf einer Apache-Statusseite lassen sich zahlreiche Suchanfragen von Nutzern verfolgen. Seit einem Monat hat das Unternehmen nicht auf die Fehlermeldung reagiert.

Artikel von veröffentlicht am
Die Zentrale von Ask.com in Oakland
Die Zentrale von Ask.com in Oakland (Bild: Coolcaesar/GNU Free Documentation License)

Die Administratoren der Webseite Ask.com haben bei der Konfiguration der eigenen Server geschlampt. Alle Nutzer, die hinter der eigentlichen URL /server-status eingeben, bekommen eine Übersicht, die die Auslastung der Server, IP-Adressen und zahlreiche Suchbegriffe anzeigt. Ask.com versteht sich als "Antwortseite" im Internet.

Stellenmarkt
  1. Villeroy & Boch AG, Mettlach
  2. Joyson Safety Systems Aschaffenburg GmbH, Berlin

Im aktuellen Fall können Nutzer zahlreiche eingegebene Suchstrings als Get-Request bewundern. Neben den Begriffen tauchen außerdem zahlreiche IP-Adressen auf. Viele dieser IPs kommen allerdings gehäuft vor, so dass davon auszugehen ist, dass diese Adressen aus dem Netzwerk von Ask.com selbst stammen und etwa Load-Balancer sind und es sich nicht um die IP-Adressen der Nutzer handelt. Die Statusseite ist eine Standardfunktion von Apache-Webservern, sie sollte aber üblicherweise nicht für die Öffentlichkeit erreichbar sein.

Ask.com handelt unverantwortlich

Trotzdem: Ein Server sollte nicht so betrieben werden. Der Hacker und Golem.de-Autor Hanno Böck hatte den Fehler bereits im März gefunden und an Ask.com gemeldet. Passiert ist bislang nichts. "Es ist sehr unverantwortlich für einen Suchmaschinenbetreiber, seine Server so zu konfigurieren", sagte Böck.

Auch eine erneute Anfrage von Golem.de hat Ask.com-Betreiber IAC Publishing bislang nicht beantwortet. Die Statusseite ist nach wie vor sichtbar. Das Vorgehen erinnert an einen Vorfall bei zahlreichen Tor-Hidden-Services im vergangenen Jahr. Dort hatten viele Admins ebenfalls vergessen, die Statusseite zu deaktivieren. Die Apache-Server laufen im Betrieb als Hidden-Server als Localhost, daher ist das Interface sichtbar, wenn es nicht manuell versteckt wird.

Die Webseite Ask.com ist vielen Nutzern aber vor allem durch die wenig beliebte und oft zwangsweise installierte Ask.com-Toolbar für Browser bekannt. Kommentatoren im Golem.de-Forum bezeichneten die Software daher bei früherer Berichterstattung nicht ganz zu Unrecht selbst als "Malware". Zuletzt hatte der unsicher konfigurierte Update-Prozess dazu geführt, dass Malware verteilt werden konnte.

Nachtrag vom 9. April 2017, 12:17 Uhr

Ask.com hat mittlerweile offenbar reagiert, die Seite ist nicht mehr verfügbar. Unsere Anfrage wurde noch nicht beantwortet.



Anzeige
Top-Angebote
  1. 139€
  2. (u. a. AMD Ryzen + ASUS-X570-Mainboard kaufen und bis zu 125€ sparen)
  3. (u. a. Hunt Showdown für 29,99€, Forza Motorsport 7 für 28,49€ und Hitman 2 für 14,49€)
  4. (heute u. a. Xbox One Bundles mit FIFA 20)

Freiheit statt... 10. Apr 2017

... das Geschäftsmodell von Ask besteht darin, unbedarften Nutzern irgendwelche Such...

George99 08. Apr 2017

ask.com hat offenbar reagiert, das Script funktioniert inzwischen nicht mehr.

whitbread 08. Apr 2017

Yep - einfach zusammen mit G00gle und Yah00 auf die Blacklist setzen und gut ist.

rondam 07. Apr 2017

Also wie schon Vorposter meinten: es sind nur private IP-Adressen und wenn ich eine...

Unwichtig 07. Apr 2017

...hat noch ganz groessere Probleme.


Folgen Sie uns
       


Snapdragon 850 - ARM64 vs Win32

Wir vergleichen native ARM64-Anwendungen mit ihren emulierten x86-Win32-Pendants unter Windows 10 on ARM.

Snapdragon 850 - ARM64 vs Win32 Video aufrufen
Ryzen 7 3800X im Test: Der schluckt zu viel
Ryzen 7 3800X im Test
"Der schluckt zu viel"

Minimal mehr Takt, vor allem aber ein höheres Power-Budget für gestiegene Frequenzen unter Last: Das war unsere Vorstellung vor dem Test des Ryzen 7 3800X. Doch die Achtkern-CPU überrascht negativ, weil AMD es beim günstigeren 3700X bereits ziemlich gut meinte.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Agesa 1003abba Microcode-Update taktet Ryzen 3000 um 50 MHz höher
  2. Agesa 1003abb Viele ältere Platinen erhalten aktuelles UEFI für Ryzen 3000
  3. Ryzen 5 3400G und Ryzen 3 3200G im Test Picasso passt

Dick Pics: Penis oder kein Penis?
Dick Pics
Penis oder kein Penis?

Eine Studentin arbeitet an einer Software, die automatisch Bilder von Penissen aus Direktnachrichten filtert. Wer mithelfen will, kann ihr Testobjekte schicken.
Ein Bericht von Fabian A. Scherschel

  1. Medienbericht US-Regierung will soziale Netzwerke stärker überwachen
  2. Soziales Netzwerk Openbook heißt jetzt Okuna
  3. EU-Wahl Spitzenkandidat Manfred Weber für Klarnamenpflicht im Netz

Programmiersprache: Java 13 bringt mehrzeilige Strings mit Textblöcken
Programmiersprache
Java 13 bringt mehrzeilige Strings mit Textblöcken

Die Sprache Java steht im Ruf, eher umständlich zu sein. Die Entwickler versuchen aber, viel daran zu ändern. Mit der nun verfügbaren Version Java 13 gibt es etwa Textblöcke, mit denen sich endlich angenehm und ohne unnötige Umstände mehrzeilige Strings definieren lassen.
Von Nicolai Parlog

  1. Java Offenes Enterprise-Java Jakarta EE 8 erschienen
  2. Microsoft SQL-Server 2019 bringt kostenlosen Java-Support
  3. Paketmanagement Java-Dependencies über unsichere HTTP-Downloads

    •  /