Abo
  • Services:

Stream On: Telekom startet unbegrenztes mobiles Streaming

Mit einer kostenlosen Flatrate-Option für Musik- und Video-Streaming-Dienste führt die Deutsche Telekom eine Art Zwei-Klassen-Internet ein. Ausgewählte Musik- und Videodienste werden nicht auf das reguläre Datenvolumen angerechnet. Viele Anbieter fehlen noch.

Artikel veröffentlicht am ,
Telekom startet Stream On am 19. April.
Telekom startet Stream On am 19. April. (Bild: John Macdougall/AFP/Getty Images)

Die Deutsche Telekom hat eine spezielle Option für die eigenen Mobilfunkverträge vorgestellt. Die kostenlose Option Stream On umfasst eine Flatrate speziell für Musik- und Video-Streaming-Inhalte. Diese Inhalte werden nicht auf das reguläre Datenvolumen angerechnet. Kunden können damit unbeschwerter als bisher auch unterwegs Musik- und Videostreaming nutzen. Sie müssen nicht befürchten, das ungedrosselte Volumen damit zu belasten.

Telekom mit mobilem Zwei-Klassen-Internet

Stellenmarkt
  1. über duerenhoff GmbH, Raum Frankfurt
  2. Hanseatisches Personalkontor, Region Bremen

Damit etabliert die Telekom ein mobiles Zwei-Klassen-Internet: Nutzer werden dazu verleitet, vor allem die in Stream On enthaltenen Anbieter zu wählen und andere zu meiden, weil sich damit das verbleibende ungedrosselte Datenvolumen verringert. Zum Start von Stream On sind viele wichtige Streaminganbieter wie Spotify und Google nicht dabei.

"Stream On steht allen Inhalteanbietern offen", verspricht Michael Hagspihl, der Geschäftsführer für den Privatkundenbereich bei der Deutschen Telekom. Mittlerweile hat die Telekom auf Nachfrage von Golem.de mitgeteilt, dass alle Anbieter kostenlos an Stream On teilnehmen können.

Stream On gibt es kostenlos

Für Privatkunden wird die Stream-On-Option kostenlos angeboten. Bei gebuchter Stream-On-Option können die darin enthaltenen Angebote nicht mehr ohne Einschränkungen verwendet werden, sobald die Datenflatrate des Kunden bereits gedrosselt wurde. Kunden sollten also darauf achten, nicht in die Drosselung zu geraten, um Stream On den ganzen Monat nutzen zu können.

Die neue Option soll ab dem 19. April 2017 verfügbar sein und in drei Varianten angeboten werden. Stream On ist als Ergänzung für Magenta-Mobil-Tarife gedacht. Eine der drei Optionen gibt es nur für Magenta-Eins-Verträge, also für Kunden, die einen kombinierten Festnetz- und Mobilfunkvertrag bei der Telekom gebucht haben.

Wichtige Streaminganbieter fehlen

Die kleinste Variante nennt sich Stream On Music und umfasst nur Musik-Streaming-Inhalte. Mit dabei sind die Dienste Apple Music, Amazon Prime Music, Amazon Music Unlimited, Napster Juke sowie Radioplayer.de. Nicht dabei sind etwa Spotify, Googles Play Music, Deezer, Soundcloud oder Audible. Der Grund dafür ist derzeit nicht bekannt.

Die nächstgrößere Stream-On-Option nennt sich Music & Video, hier ist also eine Video-Streaming-Flatrate enthalten und es gibt alle oben genannten Musik-Streaming-Anbieter. Beim Videostreaming erhält der Kunde keine Full-HD-Inhalte, sondern lediglich DVD-Qualität. Stream On Video & Music wird für alle Magenta-Mobil-L-Tarife angeboten.

Zu den unterstützten Plattformen gehört das Telekom-eigene Angebot Entertain TV samt Telekom Basketball und Telekom Eishockey. Außerdem sind Netflix, Amazon Prime Video, Youtube, Sky Go, ZDF, Funk, 7TV, Spiegel Online, Faz.net, Welt N24, Kicker und Chip dabei. Nicht dabei sind unter anderem Googles Play Video, Maxdome, Apple Video und Myvideo.

O2 Free funktioniert mit allen Anbietern

Die dritte Stream-On-Option gibt es nur für Magenta-Eins-Tarife und nennt sich Music & Video Max. Sie unterscheidet sich vom mittleren Paket durch eine bessere Bildqualität. Hier werden alle Inhalte in HD-Qualität bereitgestellt. Diese Option gibt es für alle Magenta-Eins-Kunden, wenn sie mindestens Magenta Mobil M gebucht haben.

