Abo
  • Services:
Anzeige
Die Zentrale von Ask.com in Oakland
Die Zentrale von Ask.com in Oakland (Bild: Coolcaesar/GNU Free Documentation License)

Datenschutz: Ask.com zeigt auf Apache-Statusseite Suchanfragen an

Die Zentrale von Ask.com in Oakland
Die Zentrale von Ask.com in Oakland (Bild: Coolcaesar/GNU Free Documentation License)

Der Suchmaschinenbetreiber Ask.com gibt mehr Informationen preis, als er eigentlich sollte: Auf einer Apache-Statusseite lassen sich zahlreiche Suchanfragen von Nutzern verfolgen. Seit einem Monat hat das Unternehmen nicht auf die Fehlermeldung reagiert.
Von Hauke Gierow

Die Administratoren der Webseite Ask.com haben bei der Konfiguration der eigenen Server geschlampt. Alle Nutzer, die hinter der eigentlichen URL /server-status eingeben, bekommen eine Übersicht, die die Auslastung der Server, IP-Adressen und zahlreiche Suchbegriffe anzeigt. Ask.com versteht sich als "Antwortseite" im Internet.

Anzeige

Im aktuellen Fall können Nutzer zahlreiche eingegebene Suchstrings als Get-Request bewundern. Neben den Begriffen tauchen außerdem zahlreiche IP-Adressen auf. Viele dieser IPs kommen allerdings gehäuft vor, so dass davon auszugehen ist, dass diese Adressen aus dem Netzwerk von Ask.com selbst stammen und etwa Load-Balancer sind und es sich nicht um die IP-Adressen der Nutzer handelt. Die Statusseite ist eine Standardfunktion von Apache-Webservern, sie sollte aber üblicherweise nicht für die Öffentlichkeit erreichbar sein.

Ask.com handelt unverantwortlich

Trotzdem: Ein Server sollte nicht so betrieben werden. Der Hacker und Golem.de-Autor Hanno Böck hatte den Fehler bereits im März gefunden und an Ask.com gemeldet. Passiert ist bislang nichts. "Es ist sehr unverantwortlich für einen Suchmaschinenbetreiber, seine Server so zu konfigurieren", sagte Böck.

Auch eine erneute Anfrage von Golem.de hat Ask.com-Betreiber IAC Publishing bislang nicht beantwortet. Die Statusseite ist nach wie vor sichtbar. Das Vorgehen erinnert an einen Vorfall bei zahlreichen Tor-Hidden-Services im vergangenen Jahr. Dort hatten viele Admins ebenfalls vergessen, die Statusseite zu deaktivieren. Die Apache-Server laufen im Betrieb als Hidden-Server als Localhost, daher ist das Interface sichtbar, wenn es nicht manuell versteckt wird.

Die Webseite Ask.com ist vielen Nutzern aber vor allem durch die wenig beliebte und oft zwangsweise installierte Ask.com-Toolbar für Browser bekannt. Kommentatoren im Golem.de-Forum bezeichneten die Software daher bei früherer Berichterstattung nicht ganz zu Unrecht selbst als "Malware". Zuletzt hatte der unsicher konfigurierte Update-Prozess dazu geführt, dass Malware verteilt werden konnte.

Nachtrag vom 9. April 2017, 12:17 Uhr

Ask.com hat mittlerweile offenbar reagiert, die Seite ist nicht mehr verfügbar. Unsere Anfrage wurde noch nicht beantwortet.


eye home zur Startseite
Freiheit statt... 10. Apr 2017

... das Geschäftsmodell von Ask besteht darin, unbedarften Nutzern irgendwelche Such...

George99 08. Apr 2017

ask.com hat offenbar reagiert, das Script funktioniert inzwischen nicht mehr.

whitbread 08. Apr 2017

Yep - einfach zusammen mit G00gle und Yah00 auf die Blacklist setzen und gut ist.

rondam 07. Apr 2017

Also wie schon Vorposter meinten: es sind nur private IP-Adressen und wenn ich eine...

Unwichtig 07. Apr 2017

...hat noch ganz groessere Probleme.



Anzeige

Stellenmarkt
  1. ING-DiBa AG, Frankfurt
  2. Robert Bosch GmbH, Stuttgart
  3. T-Systems International GmbH, Leinfelden-Echterdingen
  4. über Nash Direct GmbH, Ludwigsburg


Anzeige
Top-Angebote
  1. 14,99€ + 1,99€ Versand (für alle die kein NES Classic ergattern konnten)
  2. für 8,88€ kaufen + 25% Rabatt auf Teil 2 sichern!
  3. (-67%) 19,99€

Folgen Sie uns
       


  1. Lenovo

    Smartphone- und Servergeschäft sorgen für Verlust

  2. Open Source Projekt

    Oracle will Java EE abgeben

  3. Apple iPhone 5s

    Hacker veröffentlicht Secure-Enclave-Key für alte iPhones

  4. Forum

    Reddit bietet native Unterstützung von Videos

  5. Biomimetik

    Drohne landet kontrolliert an senkrechter Wand

  6. Schifffahrt

    Yara Birkeland wird der erste autonome E-Frachter

  7. Erste Tests

    Autonome Rollstühle in Krankenhäusern und Flughäfen erprobt

  8. Firmware

    PS4 verbessert Verwaltung von Familien und Freunden

  9. Galaxy Note 4

    Samsung trägt keine Verantwortung für überhitzte Akkus

  10. Nach Anschlag in Charlottesville

    Nazis raus - aber nur aus PR-Gründen



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
C64-Umbau mit dem Raspberry Pi: Die Wiedergeburt der Heimcomputer-Legende
C64-Umbau mit dem Raspberry Pi
Die Wiedergeburt der Heimcomputer-Legende

Ikea Trådfri im Test: Drahtlos (und sicher) auf Schwedisch
Ikea Trådfri im Test
Drahtlos (und sicher) auf Schwedisch
  1. Die Woche im Video Kündigungen, Kernaussagen und KI-Fahrer
  2. Automatisierte Lagerhäuser Ein riesiger Nerd-Traum
  3. Augmented Reality Ikea will mit iOS 11 Wohnungen virtuell einrichten

Surface Laptop im Test: Microsofts Next Topmodel hat zu sehr abgespeckt
Surface Laptop im Test
Microsofts Next Topmodel hat zu sehr abgespeckt
  1. Unzuverlässige Surfaces Microsoft widerspricht Consumer Reports
  2. Microsoft Surface Pro im Test Dieses Tablet kann lange
  3. Microsoft Neues Surface Pro fährt sich ohne Grund selbst herunter

  1. Re: Geil...

    ckerazor | 14:35

  2. Re: Natürlich war das ein "Terroranschlag"

    der_wahre_hannes | 14:34

  3. Re: Also technisch gesehen...

    Dummer Mensch | 14:34

  4. Re: Kann etwas Enterprise sein wenn es OpenSource...

    My1 | 14:32

  5. Re: Falscher Ansatz?

    Alkhor | 14:32


  1. 13:48

  2. 13:15

  3. 12:55

  4. 12:37

  5. 12:30

  6. 12:00

  7. 11:17

  8. 10:44


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel