Abo
  • Services:
Anzeige
Neue EU-Studie empfiehlt Wirtschaft und öffentlicher Verwaltung, mehr Open Source zu verwenden.
Neue EU-Studie empfiehlt Wirtschaft und öffentlicher Verwaltung, mehr Open Source zu verwenden. (Bild: Chuck Coker/Flickr/CC BY-ND 2.0)

Neue EU-Studie: Open Source ist jetzt für alle gut

Neue EU-Studie empfiehlt Wirtschaft und öffentlicher Verwaltung, mehr Open Source zu verwenden.
Neue EU-Studie empfiehlt Wirtschaft und öffentlicher Verwaltung, mehr Open Source zu verwenden. (Bild: Chuck Coker/Flickr/CC BY-ND 2.0)

Während die Stadt München ihr Limux-Projekt abwickelt, empfiehlt eine neue EU-Studie quelloffene Software für die öffentliche Verwaltung und für Unternehmen. Vor wenigen Jahren behaupteten dieselben Autoren noch, Open Source gefährde den europäischen Softwaremarkt.
Von Jan Weisensee

Lange hat sich eine Studie über die Zukunft des Softwaremarkts nicht mehr als so irrig erwiesen wie eine Analyse von 2010. Die französische Beratungsfirma Pierre Audoin Consultants und das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI prophezeiten damals im Auftrag der EU-Kommission, dass quelloffene Software das Potenzial habe, "Wertschöpfung in der Softwareindustrie zu zerstören." Zwar würde Open-Source-Software Wachstum im Cloud Computing ermöglichen, zwischen 2010 und 2020 könnten dadurch insgesamt aber 1,3 Prozent Wachstum verloren gehen.

Anzeige

Heute viel besser als 2010

Dieses Jahr waren dieselben Autoren angetreten, um ihre Studie erneut durchzuführen, wieder im Auftrag der EU-Kommission. Das Ergebnis, das seit kurzem vorliegt, könnte widersprüchlicher nicht sein: Statt quelloffener Software Zerstörungseffekte vorzuwerfen, schreiben die Berater heute, es gebe "viele erfolgreiche Open-Source-Anwendungen, die allgemein als Innovationstreiber angesehen werden. Auch ihr kommerzieller Erfolg ist signifikant."

Die Autoren heben besonders erfolgreiche Open-Source-Projekte wie Firefox, Linux, Apache und Wordpress hervor. Solche und andere Anwendung führten heute dazu, dass Opensource "zu einem wichtigen Teil der Softwareindustrie geworden ist." In ihren Empfehlungen an die EU gehen die Autoren aber noch einen Schritt weiter: Offenbar wider Erwarten habe Open-Source-Software nun so positive Effekte, dass auch die öffentliche Verwaltung in Europa so viel wie möglich davon verwenden sollte.

Open Source spart Wirtschaft Milliarden

Dabei stützen sich Pierre Audoin Consultants und Fraunhofer-Institut insbesondere auf Carlo Daffara. Der Italiener hat jahrelang zur Entwicklung der IT-Wirtschaft in Europa geforscht und 2012 gemeinsam mit Kollegen ausgerechnet, welche Kosten die europäische Wirtschaft insgesamt durch die Nutzung von Open-Source-Software einspart. Sein Ergebnis: 114 Milliarden Euro jährlich. Und das seien nur die direkten Ersparnisse.

Zähle man indirekte Vorteile wie höhere Erfolgsraten bei Softwareprojekten und niedrigere Kosten für Codepflege hinzu und investiere diese in Effizienzsteigerung, kämen europäische Unternehmen auf eine geschätzte Gesamtkostenersparnis von jährlich 342 Milliarden Euro. Auf Nachfrage von Golem.de bestätigt Daffara, dass er diese Zahlen auch im Jahr 2017 noch für aktuell hält. Zwar habe es seit 2012 keine vergleichbar detaillierten Studien mehr gegeben, schaue man sich den heutigen Open-Source-Markt aber an, müssten die Ersparnisse eher noch gestiegen sein.