Um Kunden die Angst vor einer Drosselung zu nehmen, hat Telefónica Deutschland seit Herbst 2016 den Tarif O2 Free im Sortiment. Er bietet nach der Drosselung noch eine Geschwindigkeit von 1 MBit/s. Auch in der Drosselung ist eine mobile Internetnutzung ohne dramatische Einschränkungen möglich. Musikstreaming funktioniert problemlos und die Bildqualität für das Streamen von Videoinhalten auf einem Smartphone ist ausreichend. Hier gibt es generell keine Einschränkungen, welche Streaminganbieter der Kunde verwendet.

Nachtrag vom 4. April 2017, 16:00 Uhr

Die Bundesnetzagentur will bei der Stream-On-Option prüfen, ob das Angebot gegen die Netzneutralität verstößt. Alle Anbieter können kostenlos an Stream On teilnehmen, verspricht die Telekom. Die Passage im Artikel dazu wurde entsprechend überarbeitet.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. bei Alternate bestellen
  2. und Assassins Creed Odyssey, Strange Brigade und Star Control Origins kostenlos dazu erhalten

compoti 19. Apr 2017

Der Spotify-Tarif wurde wohl auch neu aufgelegt und ist neben Stream On wieder...

|=H 05. Apr 2017

Streaming zieht schon ziemlich am Datenvolumen. Ich nehme jetzt einfach nur...

Unix_Linux 05. Apr 2017

Falsch!

Unix_Linux 05. Apr 2017

Diese Art des nörgelns ist Volkssport. Einfach ignorieren.

Berner Rösti 05. Apr 2017

Aber genau das tut sie doch: Ab M-Tarif gibt es die neue Option "Speedon" Davon...


Folgen Sie uns
       


Logitechs MX Vertical und Ankers vertikale Maus im Vergleichstest

Die MX Vertical ist Logitechs erste vertikale Maus. Sie hat sechs Tasten und kann wahlweise über Blueooth, eine Logitech-eigene Drahtlostechnik oder Kabel verwendet werden. Die spezielle Bauform soll Schmerzen in der Hand, dem Handgelenk und den Armen verhindern. Wem es vor allem darum geht, eine vertikale Sechstastenmaus nutzen zu können, kann sich das deutlich günstigere Modell von Anker anschauen, das eine vergleichbare Bauform hat. Logitech verlangt für die MX Vertical 110 Euro, das Anker-Modell gibt es für um die 20 Euro.

Logitechs MX Vertical und Ankers vertikale Maus im Vergleichstest Video aufrufen
Apple Watch im Test: Auch ohne EKG die beste Smartwatch
Apple Watch im Test
Auch ohne EKG die beste Smartwatch

Apples vierte Watch verändert das Display-Design leicht - zum Wohle des Nutzers. Die Uhr bietet immer noch mit die beste Smartwatch-Erfahrung, auch wenn eine der neuen Funktionen in Deutschland noch nicht funktioniert.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Smartwatch Apple Watch Series 4 mit EKG und Sturzerkennung
  2. Smartwatch Apple Watch Series 4 nur mit sechs Modellen
  3. Handelskrieg Apple Watch und anderen Gadgets drohen Strafzölle

Pixel 3 und Pixel 3 XL im Hands on: Googles Smartphones mit verbesserten Kamerafunktionen
Pixel 3 und Pixel 3 XL im Hands on
Googles Smartphones mit verbesserten Kamerafunktionen

Google hat das Pixel 3 und das Pixel 3 XL vorgestellt. Bei beiden neuen Smartphones legt das Unternehmen besonders hohen Wert auf die Kamerafunktionen. Mit viel Software-Raffinessen sollen gute Bilder auch unter widrigen Umständen entstehen. Die ersten Eindrücke sind vielversprechend.
Ein Hands on von Ingo Pakalski

  1. BQ Aquaris X2 Pro im Hands on Ein gelungenes Gesamtpaket mit Highend-Funktionen

Passwörter: Eine vernünftige Maßnahme gegen den IoT-Irrsinn
Passwörter
Eine vernünftige Maßnahme gegen den IoT-Irrsinn

Kalifornien verabschiedet ein Gesetz, das Standardpasswörter verbietet. Das ist ein Schritt in die richtige Richtung, denn es setzt beim größten Problem von IoT-Geräten an und ist leicht umsetzbar.
Ein IMHO von Hanno Böck

  1. Retrogaming Maximal unnötige Minis
  2. Streaming Heilloses Durcheinander bei Netflix und Amazon Prime
  3. Sicherheit Ein Lob für Twitter und Github

    •  /