Microsoft: Windows-10-Nutzer wollen Schadensersatz einklagen

Updatezwang und zerstörte Festplatten: Verärgerte Windows-10-Nutzer im US-Bundesstaat Illinois verklagen Microsoft auf Schadensersatz. Windows 10 habe während der kostenlosen Upgradezeit Schäden hinterlassen.

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Das Windows-10-Upgrade soll unvorhersehbare Schäden verursacht haben.
Das Windows-10-Upgrade soll unvorhersehbare Schäden verursacht haben. (Bild: Microsoft)

Zwei Jahre nach Veröffentlichung des ersten kostenlosen Upgrades von Windows 10 ziehen einige unglückliche Nutzer in den USA vor Gericht. Der Updateprozess auf Windows 10 habe bei ihnen unvorhergesehenen Datenverlust und andere Probleme hervorgerufen. Das Onlinemagazin Courthousenews berichtet sogar von Betroffenen, deren Festplatten zerstört worden sein sollen.

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Microsoft soll jetzt zur Verantwortung gezogen werden und für den entstandenen Schaden aufkommen. Die Grundlage dieser Klage ist der erzwungene Upgradeprozess und dadurch aufgekommene Fehler. Microsoft hatte 2015 Windows 10 zum kostenlosen Upgrade angeboten. Damit einhergingen jedoch aufdringliche und teilweise nicht abschaltbare Benachrichtigungen. Die Anklage geht auch darauf ein, dass Windows 10 einen Computer zwar auf Kompatibilität, aber nicht auf den Zustand der Hardware überprüft. Davon ausgehend seien mehrere Probleme entstanden.

Von defekten Festplatten und fehlgeschlagenen Updates

Bei einer Klägerin habe sich Windows 10 einfach ohne Rückfrage selbst installiert. Nach der Installation sei die Festplatte defekt gewesen, weswegen sie sich einen neuen Computer kaufen musste.

Ein weiterer Kläger habe für sechs Monate den Upgradeprozess abgelehnt, sei aber dann aus Frust doch auf das Angebot eingegangen. Die Aktualisierung habe drei Anläufe gebraucht und sei schlussendlich fehlerhaft abgeschlossen worden. Nicht nur habe das viel Zeit gekostet, die defekte Installation habe auch nur gegen Bezahlung an Microsoft wieder repariert werden können.

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Microsoft hat die Anklage wie folgt kommentiert: "Das freie Upgrade auf Windows 10 war eine Entscheidung, um Leuten die Vorteile des sichersten und produktivsten Windows darzulegen. Kunden hatten die Wahl, nicht auf Windows 10 aufzurüsten. Wenn ein Kunde während der einjährigen Laufzeit des Upgradeprogramms Probleme hatte, stellten wir zahlreiche Optionen zur Verfügung, einschließlich eines kostenlosen Kundenservices und eines 31-Tage-Intervalls, um auf ihr altes Betriebssystem zurückzustufen. Wir glauben, dass die Argumente der Kläger unbegründet sind."

Windows 10 läuft mittlerweile auf geschätzt 400 Millionen Geräten. Durch das Upgradeprogramm ist es das bisher am schnellsten adaptierte Windows-Betriebssystem in der Geschichte von Microsoft.

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Jakelandiar 04. Apr 2017

Das sehe ich auch so. Dein Post ist absolut lächerlich. Laut deinem Schwachsinn dürfte...

mainframe 03. Apr 2017

Wenn nach dem Update die Dateien indexiert werden ist dies eine ganz schöne Belastung für...

bofhl 03. Apr 2017

Eigenartig? Na ja, Windows -egal welche Version! - sieht immer nach was da alles an...

bombinho 02. Apr 2017

Naja, ein OS tut ein klitzekleines bisschen mehr als nur ein paar Daten auf der Platte...

Sylos 02. Apr 2017

Nein, müsstest du nicht. Bei 300 Millionen Upgrades genügt es wenn auch nur eine 1-zu...



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