Berater leugnen Sinneswandel nicht 

eye home zur Startseite
rpm-U 17. Jul 2017

@burzum @jgillich Also diese Aussagen so absolut zu sehen, finde ich nicht korrekt. Ich...

Vielfalt 03. Apr 2017

Man spart 300 Milliarden, die man nicht mehr Microsoft zukommen lässt, sondern fördert...

FreiGeistler 02. Apr 2017

Oder odf verwenden? doc* hat odf nur durch miese Tricks seitens MS den Rang abgelaufen...

FreiGeistler 02. Apr 2017

lighttpd anyone?

ratzeputz113 31. Mär 2017

Der wesentliche Teil ist nicht, ob es sich "objektiv" um einen Fehler handeln mag. Der...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. T-Systems International GmbH, München
  2. KRÜSS GmbH, Hamburg
  3. Bank-Verlag GmbH, Köln
  4. T-Systems International GmbH, München, Hamburg, Darmstadt, Bonn


Anzeige
Top-Angebote
  1. 111€

Folgen Sie uns
       


  1. Bildbearbeitung

    Google-Algorithmus entfernt Wasserzeichen auf Fotos

  2. Ladestationen

    Regierung lehnt Zwangsverkabelung von Tiefgaragen ab

  3. Raspberry Pi

    Raspbian auf Stretch upgedated

  4. Trotz Förderung

    Breitbandausbau kommt nur schleppend voran

  5. Nvidia

    Keine Volta-basierten Geforces in 2017

  6. Grafikkarte

    Sonnets eGFX Breakaway Box kostet 330 Euro

  7. E-Commerce

    Kartellamt will Online-Shops des Einzelhandels schützen

  8. id Software

    Quake Champions startet in den Early Access

  9. Betrug

    Verbraucherzentrale warnt vor gefälschten Youporn-Mahnungen

  10. Lenovo

    Smartphone- und Servergeschäft sorgen für Verlust



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Starcraft Remastered: "Mit den Protoss kann man seinen Gegner richtig nerven!"
Starcraft Remastered
"Mit den Protoss kann man seinen Gegner richtig nerven!"
  1. Blizzard Der Name Battle.net bleibt
  2. Blizzard Overwatch bekommt Deathmatches
  3. E-Sport Blizzard nutzt Gamescom für europäische WoW-Finalspiele

Game of Thrones: Die Kunst, Fiktion mit Wirklichkeit zu verschmelzen
Game of Thrones
Die Kunst, Fiktion mit Wirklichkeit zu verschmelzen
  1. HBO Nächste Episode von Game of Thrones geleakt
  2. Hack Game-of-Thrones-Skript von HBO geleakt
  3. Game of Thrones "Der Winter ist da und hat leider unsere Server eingefroren"

Radeon RX Vega 64 im Test: Schnell und durstig mit Potenzial
Radeon RX Vega 64 im Test
Schnell und durstig mit Potenzial
  1. Radeon RX Vega Mining-Treiber steigert MH/s deutlich
  2. Radeon RX Vega 56 im Test AMD positioniert sich in der Mitte
  3. Workstation AMD bringt Radeon Pro WX 9100

  1. Re: "Terroranschlag"

    SelfEsteem | 15:02

  2. Re: später werden wir gar keine eigenen Autos...

    jo-1 | 15:01

  3. Re: Häuser brauchen auch keine Treppe

    devarni | 15:01

  4. Re: Ich bin für die zwangsweise Verlegung der...

    Prinzeumel | 14:49

  5. Re: Sinn

    Friedhelm | 14:42


  1. 14:38

  2. 12:42

  3. 11:59

  4. 11:21

  5. 17:56

  6. 16:20

  7. 15:30

  8. 15:07


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel